Strassenverkehr
Ferien am Meer: Darum droht im Sommer ein Verkehrskollaps

Wer im Sommer mit dem Auto in Richtung Süden fährt, wird dieses Jahr besonders viel Sitzleder brauchen. Der TCS rechnet mit so viel Verkehr wie nie zuvor. Zur Geduldsprobe könnte auch eine Autopanne werden.

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Die Blechlawine vor dem Gotthard ist ein altbekanntes Bild.

Die Blechlawine vor dem Gotthard ist ein altbekanntes Bild.

Keystone

Ferienbeginn ist Stauzeit: Das dürfte sich auch dieses Jahr bewahrheiten. Zumindest, wenn man TCS-Generaldirektor Jürg Wittwer glauben schenken mag. «Wir gehen davon aus, dass Ferien mit dem Auto diesen Sommer populärer sind denn je», sagt er im Interview mit der «SonntagsZeitung». Besonders betroffen seien die Mittelmeerländer Frankreich, Italien, Portugal und Spanien. Probleme geben werde es wohl auch in Kroatien.

Wittwer macht zwei Gründe aus für den herausfordernden Sommer. Beide hängen mit Corona zusammen. «Die Schweizerinnen und Schweizer wollen endlich wieder reisen.» Gemäss einer TCS-Umfrage seien 70 Prozent der Bevölkerung der Ansicht, dass es – trotz Pandemie – sicher sei, im Ausland Ferien zu machen. Laut Wittwer meiden jedoch noch viele Menschen öffentliche Verkehrsmittel. Komme hinzu, dass an zahlreichen Flughäfen Chaos herrsche und Flüge gestrichen würden.

Überlastete Pannendienste

Das hohe Verkehrsaufkommen könnte sich auch noch in anderer Hinsicht bemerkbar machen. Der TCS-Chef warnt vor überlasteten Pannendiensten. Garagen und Abschleppdienste würden über zu wenig Personal verfügen, um den Ansturm zu bewältigen. Besonders kritisch sei die Situation in Italien. «Es kann locker bis zu vier Stunden dauern, bis Hilfe kommt», so Wittwer.

Um Pannen zu verhindern, empfiehlt er einen eingehenden Check des Autos. Auch solle nicht bis zum letzten Tropfen gewartet werden, bevor man eine Tankstelle aufsuche. Laut Wittwer ist fehlendes Benzin ein häufiger Pannengrund. (rwa)