Jahresergebnis
Herausforderung Nachholeffekt: Geberit macht mehr Gewinn und noch mehr Umsatz

Geberit konnte letztes Jahr kräftig weiter wachsen. Und zwar so stark wie nie seit dem Börsengang. Doch dieser Nachholeffekt bringt für den Schweizer Sanitärtechnikkonzern neue Herausforderungen mit sich.

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Keystone

Die Geberit-Gruppe blickt auf «ein überaus erfolgreiches, operativ jedoch sehr anspruchsvolles Geschäftsjahr zurück». Wie das in Rapperswil-Jona beheimatete, weltweit tätige Unternehmen am Mittwoch in einer Mitteilung schreibt, hat es im zweiten Pandemiejahr nicht nur den Umsatz stark steigern können. Auch der Reingewinn kletterte 2021 auf 756 Millionen Franken. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Plus von 17,7 Prozent. Beim operativen Gewinn meldet das Unternehmen ein Wachstum um 15,6 Prozent auf 1,06 Milliarden Franken.

Vor allem in der zweiten Jahreshälfte sind demnach massiv mehr Toiletten, Bäder oder Spiegelschränke verkauft worden. «Der Nettoumsatz wuchs in den letzten sechs Quartalen rund drei Mal schneller als im langjährigen Durchschnitt», schreibt das Unternehmen. Dieses «unvermittelt eingetretene, starke Wachstum» sei dabei zur Herausforderung für die ganze Gruppe geworden.

Grösstes Umsatzwachstum seit 1999

Die Umsatzzahlen hatte Geberit bereits im Januar vorgelegt: Der Konzern erwirtschaftete 2021 einen Rekordumsatz von 3,46 Milliarden Franken. Das entspricht einem Plus von 15,9 Prozent gegenüber dem ersten Pandemiejahr. Wie das Unternehmen nun schreibt, handelt es sich 2021 um das stärkste Umsatzwachstum seit dem Börsengang des Unternehmens 1999. Seit 2004 zählt Geberit als Teil des SMI-Index zudem zu den grössten, an der Schweizer Börse gehandelten Firmen.

Anteile gewonnen hat Geberit 2021 in allen bearbeiteten Märkten, wie das Unternehmen schreibt. In Europa stieg der währungsbereinigte Umsatz um 14,3 Prozent. Am stärksten war das Wachstum jedoch in der Region Fernost/Pazifik mit 28,8 Prozent, am tiefsten dagegen in den USA (5,1 Prozent).

Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung eine Erhöhung der Dividende um 9,6 Prozent auf 12,50 Franken vor. Damit liege die Ausschüttungsquote von 59 Prozent mitten in der vom ihn als Ziel definierten Bereich von 50 bis 70 Prozent des Nettoergebnisses. Geberit hat bereits für das Geschäftsjahr 2020 die Dividende um 10 Rappen auf 11,40 Franken erhöht. (dpo/sat)

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