Kultur
Thurgau vergibt 40 Stipendien zu je 6000 Franken für Kunstschaffende

Der Regierungsrat gewährt dem Kulturamt 250'000 Franken aus dem Lotteriefonds für die Vergabe von Recherchestipendien. Damit sollen Kunstschaffenden im Thurgau die schwierigen wirtschaftlichen Umstände durch die Coronapandemie etwas gemildert werden.

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Ein Bild aus besseren Tagen, entstanden am Sommerfest der Kulturstiftung Thurgau am 20. August 2019.

Ein Bild aus besseren Tagen, entstanden am Sommerfest der Kulturstiftung Thurgau am 20. August 2019.

Dieter Langhart

Die Coronapandemie beeinflusst das kulturelle Leben stark und stellt die Kulturschaffenden vor grosse Herausforderungen. Schutzmassnahmen sowie die Verschiebung und Absage von kulturellen Veranstaltungen und Projekten beeinträchtigen eine Vielzahl von Kulturschaffenden bei der Ausübung ihrer Tätigkeit. Daher sollen nach dem Willen des Regierungsrats auch im dritten Coronajahr die Kulturschaffenden nebst den bundesweiten Massnahmen mit gezielten kantonalen Massnahmen unterstützt werden.

Die Recherchestipendien, die 2020 und 2021 durch die Kulturstiftung des Kantons Thurgau vergeben worden sind, haben sich laut einer Mitteilung der Staatskanzlei als ergänzende Massnahme bewährt. Deshalb hat der Regierungsrat beschlossen, sie dieses Jahr weiterzuführen, und hat dafür einen Beitrag aus dem Lotteriefonds von 250'000 Franken gewährt.

40 Recherchestipendien zu je 6000 Franken

Mit der Ausschreibung und Vergabe von 40 Recherchestipendien für Kulturschaffende beauftragt das Kulturamt die Kulturstiftung. Für professionell arbeitende Kulturschaffende mit Bezug zum Kanton Thurgau (Wohnsitz im Thurgau, wichtiger Lebensabschnitt im Thurgau verbracht, kulturelles Leben im Thurgau nachhaltig mitgeprägt) wird die Möglichkeit geschaffen, zukunftsgerichtet ihre künstlerische Arbeit weiter zu entwickeln. Ein Recherchestipendium umfasst die Bezahlung eines Honorars von 6000 Franken. Die Vergabe ist explizit nicht mit einer Ausstellung oder mit Auftritten verbunden und umfasst alle vom Thurgau geförderten Sparten. Unterstützt werden insbesondere die Weiterentwicklung der künstlerischen Arbeit sowie das Prüfen von Formatwechseln, die das Werk erweitern. Eine Jury aus Mitgliedern der Kulturstiftung wird über die Vergabe entscheiden.

In der ersten Jahreshälfte sollen 40 Recherchestipendien ausgeschrieben werden. Die dafür benötigten Mittel betragen 250'000 Franken, wovon 240'000 Franken für Stipendien, 4500 Franken für die Jurierung, 5000 Franken für die Administration und 500 Franken für Unvorhergesehenes eingesetzt werden. (red)