Einkaufsmanagerindex im Rekordhoch: Wirtschaft kommt kräftig in Schwung

Die Nachfrage nach Gütern nimmt derzeit so stark zu, dass es verbreitet zu Knappheiten kommt. Entsprechend ist der Einkaufsmanagerindex auf ein Rekordhoch geklettert.

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Die Nachfrage nach Gütern von Schweizer Industrieunternehmen nimmt deutlich zu. (Symbolbild)

Die Nachfrage nach Gütern von Schweizer Industrieunternehmen nimmt deutlich zu. (Symbolbild)

Keystone

(gb) Im April ist der Einkaufsmanagerindex für die Industrie um 3,2 Punkte auf 69,5 Zähler gestiegen. Dies entspricht einem Rekordhoch, wie die Credit Suisse am Montag mitteilte. Die Credit Suisse (CS) berechnet den Index monatlich auf der Basis einer Umfrage unter den Mitgliedern des Fachverbands für Einkauf und Supply Management, Procure.

Der Rekordwert soll laut der CS angesichts des Einbruchs während der Coronakrise nicht überbewertet werden. Doch die Nachfrage nach Gütern sei derzeit überdurchschnittlich stark. So kommt es auch bereits zu Knappheiten. Die Lieferfristen und Einkaufspreise hätten im April zugenommen, wie es in der Mitteilung heisst.

Dienstleistungssektor hinkt etwas hinterher

Beim Ausbau der Kapazitäten reagieren viele Unternehmen noch verhalten. Zwar haben die Industrieunternehmen im fünften Monat in Folge Personal aufgebaut. Doch der Zähler für die Beschäftigung liegt weit unter seinem Höchststand. Grund könnte laut der CS eine gewisse Skepsis bezüglich der Dauer des Booms sein.

Etwas weniger ausgeprägt ist das Wachstum mit einer Zunahme des Index um 2,1 Punkte im Dienstleistungssektor. Der Dienstleistungsindex liegt zwar ebenfalls im dritten Monat in Folge über der Wachstumsschwelle, mit dem aktuellen Stand bei 57,6 Zählern liegt aber kein Rekordhoch vor. Dies zeigt laut der CS, dass der Binnenkonsum nach wie vor von den Pandemiemassnahmen gebremst wird.