Gehörlose
Nach Federer, Berset und Greta: Coronavirus ist die Gebärde des Jahres

Der Schweizerisches Gehörlosenbund hat die Gebärde des Jahres erkoren. Es ist jene für das Coronavirus. Die Wahl sei praktisch unbestritten gewesen.

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Die Gebärdensprache entwickelt sich immer weiter. Jedes Jahr kommen neue Begriffe dazu. (Symbolbild)

Die Gebärdensprache entwickelt sich immer weiter. Jedes Jahr kommen neue Begriffe dazu. (Symbolbild)

Keystone

(mg) Der Schweizerische Gehörlosenbund hat die Gebärde des Jahres gewählt: Es ist – wenig überraschend – jene für das Coronavirus, wie der Gehörlosenbund am Dienstag mitteilt. Diese sehe folgendermassen aus: «Die Form des Virus wird angedeutet, indem eine Hand mit der Faust den runden Körper bildet, und die gespreizten Finger der anderen Hand symbolisieren die Stacheln». Das schnelle Aufspreizen der Finger zeige dabei die rasche Ausbreitung des Virus, wie es in der Mitteilung heisst.

Die Gebärde für das Virus sei praktisch rund um den Globus bis auf kleine Abweichungen identisch, so der Gehörlosenbund. In den vergangenen Jahren waren die Gebärden des Jahres «Trump» (2016), «Roger Federer» (2017), «Alain Berset» (2018) und «Greta Thunberg» (2019). «Gebärdensprachen sind wie alle anderen Sprachen immer mit dem Zeitgeschehen verbunden und sie entwickeln sich ständig weiter», lässt sich Tatjana Binggeli, Präsidentin des Schweizerischen Gehörlosenbundes, in der Mitteilung zitieren.