Schokolade
Coronakrise führt zu weniger Umsatz bei Lindt & Sprüngli

Die zahlreichen Restriktionen gegen die Ausbreitung des Coronavirus setzen dem erfolgsverwöhnten Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli zu. Während die Läden zu waren, wuchs dafür das Onlinegeschäft.

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Die Coronakrise war kein Zuckerschlecken für Lindt & Sprüngli: Der Umsatz ging im letzten Jahr um 6,1 Prozent zurück.

Die Coronakrise war kein Zuckerschlecken für Lindt & Sprüngli: Der Umsatz ging im letzten Jahr um 6,1 Prozent zurück.

Keystone

(mg/dpa) Der Umsatz von Lindt & Sprüngli schmolz in der Coronakrise um 6,1 Prozent. Es ist das erste Minus des Schweizer Schokoladeherstellers seit Jahren. Konkret setzte das Unternehmen noch rund 4 Milliarden Franken im vergangenen Jahr um, wie Lindt & Sprüngli am Dienstag mitteilten. Als negative Faktoren werden das Ostergeschäft im ersten Lockdown genannt. Aber auch die weltweit geschlossenen eigenen Läden und die Einschränkungen im Flugverkehr, die zu weniger Kunden an den Flughäfen führten.

Lindt & Sprüngli will aber nicht nur klönen. Sondern streicht in seiner Mitteilung auch diverse positive Punkte als Folge der Coronakrise hervor: So hätten sich die Onlineverkäufe auf fünf Prozent verdoppelt und man habe in «praktisch allen Ländern die Marktanteile steigern können», wie es in der Mitteilung weiter heisst. Dies insbesondere in West- und Osteuropa. Am stärksten ist der Umsatzrückgang im vergangenen Jahr demnach in Nordamerika ausgefallen.

Gewinnmarge sinkt auf 10 Prozent

Die Gewinnmarge lag 2020 laut Unternehmensangaben bei 10 Prozent - nach 15 Prozent im Jahr davor. Zu dieser Gewinnspanne wolle der Konzern, der insgesamt rund 14'500 Mitarbeiter beschäftigt, in absehbarer auch wieder Zeit zurückkehren, heisst es. Das weltweit tätige Unternehmen mit Hauptsitz in Kilchberg ZH zeigt sich denn überzeugt davon, dass es «gestärkt aus dem herausfordernden vergangenen Jahr» hervorgehen werde.

Die detaillierten Geschäftszahlen wird Lindt & Sprüngli erst im März publizieren.