Online-Boom
Die Post meldet Paket-Rekord – über 800 neue Stellen geschaffen

Die Post hat letztes Jahr mehr Pakete ausgeliefert als je zuvor. Derweil setzt sich bei den Briefen der rückläufige Trend fort.

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Die Transporter der Paket-Pöstler waren letztes Jahr so gut gefüllt wie noch nie. (Symbolbild)

Die Transporter der Paket-Pöstler waren letztes Jahr so gut gefüllt wie noch nie. (Symbolbild)

Keystone

Insgesamt lieferten die Schweizer Pöstlerinnen und Pöstler letztes Jahr 202,1 Millionen Pakete aus. Das sind so viele wie noch nie zuvor, wie die Post am Dienstag mitteilte. Der Online-Boom in der Coronakrise sorgte 2021 für eine Steigerung der Paketmenge um 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Verglichen mit 2019 beträgt das Wachstum gar 35 Prozent. «Eine Leistung, die letztlich nur dank einer weitsichtigen Planung und dank des unermüdlichen Einsatzes der Mitarbeitenden der Post in der ganzen Schweiz gelungen ist», wie es in der Mitteilung heisst.

Gleichzeitig geht die Menge der gesendeten Briefe weiter zurück. Letzes Jahr verarbeitete die Post 1,8 Milliarden Briefsendungen, 3,3 Prozent weniger als im Vorjahr. In den letzten zehn Jahren sank die Briefmenge um etwa 30 Prozent.

Über 800 Stellen im neuen Logistikbereich

Möglich werde die Zustellung der vielen Pakete auch durch die Zusammenführung des Briefgeschäfts und des Paketgeschäfts in einen Logistikbereich. So würden täglich bis zu 200'000 Kleinpakete in den Briefzentren sortiert, Briefpöstlerinnen stellten heute etwa die Hälfte der aufgegebenen Pakete zu. Im neuen Logistikbereich wurden laut Mitteilung letztes Jahr 809 neue Vollzeitstellen geschaffen.

Bis 2030 sollen voraussichtlich 1500 weitere Stellen dazukommen, wie die Post weiter schreibt. Sie rechnet auch in Zukunft mit steigenden Paketmengen und will die Sortierkapazitäten bis dahin verdoppeln. Insgesamt will die Post rund 1,5 Milliarden Franken in Sortierung und Zustellung investieren. (agl)