Fenaco
Landi, Volg und Co. melden für 2021 Rekordumsatz und Rekordgewinn

Die Genossenschaft Fenaco hat im vergangenen Jahr so viel Umsatz und Gewinn erwirtschaftet wie noch nie. Bekannteste Marken der Fenaco hierzulande sind Landi, Volg, UFA oder Ramseier.

Samuel Thomi
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Die landwirtschaftliche Genossenschaft Fenaco – im Bild: Die Landi Baden – hat auch im zweiten Pandemiejahr Umsatz und Gewinn steigern können.

Die landwirtschaftliche Genossenschaft Fenaco – im Bild: Die Landi Baden – hat auch im zweiten Pandemiejahr Umsatz und Gewinn steigern können.

Philipp Zimmermann

Auch im zweiten Pandemiejahr hat die Fenaco ihren Umsatz und Gewinn teilweise massiv steigern können. Konkret meldet die landwirtschaftliche Genossenschaft für das Jahr 2021 einen Nettoerlös von 7,4 Milliarden Franken. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Plus von 5,7 Prozent. Wie die Fenaco schreibt, ist das der höchste Umsatz der Genossenschaft seit ihrer Gründung vor rund 150 Jahren. Das reale, organische Wachstum betrug laut Mitteilung vom Dienstag jedoch nur 2,5 Prozent. Das Betriebsergebnis (Ebit) erreichte im vergangenen Jahr mit 169 Millionen Franken (plus 1,6 Prozent) dagegen einen neuen Höchststand.

«Insbesondere der Detailhandel übertraf die Erwartungen», schreibt Fenaco zum Jahresergebnis. Hier habe die Coronapandemie das Geschäft «erneut stark» beeinflusst. Aber auch die übrigen drei Geschäftsfelder Agrar, Lebensmittelindustrie und Energie hätten sich positiv entwickelt. Im neuen Jahr habe der Ukraine-Krieg jedoch bereits zu «enormen Preisanstiegen» im internationalen Energie- und Rohstoffhandel geführt und damit die schon während der Coronapandemie aufgetretenen Lieferkettenstörungen weiter verstärkt.

Coronaeffekte verschwinden, Krieg schafft neue Sorgen

«2022 zeichnet sich ein anspruchsvolles Jahr ab», schreibt Fenaco denn auch zum Ausblick. Dennoch rechnet die Genossenschaft damit, auch im laufenden Jahr wiederum die 7-Milliarden-Umsatzmarke knacken zu können. Beim Ergebnis sei dagegen mit einem «deutlichen Rückgang» zu rechnen. Als Grund nennt Fenaco einerseits die aktuell tiefen Lagerbestände von Getreide, Früchten, Gemüse und Kartoffeln wegen dem nassen Wetter im vergangenen Sommer. Zudem würden im Detailhandel mit der Normalisierung die Coronaeffekte nachlassen. Insgesamt sollen die Margen stärker unter Druck geraten.

Zur Fenaco gehören in der Schweiz bekannte Marken wie Landi, der Tierfutterhersteller UFA oder die Süssgetränkemarke Ramseier. Die Fenaco selber gehört 165 Landigenossenschaften im ganzen Land. Laut eigenen Angaben tragen die Aktivitäten der Fenaco-Genossenschaft «massgeblich zur Wirtschaftskraft der ländlichen Schweiz» bei. Sie beschäftigt hierzulande insgesamt rund 11'300 Mitarbeitende. Im vergangenen Jahr hat Fenaco 307 zusätzliche Stellen geschaffen.

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