Öffentlicher Verkehr
Trotz Bundeshilfen: BLS schreibt auch 2021 rote Zahlen

Die Coronakrise beschäftigt das Bahnunternehmen BLS weiterhin. Nach einem Millionenverlust 2020 resultiert auch für das vergangene Jahr ein Abschreiber. Bundeshilfen haben dabei das negative Ergebnis deutlich gemildert.

Dario Pollice
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Die BLS bekam 2021 die Coronakrise zu spüren. (Archivbild)

Die BLS bekam 2021 die Coronakrise zu spüren. (Archivbild)

Keystone

Wie viele Unternehmen des öffentlichen Verkehrs litt auch die BLS im letzten Jahr noch immer unter den Folgen der Coronapandemie. Das bernische Bahnunternehmen muss für das Geschäftsjahr 2021 einen Verlust von 3,6 Millionen Franken hinnehmen, wie es am Freitag mitteilte.

Dass das Ergebnis nicht deutlicher ins Minus abrutschte, ist auch den staatlichen Hilfen zu verdanken. «Die staatliche Unterstützung über 32 Millionen Franken gleicht die Einnahmeausfälle weitgehend aus», schreibt das Unternehmen.

Die Zahl der Fahrgäste ist gegenüber dem Vorjahr hingegen um 3,7 Prozent auf rund 140'000 gestiegen. Dies, weil die BLS den bisherigen Regioexpress zwischen Bern und Olten übernommen hat. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 zählte die BLS jedoch immer noch rund 30 Prozent weniger Fahrgäste.

Altlasten bereinigt

Zusätzlich belastete die Aufarbeitung der missbräuchlichen Subventionen das Unternehmen weiter. Im Zuge des Skandals musste der Bahnchef Bernard Guillelmon seinen Hut nehmen. Die BLS hat sich anschliessend mit Bund und den Kantonen auf Rückzahlungen von 49 Millionen geeinigt.

Dieser betrag sei nun vollumfänglich zurückgezahlt worden, teilte das Unternehmen weiter mit. Die BLS wird sich laut eigenen Angaben künftig darauf konzentrieren, ihre finanziellen Abläufe zu verbessern und in den abgeltungsberechtigten Bereichen mehr Transparenz zu schaffen.

Bereits im ersten Coronajahr 2020 schrieb die BLS einen Verlust von 50,8 Millionen Franken. Vor allem die eingeschränkte Mobilität im Zusammenhang mit der Pandemie machte dem Konzern zu schaffen: Die Anzahl der Fahrgäste brach um einen Vierteil ein. Die Bundeshilfe von 9,7 Millionen Franken für den Regionalverkehr hat das Ergebnis dabei etwas gemildert.

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