Pharma
Trotz Umsatzsteigerung um 25 Prozent: Dottikon ES verzichtet auf Dividende

Die Dottikon ES schliesst das Geschäftsjahr 2020/21 mit einem Jahresumsatz von 218,9 Millionen Franken. Eine Dividende wird dieses Jahr nicht ausgeschüttet.

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Markus Blocher operiert mit seiner Dottikon ES am Markt für sogenannte Small-Molecule-Wirkstoffe.

Markus Blocher operiert mit seiner Dottikon ES am Markt für sogenannte Small-Molecule-Wirkstoffe.

Chris Iseli

Das auf Pharma und Feinchemikalien spezialisierte Unternehmen Dottikon ES meldete am Freitag für das Geschäftsjahr 2020/21 einen Jahresumsatz von 218,9 Millionen Franken. Das ist rund ein Viertel mehr als im Vorjahr. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) konnte um 44 Prozent auf 79,8 Millionen Franken gesteigert werden.

Die Ebitda-Marge stieg von 31,7 auf 36,4 Prozent. Der Reingewinn erhöhte sich wiederum um 57,8 Prozent auf 52,3 Millionen Franken. Auf die Ausschüttung einer Dividende werde verzichtet, heisst es in der Mitteilung.

Eine Herausforderung stelle die Verknappung von Ausgangsstoffen für die Chemie- und Pharmaproduktion dar. Der Materialaufwand ist laut Dottikon ES im vergangenen Geschäftsjahr um 48,6 Prozent gestiegen und macht 27,7 Prozent der Produktionsleistung aus. Insbesondere bei sogenannten Small-Molecule-Wirkstoffen zeigten sich im Zuge der Pandemie erste Auswirkungen der zunehmenden Repatriierung der Branche, die auch eine Folge schärferer Umweltvorschriften in Asien und der gespannten geopolitischen Lage sei. Erste Anzeichen einer Verknappung am Markt seien bereits sichtbar.

Die Dottikon ES ist gemäss eigenen Angaben auf diese Entwicklungen vorbereitet und erweitert ihre Kapazitäten. In den kommenden sieben Jahren will die Firma von Markus Blocher 600 Millionen Franken in Produktionsanlagen investieren und 200 Arbeitsplätze schaffen. Damit werde die Produktionskapazität verdoppelt. Für das kommende Jahr erwarte das Unternehmen einen Nettoumsatz über dem Vorjahr. (wap)

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