Nach halbjähriger Bauzeit ist die Verlegung der Balmbergstrasse im Schattenberg von Welschenrohr realisiert. Nach Einbau des Belages wurde mit einer speziellen Maschine eine Rigole, eine Wasserrinne, auf 160 Meter Länge ausgefräst, um so das Regenwasser abzuleiten. Noch sind die Böschungen fertigzustellen und die Humusierung vorzunehmen. Ein Teil der alten Strasse wird zurückgebaut und in Kulturland umgewandelt. Aber der Verkehr wickelt sich nun über die Umfahrung des Hofes Schattenberg ab.

Gefährliche Situationen vermeiden

Mit dem Bau des neuen Milchviehstalles kreuzen sich die Balmberg-strasse und die Verbindungen zwischen den Gebäuden, was zu gefährlichen Situationen führte. So reifte der Plan, die Strasse westlich um den Landwirtschaftsbetrieb herum zu führen.

Das Projekt wurde in die Güterregulierung der Flurgenossenschaft Welschenrohr aufgenommen und die Eigentumsverhältnisse abgeklärt. Die Balmbergstrasse ist wohl eine Staatsstrasse, also eine Baute des Staates, aber das Strassenareal wurde nie ausgeschieden und gehörte somit immer noch den Landeigentümern. Dies wurde nun mit der Neuanlage ebenfalls geregelt. Das Projekt umfasst die Neuanlage der Strasse auf einer Länge von 400 Meter, den Rückbau der alten Strasse auf 115 Meter sowie die Erstellung der Hofzufahrten und den Landerwerb.

Der Kostenvoranschlag weist einen Betrag von 392000 Franken auf. Die Flurgenossenschaft tritt zwar als Bauherrschaft auf, belastet wird aber deren Rechnung nicht. Auch die Gemeinde Welschenrohr leistet keinen Beitrag. So teilen sich Bund und Kanton sowie der Liegenschaftsbesitzer die Kosten, wobei der Kanton mit 270000 Franken den Hauptanteil trägt.

Reibungsloser Bauverlauf

Bereits im Spätherbst wurde das Trassee abhumusiert. Im Frühling nahm die Baufirma Gebrüder Jetzer, Schnottwil, die Bauarbeiten in Angriff und profitierte von den idealen Wetterbedingungen. Dazu Bauleiter Hans Ruedi Affolter vom Büro BSB + Partner in Oensingen: «Ich kann von problemlosem Ablauf der Bauarbeiten und perfekter Ausführung berichten.» Somit ist die Fahrtstrecke über den Balmberg jetzt zwar um einige hundert Meter länger geworden, dafür entfällt die erste «giftige» Steigung.