Kanton Bern
Zu viele Nutztiere gerissen: Wildhüter erschiessen Wölfin F78

Jäger haben im Kanton Bern eine Wölfin erlegt, bei der es sich wohl um die Wölfin F78 handelt. Das Berner Jagdinspektorat hat zuvor den Abschuss des Tiers angeordnet.

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F78 hat zu viele Nutztiere gerissen, wurde deshalb zum Abschuss freigegeben und nun getötet. (Symbolbild)

F78 hat zu viele Nutztiere gerissen, wurde deshalb zum Abschuss freigegeben und nun getötet. (Symbolbild)

AP

(keg) Die Wildhüter des Kantons Bern haben am Sonntag in der Region Gürbetal/Gantrisch einen weiblichen Wolf erlegt. Das Tier versuchte, in eine geschützte Nutztierherde einzudringen. Der Kadaver wurde zur Untersuchung ins Tierspital der Universität Bern gebracht, aber es ist davon auszugehen, dass es sich dabei um die Wölfin F78 handelt. Dies teilt die Umweltdirektion des Kantons Bern am Montag mit. Das Jagdinspektorat hatte zuvor am 19. Februar deren Abschuss verfügt.

Zu viele Tiere gerissen

Insgesamt gehen 29 Vorfälle auf das Konto der Wölfin: Sie riss 32 Tiere, 20 mussten getötet werden und 4 gelten als vermisst. Für das Abschusskontingent zählten gemäss dem Jagdinspektorat 22 gerissene und 14 notgetötete Tiere. Nicht zum Kontingent zählen die Nutztiere, die nicht genug geschützt waren, obwohl schon früher ein Wolf in der Gemeinde unterwegs war. Die Abschussbewilligung von Wölfin F78 lief bis Ende März.