Wirtschaft
Zweite Corona-Welle lässt Detailhandelsumsätze wieder sinken

Die Schweizer Detailhändler haben im Januar 2021 verglichen mit dem Dezember im Vorjahr weniger verkauft. Nicht alle Branchen sind vom Rückgang gleich stark betroffen. Vor allem der Non-Food-Bereich verzeichnete einen massiven Rückgang.

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Die Schliessung der Läden in der zweiten Corona-Welle trifft den Detailhandel im Non-Food-Bereich hart.

Die Schliessung der Läden in der zweiten Corona-Welle trifft den Detailhandel im Non-Food-Bereich hart.

Manuela Jans Koch/LZ

(keg) Die Detailhandelsumsätze in der Schweiz sind im Januar kalenderbereinigt im Vergleich zum Vorjahresmonat nominal um 0,9 Prozent gefallen. Dies teilt das Bundesamt für Statistik am Montag mit. Saisonbereinigt sind die nominalen Detailhandelsumsätze gegenüber dem Vormonat um 4,9 Prozent gesunken. Berücksichtigt man zusätzlich die Teuerung, sind die Umsätze gar um 5.3 Prozent gefallen.

Non-Food-Bereich mit massiven Einbussen

Doch nicht alle Branchen sind von den Massnahmen zur Pandemiebekämpfung gleich stark betroffen. Der Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren verbuchte gar eine Zunahme des nominalen Umsatzes von 13,7 Prozent. Der Nicht-Nahrungsmittelsektor musste hingegen ein nominales Minus von 10,4 Prozent hinnehmen. Dabei waren insbesondere die Branchen rund um Bekleidung, Apotheken, Uhren und Schmuck (-19.2%), Verlagsprodukte, Sportausrüstungen und Spielwaren (-14.6%) sowie Haushaltsgeräte, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf (-7.2%) von den behördlich verordneten Massnahmen zur Eindämmung der zweiten Pandemie-Welle betroffen. Positive Umsatzzahlen konnten dafür die Branche für Informations- und Kommunikationsgeräte (+32.3%) sowie die Kategorie Marktstände, Versand und Internethandel (+21.8%) ausweisen.