Baumeisterverband
6,4 Milliarden Umsatz: In der Schweiz wird so viel gebaut wie schon lange nicht mehr

Mehr Umsatz, mehr Angestellte: Die Schweizer Bauwirtschaft brummt. Die Baumeister haben im dritten Quartal 6,4 Milliarden Franken Umsatz erzielt – so viel wie seit über 30 Jahren nicht mehr.

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Die Schweizer Bauwirtschaft steuert auf einen neuen Rekord zu.

Die Schweizer Bauwirtschaft steuert auf einen neuen Rekord zu.

Keystone

Der Schweizer Baumeisterverband (SBV) nennt in einer Mitteilung vom Mittwoch Nachholeffekte aus dem Corona-Jahr als Grund für die starke Bautätigkeit. Diese hätten zu einem hohen Arbeitsvorrat zu Beginn dieses Jahres geführt. Allerdings sei ein Teil des Umsatzwachstums auch auf höhere Baupreise zurückzuführen. Sämtliche fünf Sparten – vom Wohnungs- bis hin zum öffentlichen Tiefbau – haben ihren Teil zum Wachstum beigetragen. Der SBV spricht vom «umsatzstärksten Quartal seit mindestens drei Jahrzehnten».

Ausserdem stieg die Beschäftigung per Ende September auf rund 91'500 Festangestellte. Auch dieser Wert befinde sich auf dem höchsten Stand seit fast 20 Jahren. Seit Anfang des Jahres wurden 6500 neue Arbeitsplätze geschaffen. Von einer Boomphase will der Verband dennoch nicht sprechen. Dies müsse wegen starker Sonder- und Nachholeffekte relativiert werden. Das Bauhauptgewerbe habe anderthalb schwache Jahre hinter sich, die von der Corona-Pandemie und massiven Preissteigerungen beim Baumaterial geprägt waren, heisst es weiter.

Trotzdem rechnet der Verband auch im vierten Quartal mit einer Bautätigkeit von rund sechs Milliarden Franken. Damit würde der Jahresumsatz wieder an das Niveau von 2019 – das bisherige Rekordjahr – herankommen und ihn eventuell gar überschreiten. Mittelfristig dürfte sich die Bauaktivität gemäss SBV wieder auf einem tieferen Niveau einpendeln. (abi)

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