Urteil
Fall Ganterschwil: Mörder muss 19 Jahre ins Gefängnis

Das St. Galler Kantonsgericht hat den Haupttäter im Fall Ganterschwil wegen Mordes zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 19 Jahren verurteilt. Auch der Mitbeschuldigte muss ins Gefängnis.

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Der Mord geschah am 9. September 2015 im Gebiet Lochermoos in Ganterschwil. Nun hat das St. Galler Kantonsgericht das erstinstanzliche Urteil bestätigt.

Der Mord geschah am 9. September 2015 im Gebiet Lochermoos in Ganterschwil. Nun hat das St. Galler Kantonsgericht das erstinstanzliche Urteil bestätigt.

Keystone

(KG/mlb/abi) Nach dem Schuldspruch des Kreisgerichts Toggenburg im Frühjahr 2020 hat nun auch die nächsthöhere Instanz, das Kantonsgericht St. Gallen, den Angeklagten des Mordes für schuldig gesprochen. Das Kantonsgericht bestätigte zudem das vom Kreisgericht festgelegte Strafmass: 19 Jahre unbedingte Freiheitsstrafe für den Mörder, deren vier für seinen Komplizen, der sich der Gehilfenschaft zu vorsätzlicher Tötung schuldig gemacht hatte. Zudem müssen sie die Verfahrenskosten in Höhe von über 250'000 Franken bezahlen. Das teilte das Kantonsgericht St. Gallen am Donnerstag mit. Der Entscheid ist noch nicht rechtskräftig.

Gemäss Anklage soll der Haupttäter am 9. September 2015 in Ganterschwil auf den Lebenspartner seiner Bekannten und zeitweiligen Freundin geschossen, mit einem Messer eingestochen und diesen tödlich verletzt haben. Der zweite Beschuldigte soll zu dieser Tat durch Fahrdienste und Überreichung des Messers Hilfe geleistet haben. Daneben legte die Staatsanwaltschaft beiden Beschuldigten weitere Delikte zur Last, wie es im Communiqué heisst.

Beide Parteien mit erstinstanzlichem Urteil nicht zufrieden

Das Kreisgericht Toggenburg verurteilte den Haupttäter erstinstanzlich unter anderem wegen Mordes zu einer Freiheitsstrafe von 19 Jahren. Den zweiten Beschuldigten sprach das Kreisgericht unter anderem wegen Gehilfenschaft zu vorsätzlicher Tötung schuldig und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren sowie zu einer bedingten Geldstrafe. Gegen diese Entscheide erhoben die Staatsanwaltschaft und die beiden Beschuldigten Berufung respektive Anschlussberufung.

Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Erhöhung der Freiheitsstrafen auf 20 Jahre für den Haupttäter beziehungsweise auf sechs Jahre für den Gehilfen. Die Beschuldigten ihrerseits verlangten die Einstellung des Verfahrens respektive vollumfängliche Freisprüche.