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Deutschschweizer Buchmarkt verzeichnet trotz Corona stabile Umsätze

Der Deutschschweizer Buchmarkt verzeichnete im Jahr 2020 stabile Umsätze, nach einer starken Aufholjagd in der zweiten Jahreshälfte. Der Bereich Ratgeber legte zu, das Genre Reisen brach ein.

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Reisebücher waren 2020 nicht gefragt. Umso mehr aber Ratgeber.

Reisebücher waren 2020 nicht gefragt. Umso mehr aber Ratgeber.

Donato Caspari

(swe) Im Krisenjahr 2020 konnten die Umsätze des Deutschschweizer Buchmarktes gegenüber dem Vorjahr gehalten werden, heisst es in einer Mitteilung des Marktforschungsinstituts GfK vom Mittwoch. Dieses hat die Zahlen im Auftrag des Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verbands (SBVV) ermittelt. Bemerkenswert sei die starke Umsatzentwicklung nach dem ersten Lockdown von Mitte März bis Anfang Mai. In dieser Zeit betrugen die Verluste 28,2 Prozent. In der zweiten Jahreshälfte wurden dann aber deutliche Zugewinne verzeichnet, heisst es weiter.

Beim Absatz liess sich im Jahr 2020 ein Rückgang von insgesamt 2,1 Prozent feststellen. Diese Situation zeigte sich auch schon 2019. In jenem Jahr gab es zwar ein Umsatzplus von 1,5 Prozent, jedoch einen Absatz-Rückgang von 1,6 Prozent. Die Umsätze blieben trotz geringerer Absätze konstant, da die Durchschnittspreise von Büchern erhöht wurden.

Reisen und Hörbücher mit deutlichem Minus

Ein Blick auf die einzelnen Warengruppen zeigt, dass 2020 die Bereiche Ratgeber (+8,1 Prozent), Kinder- und Jugendbuch (+7,0 Prozent) sowie Sachbuch (+4,6 Prozent) ein besonders starkes Umsatzplus verzeichneten. Das Genre Reisen musste dagegen mit Minus 40,1 Prozent empfindliche Einbussen hinnehmen. Ebenfalls rückläufig waren die Verkäufe bei Hörbüchern und Hörspielen mit Minus 15,3 Prozent.