Pharma
Auch dank Covid-19-Tests: Roche steigert Verkäufe auf 16,4 Milliarden Franken

Roche hat im ersten Quartal 2022 weiter zugelegt: Der Pharmakonzern steigerte die Konzernverkäufe um 10 Prozent. Dabei war vor allem die Nachfrage nach Corona-Tests sehr hoch – wohl zum letzten Mal.

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Der Basler Pharmakonzern Roche legt weiter zu.

Der Basler Pharmakonzern Roche legt weiter zu.

Keystone

Roche ist gut ins neue Jahr gestartet: Der Basler Pharmakonzern steigerte die Konzernverkäufe um 10 Prozent in Schweizer Franken auf 16,4 Milliarden Franken, wie er am Montag mitteilte. Dabei legte die Diagnostik-Sparte, zu der auch die Corona-Tests zählen, um 24 Prozent auf 5,3 Milliarden zu.

Die Covid-Tests blieben ein wichtiger Wachstumstreiber: Das Corona-Portfolio steigerte den Absatz gegenüber dem Vorjahr von 1,2 auf 1,9 Milliarden Franken. Es habe damit signifikant zum Gesamtwachstum der Division beigetragen. Die Verkäufe nahmen gemäss Roche in allen Regionen zu – vor allem in Nordamerika mit einem Plus von 59 Prozent und Asien-Pazifik mit 34 Prozent.

Allerdings rechnet Roche nun damit, dass die Verkäufe von Covid-19-Medikamenten und -Diagnostika im laufenden Jahr um 2 auf 5 Milliarden Franken zurück gehen werden.

Pharma-Bereich auf Wachstumskurs

Die Verkäufe in der Sparte Pharma legten derweil um 6 Prozent auf 11,2 Milliarden Franken zu. Neu eingeführte Medikamente gegen schwere Krankheiten verzeichneten wiederum «ein starkes Wachstum». Dazu zählen etwa das Covid-Medikament Ronapreve oder Ocrevus, das bei multipler Sklerose eingesetzt wird.

Der Einfluss der Biosimilars – also biotechnologisch hergestellten Nachahmerprodukte der Konkurrenz – auf die Verkäufe der etablierten Krebsmedikamente habe wie erwartet abgenommen. Der Verkaufsrückgang belief sich auf 568 Millionen Franken.

Roche erwartet weiteres Wachstum

Roche-CEO Severin Schwan ist zufrieden mit den Ergebnissen. «Wie erwartet war die Nachfrage nach Routinediagnostik, unserem breiten Portfolio an Covid-19-Tests und unseren neuen Medikamenten im ersten Quartal hoch», wird er in der Mitteilung zitiert. «Besonders erfreulich sind die in unserer Produktepipeline erzielten Fortschritte, darunter positive neue Daten in der Neurologie und bei schweren Augenkrankheiten.»

Der Pharmakonzern bestätigt derweil seinen Ausblick für das Gesamtjahr: Er erwartet ein Verkaufswachstum im stabilen bis niedrigen einstelligen Bereich. Für den Kerngewinn je Titel werde ein im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich liegendes Wachstum angestrebt. Die Biosimilars drücken den Verkauf um rund 2,5 Milliarden. Dazu kommt der Rückgang rund um die Covid-Medikamente und -Tests. Ohne diese Effekte werde ein Verkaufswachstum der Roche-Gruppe «im hohen einstelligen Bereich» erwartet.

Der Pharmakonzern konnte im vergangenen Geschäftsjahr kräftig zulegen: Die Konzernverkäufe stiegen auf 62,8 Milliarden Franken, der Gewinn auf 14,9 Milliarden. Besonders gut lief 2021 das Geschäft in der Diagnostik-Sparte, zu der auch die Corona-Tests zählen. Alleine die Tests erzielten Verkäufe von 4,7 Milliarden Franken. (abi)

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