Konjunktur
Wirtschaft verliert an Tempo, bleibt aber auf Expansionskurs

Auch im Juli kam die Konjunktur nicht mehr auf den Stand vom Mai. Im langfristigen Vergleich sei sie aber nach wie vor klar überdurchschnittlich, so die Konjunkturforschung der ETH Zürich.

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Leicht eingetrübt: Konjunkturaussichten für die Metall- und Elektroindustrie. (Symbolbild)

Leicht eingetrübt: Konjunkturaussichten für die Metall- und Elektroindustrie. (Symbolbild)

Keystone

Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) beurteilt die Aussichten für die kommenden Monate als «sehr günstig». Das am Freitag vorgestellte «Konjunkturbarometer» ist zwar im Vergleich zum Vormonat um drei Punkte gesunken und liegt mit 129,8 Zählern klar unter dem Höchstwert vom Mai (143,6). Der Wert, der durch die Analyse verschiedener Indikatoren durch die KOF zustande kommt, sei aber immer noch klar überdurchschnittlich.

«Die Wirtschaft ist weiterhin auf einem starken Expansionskurs, auch wenn das hohe Tempo der vergangenen Monate wohl nicht durchgehalten werden kann», so die Mitteilung der KOF. Weiterhin günstig, aber nicht mehr ganz so positiv wie im Vormonat seien die Perspektiven für das Verarbeitende Gewerbe, die Auslandsnachfrage, das Baugewerbe, die Finanz- und Versicherungsbranche und für den privaten Konsum. Verbesserungen seien dagegen bei Gastgewerbe und anderen Dienstleistungen zu erwarten.

Eine Eintrübung der Lage sieht die KOF beim Produzierenden Gewerbe. Dies betreffe die allgemeine Geschäftslage, die Wettbewerbsposition sowie die Export- und Beschäftigungsperspektiven. Am meisten von dieser Abschwächung betroffen sind die Metall- und Elektroindustrie sowie die Bereiche Chemie, Pharma und Kunststoffe. Auch hier sei das Niveau im langfristigen Bereich aber überdurchschnittlich hoch. (wap)

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