Aussenhandel
An Schwung verloren: Schweizer Exporte sinken im Oktober

Der schweizerische Aussenhandel ist ins Stocken geraten. Im Oktober sanken die Exporte. Grund dafür ist die Pharmabranche. Auch die Importe gingen zurück.

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Der Import und Export von chemisch-pharmazeutischen Produkten sank im Oktober. (Symbolbild)

Der Import und Export von chemisch-pharmazeutischen Produkten sank im Oktober. (Symbolbild)

Keystone

Die Exporte sanken im Oktober gegenüber dem Vormonat um 1,4 Prozent, die Importe um 2,3 Prozent. Trotzdem befinden sich die Exporte noch immer im Aufwärtstrend – wenn auch abgeflacht, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Donnerstag mitteilte. Die Importe tendieren dagegen seit April zur Stagnation. Die Handelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 4,4 Milliarden Franken – und damit im Rahmen der Vormonate.

Vor allem Nordamerika verzeichnete mit über 10 Prozent einen Nachfragerückgang nach Schweizer Gütern. Die Exporte nach Asien stagnierten, der Versand nach Europa wuchs um 3,3 Prozent. Beim Import ist es genau umgekehrt: Während die Einfuhren aus Europa und Asien zurückgingen, nahmen die Bezüge aus Nordamerika zu.

Grund für den Export-Rückgang sind die chemisch-pharmazeutischen Produkte. Der Versand der umsatzstärksten Branche ging innerhalb eines Monats um 317 Millionen Franken oder 2,8 Prozent zurück. Zulegen konnten dagegen die Bijouterie und Juwelierwaren mit 233 Millionen. Noch immer im Aufwärtstrend befinden sich gemäss EZV die Exporte von Uhren, die um 2,2 Prozent respektive 43 Millionen Franken zulegen konnten. (abi)

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