Coronapandemie
Nach Studentenparty in Sitten: Walliser Polizei verzeigt elf Personen

Am Gründonnerstag haben 300 Studierende auf dem Hauptplatz in Sitten gefeiert. Für einige hat das nun ein Nachspiel. Die Polizei hat auch den Initiator ermittelt. Am Anfang stand eine Wette.

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Die Place de la Planta mutierte zum Partyort – bis die Polizei eingriff. (Archivbild)

Die Place de la Planta mutierte zum Partyort – bis die Polizei eingriff. (Archivbild)

Keystone

(rwa) 300 Studierende hatten es sich am Gründonnerstag nicht nehmen lassen, eine Party zu feiern. Trotz Pandemie versammelten sie sich abends auf der Place de la Planta – direkt gegenüber dem Regierungsgebäude. Als sich die Feiernden uneinsichtig zeigten, griff die Polizei ein, um den nicht bewilligten Anlass aufzulösen. Dabei mischten sich Randalierer unter die Menge, um Unruhe zu stiften. Die Polizei verhaftete sieben Personen, weil sie Gegenstände in Richtung der Beamten geworfen hatten.

Nun haben die Behörden weitere Unruhestifter ermittelt. Bislang identifizierte die Polizei elf Personen und verzeigte sie bei der Staatsanwaltschaft, wie sie am Freitag mitteilte. Dabei handelt es sich um Personen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren mit Wohnsitz im Wallis. Das mögliche Strafmass umfasst eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe. Bei den Minderjährigen ist die Leistung einer Sozialarbeit, eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr denkbar.

Verantworten muss sich auch der Initiator der Party. Der 18-jährige Walliser hat zugegeben, eine Wette eingegangen zu sein. Falls er es schaffe, mehr als 600 Menschen in Sitten zu versammeln, werde er sich die Schlösser der Hauptstadt tätowieren lassen. Mit seinem Handeln nahm er es laut Polizei in Kauf, gegen die Hygiene- und Verhaltensregeln zu verstossen.