Coronakrise
4,9 Millionen Franken Verlust: Implenia schüttet keine Dividenden aus

Die Verluste für das Jahr 2020 belaufen sich nicht wie angekündigt auf 70, sondern nur auf 4,9 Millionen Franken. Dennoch verzichtet Implenia auf die Ausschüttung von Dividenden.

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Belastete Bilanz: Wertberichtigungen drückten das Ergebnis der Implenia 2020 in den roten Bereich. (Symbolbild)

Belastete Bilanz: Wertberichtigungen drückten das Ergebnis der Implenia 2020 in den roten Bereich. (Symbolbild)

Keystone

(wap) Die Coronakrise hat den Baukonzern Implenia rund 10 Prozent des Umsatzes gekostet. Dies geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Medienmitteilung hervor. Demnach ist der Umsatz 2020 von 4,4 Milliarden auf 3,9 Milliarden Franken gesunken. Der Rückgang sei «im Wesentlichen durch Covid-19 verursacht», so die Implenia.

Der operative Gewinn (EBITDA) 2020 wird auf -4,9 Millionen Franken beziffert. Dabei sei die operative Leistung von 163,5 Millionen Franken durch Wertberichtigungen und Rückstellungen für Restrukturierungskosten stark beeinträchtigt worden. Der vorliegende Verlust ist dennoch deutlich kleiner, als das Unternehmen noch im Oktober befürchtet hatte: Damals war von einem Verlust von 70 Millionen Franken die Rede. In der Folge hatte Implenia ein massives Sparprogramm mit 750 Entlassungen angekündigt, mit dem bis 2023 jährlich 50 Millionen Franken eingespart werden sollen.

Die Prognose sei dennoch positiv, heisst es in der Mitteilung. So sei es gelungen, sich auf Aufträge von hoher Qualität zu fokussieren, auch bleibe die Finanzierung des Unternehmens solide. Für 2021 rechnet Implenia mit einem EBIT von über 100 Milliarden Franken, die EBIT-Zielmarge liegt bei 4,5 Prozent. Angesichts der Ergebnisse 2020 beantragt der Verwaltungsrat aber, dieses Jahr auf die Ausschüttung einer Dividende zu verzichten. Der Verwaltungsrat wolle «das Unternehmen für die Zukunft stärken und die Interessen seiner Aktionäre schützen», so die Begründung.