Legehennen
Newcastle-Krankheit eingedämmt: Jura hebt Massnahmen auf

Der Kanton Jura hebt nach Rücksprache mit dem Bund die Massnahmen zur Eindämmung der Newcastle-Krankheit auf. Diese wurden im März ergriffen, als die Seuche in einem Geflügelbetrieb bei Delémont ausgebrochen ist.

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Nachdem die Newcastle-Krankheit bei Delémont eingedämmt wurde, fallen die Schutzmassnahmen in der Umgebung des Geflügelbetrieb weg. (Symbolbild)

Nachdem die Newcastle-Krankheit bei Delémont eingedämmt wurde, fallen die Schutzmassnahmen in der Umgebung des Geflügelbetrieb weg. (Symbolbild)

Severin Bigler

Proben aus den Schutz- und Überwachungszonen zeigen, dass sich die Newcastle-Krankheit nicht weiter ausbreiten konnte. Aus diesem Grund sind nun auch keine Massnahmen mehr zum Schutz vor der Weiterverbreitung der Tierseuche mehr nötig, schreiben der Kanton und das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) am Mittwoch in einer Mitteilung.

Mittlerweile ist auch klar, wie die Krankheit in den betroffenen Betrieb eingeschleppt wurde: Strassentauben waren dafür verantwortlich. Ende Januar ist im Kanton Zürich ebenfalls ein Fall der Newcastle-Krankheit aufgetreten. Diese konnte durch Schutzmassnahmen ebenfalls eingedämmt werden. Gemäss Bund und Kanton gibt es aber keine Hinweise darauf, dass ein Zusammenhang mit dem Fall im Jura besteht.

Im März hat der Veterinärdienst des Kantons Jura den von der Krankheit betroffenen Betrieb in Develier per sofort gesperrt. Zudem ist um den Betrieb eine Schutz- und eine Überwachungszone eingerichtet worden. Um eine Weiterverbreitung der Tierseuche zu verhindern, wurden 15’000 Legehennen getötet. Für die Tiere hat die Newcastle-Krankheit schwere gesundheitliche Folgen. Bei Menschen kann in seltenen Fällen, in denen die Personen direkten und sehr engen Kontakt zu kranken Tieren hatten, eine Bindehautentzündung auftreten. Der Verzehr von Geflügelfleisch oder Eiern ist für Menschen dagegen unbedenklich. (dpo)