Tourismus
Schweizer Hotellerie erholt sich von Corona-Pandemie

Die ausländischen Touristen kehren im grossen Stil in die Schweiz zurück. Zusammen mit den Einheimischen bescheren sie der Hotellerie im ersten Halbjahr 47,3 Prozent mehr Logiernächte.

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Die Schweizer Hotellerie kann sich über mehr Übernachtungen freuen. (Symbolbild)

Die Schweizer Hotellerie kann sich über mehr Übernachtungen freuen. (Symbolbild)

Keystone

Insgesamt verzeichnet die Schweizer Hotellerie in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 16,9 Millionen Logiernächte. Das sind 5,4 Millionen mehr als in der Vorjahresperiode, wie die am Freitag veröffentlichten provisorischen Ergebnisse des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigen. Damit liegen die Logiernächte nur noch 10 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau von 2019.

Vor allem die Übernachtungen der ausländischen Gäste nahmen im Vergleich zum Vorjahr mit einem Plus von 212,8 Prozent stark zu. Insgesamt gehen 6,9 Millionen Logiernächte auf ihr Konto. Sie sind damit noch etwa einen Drittel vom Vor-Corona-Niveau entfernt.

Die meisten ausländischen Gästen stammen aus Europa (70,2 Prozent). Dank der Lockerung der Coronamassnahmen trugen aber auch die Touristinnen und Touristen aus Asien und Amerika mit einer Steigerung von 918,3 respektive 1005,1 Prozent viel zum Anstieg bei. Ihr Anteil an der ausländischen Nachfrage beträgt laut BFS 27,6 Prozent.

Ausser dem Tessin profitieren alle

Die Einheimischen verbuchten derweil 10 Millionen Logiernächte – ein Plus von 8 Prozent. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 sind es sogar 16,7 Prozent. Mit Ausnahme von April und Mai war das monatliche Wachstum immer positiv – teilweise sogar sehr stark. Im Januar und März gab es etwa ein Plus von 42,7 respektive 23,5 Prozent.

Vom Logiernächteanstieg profitierten mit Ausnahme des Tessins alle Tourismusregionen, wie es weiter heisst. Die grössten relativen Zunahmen gab es in Genf mit 175,2 Prozent, in der Region Zürich mit 155,8 Prozent und in der Region Basel mit 96,8 Prozent. Das Tessin verzeichnete dagegen einen Rückgang von 13,3 Prozent. Trotzdem lag der Südkanton mit 15,2 Prozent noch über dem Jahr 2019 – genauso wie Graubünden (+5,8 Prozent), Jura und Drei-Seen-Land (+2,9 Prozent) und Ostschweiz (+2,4 Prozent). (abi)