WM OBERSTDORF
Nach WM-Disqualifikation: Kläbo macht seinem Ärger Luft auf Instagram! «Es fühlt sich dunkel an»

Die Nordische Ski-WM endete mit einem Desaster. Nach dem Stockbruch von Bolschunow wird Kläbo disqualifiziert. Nun meldet sich der Norweger auf den Sozialen Medien zu Wort.

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Kläbo links auf dem Weg zur Zielline, Bolschunow in der Mitte mit dem gebrochenen Stock.

Kläbo links auf dem Weg zur Zielline, Bolschunow in der Mitte mit dem gebrochenen Stock.

Keystone

(keg) Die WM im Deutschen Oberstdorf wird in die Geschichte eingehen. Kurz vor der Ziellinie liefern sich der Norweger Johannes Kläbo und der Russe Alexander Bolschunow nach 50 harten Kilometern ein kräfteraubendes Duell in der klassischen Disziplin. Kläbo kämpft sich an Bolschunow vorbei, rempelt ihn kurz an, es kommt zum Stockbruch des Russen, dieser hat keine Chance mehr und wird «nur» Dritter.

Bolschunow versucht seine Emotionen zu zügeln, hängt sich über die Bande, weint. Kläbo versucht ihn zu trösten - vielleicht entschuldigt er sich. Nach einem Juryentscheid wird Kläbo disqualifiziert - Bolschunow gewinnt Silber. Die Disqualifikation ist der absolute Tiefpunkt für den 24-jährigen Kläbo. Auf Instagram macht er seinen Emotionen Luft:

«Das ist der härteste Tag meiner Karriere. Ich habe viel Wut und Frust in mir nach diesem Rennen. Es fühlt sich dunkel an, aber ich werde zurückkommen, ich brauche einfach etwas Zeit. »

Im weiteren schreibt der Norweger, dass er den Entscheid des Internationalen Skiverbandes FIS, ihn zu disqualifizieren, ungerecht finde:

«Erst wurde ich als Gewinner ausgerufen, dann änderte die FIS ihre Meinung. Wie man verstehen kann, ist dies sehr enttäuschend.»

Die Norweger haben gegen den Entscheid der FIS Berufung eingelegt. Die Berufungsfrist läuft noch bis am Dienstag um 16 Uhr.