Veloverleih
Die Post hat ausgeradelt: Sie verkauft Veloverleiher Publibike

Die Post hat ihre Tochtergesellschaft PubliBike verkauft. Sie will die Mittel, die für die Weiterentwicklung des Bikesharingunternehmens nötig wären, in ihr eigenes Kerngeschäft investieren.

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Die Post zieht sich aus dem Fahrradverleih zurück und verkauft PubliBike.

Die Post zieht sich aus dem Fahrradverleih zurück und verkauft PubliBike.

Keystone

Die Post zieht sich aus dem Fahrradverleih zurück und verkauft ihre Tochtergesellschaft Publibike. Künftige Eigentümer sind der aktuelle Publibike-Chef Markus Bacher, Fahrradspezialist Thomas Binggeli und IT-Unternehmer Guido Honegger, wie die Post am Montag mitteilte. Über den Verkaufspreis werden keine Angaben gemacht. Die rund 30 Mitarbeitenden sollen ihre Stelle behalten können. Auch die Marke Publibike und die vorhandenen Bikesharing-Netze sollen bestehen bleiben.

Als Grund für den Verkauf nennt die Post ihre neue strategische Ausrichtung. Um Publibike für die Zukunft zu rüsten, müssten jetzt weitere wichtige Entwicklungsschritte und Investitionen im Bereich der Digitalisierung und der Infrastruktur erfolgen. Die Post habe daher geprüft, ob dieses Engagement zur neuen strategischen Ausrichtung passe, wie es weiter heisst. Sie kam dabei zum Schluss, dass sie die dafür notwendigen Ressourcen in ihr eigenes Kerngeschäft investieren will.

Das Fahrradverleih-Unternehmen wurde 2011 von Postauto zusammen mit der SBB und Rent a Bike gegründet. Es verfügt über acht Bikesharing-Netze, die total 35 Gemeinden erschliessen. Insgesamt stehen den Kunden schweizweit über 5300 Velos an 620 Stationen zur Verfügung. Gemäss der Post legten die Fahrradleihenden im vergangenen Jahr 2,5 Millionen Fahrten auf Publibikes zurück. (abi)

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