Firmen- und Privatkonkurse
Zweites Coronajahr: Zahl der Konkurse steigt deutlich an

Nach einem Rückgang im ersten Pandemiejahr ist die Zahl der Konkurse 2021 deutlich angestiegen. Besonders betroffen davon ist der Aargau. Auch die Zahl der Betreibungen erhöhte sich leicht.

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Die Zahl der Konkurse in der Schweiz ist im zweiten Coronajahr deutlich gestiegen – liegt jedoch nur leicht über der Vor-Pandemie-Zeit.

Die Zahl der Konkurse in der Schweiz ist im zweiten Coronajahr deutlich gestiegen – liegt jedoch nur leicht über der Vor-Pandemie-Zeit.

Keystone

14'081 mal musste eine Firma oder Privatperson im vergangenen Jahr Konkurs anmelden. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Plus von 9,1 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit entspricht die Zahl der Konkurse jedoch lediglich einem leichten Anstieg von 1,7 Prozent. Mit dem Ausbruch der Coronapandemie in der Schweiz hatte der Bundesrat die Überschuldungsanzeige sechs Monate ausgesetzt und Unternehmen damit praktisch vom Konkurs wegen Corona verschont.

Laut BFS ist der Anstieg der Konkurse im zweiten Pandemiejahr in allen Grossregionen zu beobachten. Am tiefsten fällt dieser mit 4,9 Prozent in der Genferseeregion aus, am höchsten in der Ostschweiz (15,2 Prozent). Nach Kantonen betrachtet ist die Zahl der Konkurse in 22 Kantonen gestiegen, wobei der Anstieg im Aargau am höchsten ausfällt. 2021 wurden dort 180 zusätzliche Konkurse gezählt. Das ist ein Plus von 24,6 Prozent. Einen leichten Konkurs-Rückgang meldeten im vergangenen Jahr derweil die Kantone Genf, Jura und Appenzell Innerrhoden.

Ebenfalls leicht angestiegen ist im vergangenen Jahr die Zahl der Betreibungsvorgänge. Nachdem diese zwischen 2019 und 2020 um 12 Prozent zurückgegangen war, stieg sie im vergangenen Jahr um 5 Prozent an. (sat)

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