Wilderei
Erneut Kugelreste in einem überfahrenen Luchs gefunden

Die Autopsie zeigt es: In einem in der Walliser Gemeinde Sembrancher überfahrenen Luchs gab es Metallsplitter von einer Gewehrkugel. Nun reichen die Behörden Strafanzeige ein.

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Im Wallis wurde erneut ein Luchs angefahren und getötet, in dessen Körper sich Spuren einer Kugel fanden. (Archivbild)

Im Wallis wurde erneut ein Luchs angefahren und getötet, in dessen Körper sich Spuren einer Kugel fanden. (Archivbild)

Keystone

Kürzlich wurde auf der Strasse des Grossen St. Bernhard bei Trappistes in der Gemeinde Sembrancher ein toter Luchs gefunden. Nun hat die Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere (DJFW) den vorläufigen Autopsiebericht erhalten. Dieser zeigt: Obwohl die Todesursache des Tieres auf mehrere durch den Verkehrsunfall verursachte Frakturen zurückzuführen war, wurden im Körper auch Metallsplitter gefunden, wie der Kanton am Donnerstag mitteilte. Diese stammen «höchstwahrscheinlich von einem früheren Einschlag einer Gewehrkugel».

Das DJFW wird deshalb bei der Staatsanwaltschaft eine Strafanzeige gegen Unbekannt einreichen. Die Walliser Behörden bekräftigen, dass sie jegliche Art der Wilderei verurteilen. Der Luchs sei eine streng geschützte Tierart und dessen Wilderei ein Vergehen, das von Amtes wegen verfolgt werde.

Bereits Anfang November wurde im Kanton Wallis auf der Autobahn A9 ein überfahrener Luchs gefunden, der wohl ebenfalls angeschossen worden ist. Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch in diesem Fall. (abi)

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