Banken
Nach erfolgreichem Geschäftsjahr: Boni der UBS-Spitze steigen weiter an

Die Vergütung der UBS-Spitze ist letztes Jahr um 10 auf 116 Millionen Franken gestiegen. Während CEO Sergio Ermotti zum Abschied noch einmal mehr verdiente, bleibt Präsident Axel Webers Lohn konstant.

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Gut bezahlt: Verwaltungsratspräsident Axel Weber (l.) und der neue CEO Ralph Hamers (r.) (Archivbild)

Gut bezahlt: Verwaltungsratspräsident Axel Weber (l.) und der neue CEO Ralph Hamers (r.) (Archivbild)

Keystone

(wap) Am meisten Geld erhielt 2020 der bisherige CEO Sergio Ermotti. Er war bis Ende Oktober verantwortlich für die Konzernleitung und danach bis Ende Jahr in beratender Funktion tätig. Ermotti hat fürs letzte Jahr 2,8 Millionen Franken Fixlohn und dazu Boni in der Höhe von 10,5 Millionen Franken erhalten. Insgesamt bezahlt die UBS ihrem langjährigen CEO damit für sein letztes Jahr 13,3 Millionen Franken. 2019 hatte er noch 12,5 Millionen erhalten. Ermotti habe das Unternehmen erfolgreich durch das schwierige Covid-19-Jahr geführt, so die Begründung im Geschäftsbericht. Ermotti hatte in den Jahren 2015 bis 2018 deutlich über 13 Millionen Franken verdient, 2015 hatte er es gar auf 14 Millionen Franken gebracht.

Sein Nachfolger Ralph Hamers hat 2020 von der Grossbank 1,2 Millionen Fixlohn und drei Millionen Franken als «Performance Award» erhalten. Die Schweizer Grossbank bezahlt ihm damit 4,2 Millionen Franken für die ersten vier Monate, dies obwohl Hamers erst seit dem 1. November effektiv die Führung des Unternehmens innehat. Verwaltungsratspräsident Axel Weber erhält zusätzlich zu seinem Fixlohn von 3,5 Millionen Franken Aktien im Wert von 1,4 Millionen Franken und 98'000 Franken Nebenleistungen. Insgesamt kann er damit letztes Jahr 5,2 Millionen Franken verbuchen. 2019 war der Betrag gleich hoch.

Der konzernweite Pool für Boni steigt um 24 Prozent auf 3,3 Milliarden Franken. Dies als Folge des guten Geschäftsgangs: Bereits im Januar hatte die UBS mitgeteilt, dass «alle Finanzziele erreicht oder übertroffen» worden seien. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis sei mit 73 Prozent das tiefste seit 2006. Der Reingewinn der Schweizer Grossbank belief sich 2020 auf rund 6,6 Milliarden Dollar. Davon profitieren sollen auch die Aktionäre: Vorgeschlagen wird eine Dividende von 0,37 Dollar pro Aktie. Darüber entscheiden wird am 8. April die Generalversammlung.