Netflix und Co
Umfrage zeigt: Streaming hat in der Coronakrise zugelegt

89 Prozent der Schweizer Bevölkerung nutzen zumindest einen Streamingdienst. Dieser Anteil hat während der Coronakrise zugekommen.

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Unbestrittener Marktführer: Unter den Bezahldiensten steht Netflix in der Schweiz auf Rang 1. (Symbolbild)

Unbestrittener Marktführer: Unter den Bezahldiensten steht Netflix in der Schweiz auf Rang 1. (Symbolbild)

Keystone

(wap) Die Nutzung von Streaming-Diensten sei in der Schweiz zu einer wichtigen Freizeitbeschäftigung geworden, heisst es in einer am Mittwoch vom Vergleichsdienst moneyland.ch veröffentlichten Medienmitteilung. «In der Streaming-Branche herrscht Goldgräber-Stimmung», wird Telekom-Experte Ralf Beyeler in der Mitteilung zitiert.

Stark zulegen konnten gemäss den Resultaten einer Studie die Grossen: Der Anteil der YouTube-Nutzer stieg seit Januar 2020 von 65 auf 75 Prozent, bei Netflix stieg der Anteil der Nutzer von 45 auf 54 Prozent, bei Spotify von 35 auf 44 Prozent.

Diese Video-Dienste werden in der Schweiz am meisten genutzt

  1. YouTube (75 Prozent)
  2. Netflix (54 Prozent)
  3. TikTok (13 Prozent)
  4. Disney+ (13 Prozent) 
  5. Apple TV (10 Prozent)

Diese Musik-Dienste werden in der Schweiz am meisten genutzt

  1. YouTube (62 Prozent)
  2. Spotify (44 Prozent)
  3. Apple Music (16 Prozent)
  4. SoundCloud (11 Prozent)
  5. Google Play (10 Prozent)

Dabei zeigt sich ein Altersunterschied. Von den 19-25-Jährigen konsumieren 95 Prozent Youtube, bei den 50-74-Jährigen sind es nur 61 Prozent. Von den 18-25-Jährigen schauen 83 Prozent Netflix, von den 25-49-Jährigen 62 Prozent und von den 50-74-Jährigen 49 Prozent. Besonders gross ist der Generationengraben bei Spotify: Dieser Dienst wird von 78 Prozent der 18-25-Jährigen genutzt, aber nur von 22 Prozent der 50-74-Jährigen.

Bei den Bezahldiensten steht Netflix in der unbestrittenen Pole Position. 39 Prozent benutzten Netflix in der kostenpflichtigen Version, so die Mitteilung. Dabei hat Netflix seine starke Position innerhalb weniger Jahre erreicht: Noch 2018 hatten erst 20 Prozent der Bevölkerung den Dienst genutzt.

Moneyland.ch hatte zusammen mit dem Marktforschungsinstitut Ipsos in einer repräsentativen Online-Umfrage 1500 Personen dazu befragt, wie sie Musik- und Videostreamingdienste nutzen.