Arbeitskräfteerhebung
Erholung nach Coronaschock: Es wird fast wieder so viel gearbeitet wie vor der Krise

Im zweiten Quartal des laufenden Jahres ist in der Schweiz fast wieder so viel gearbeitet worden wie vor Ausbruch der Coronapandemie. Die Zahl der Arbeitstätigen nahm im zweiten Quartal nur minim zu.

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Erwartungsgemäss ist die geleistete Arbeitszeit in der Gastronomie wieder massiv gestiegen. Und auch die Zahl aller Erwerbstätigen steigt.

Erwartungsgemäss ist die geleistete Arbeitszeit in der Gastronomie wieder massiv gestiegen. Und auch die Zahl aller Erwerbstätigen steigt.

Pius Amrein

Konkret ist die Zahl der Erwerbstätigen im zweiten Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,5 Prozent gestiegen. Damit gingen 5,012 Millionen Personen in der Schweiz einer Erwerbsarbeit nach, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilt. Personen in Kurzarbeit werden dabei zu den Erwerbstätigen gezählt, sofern sie nicht länger als drei Monate abwesend sind. Während die Erwerbstätigkeit bei Männern wie Frauen etwa gleich stark anstieg, nahm der Anteil der schweizerischen Erwerbstätigen um 1,1 Prozent stärker zu während jener der Ausländer um 0,9 Prozent sank.

Ein massiver Anstieg um 9,9 Prozent gab es derweil bei der effektiv geleisteten wöchentlichen Arbeitszeit. Damit habe dieser Wert «nahezu das Niveau von vor der Covid-19 Pandemie» wieder erreicht, schreibt das BFS. Die Arbeitszeit sei dabei in allen Wirtschaftszweigen gestiegen – mit Ausnahme der Branche «Land- und Forstwirtschaft». Diese sank gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent, weil die Arbeitszeit in der Krise hoch geblieben war. Am stärksten gestiegen ist die Arbeitszeit derweil in der Branche «Gastgewerbe und Beherbergung» (72,4 Prozent), gefolgt von den Branchen «Kunst, Unterhaltung, private Haushalte und sonstige» (33,4 Prozent) sowie «Handel, Reparaturgewerbe» (12,9 Prozent). (sat)

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