WM-Qualifikation
Biedere Niederländer sichern Platz eins, Türkei geht in die Playoffs

Der Niederlande genügt ein müdes 2:0 gegen Norwegen, um die direkte Qualifikation für Katar abzusichern. Die Skandinavier müssen die Segel streichen, weil die Türkei gleichzeitig in Montenegro gewinnt.

Dan Urner
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Die Niederlande gewann gegen Norwegen mit 2:0.

Die Niederlande gewann gegen Norwegen mit 2:0.

Keystone

Der mit Spannung erwartete Dreikampf in Gruppe G der WM-Qualifikation ist zum Langweiler verkommen. Die Niederlande siegten in einer gänzlich unspektakulären Partie mit 2:0 gegen Norwegen und sind direkt qualifiziert. Die Skandinavier müssen hingegen die Segel streichen. Und so sicherte sich die vor Kurzem noch abgeschriebene Türkei durch einen 2:1-Erfolg in Montenegro Platz zwei und damit die Teilnahme an den Playoffs.

Die Niederländer traten meist spielbestimmend auf; wohl auch, um keinen Zweifel aufkommen zu lassen, dass sie ein Horrorszenario wie 2018 zu vermeiden suchen. Damals hatte «Oranje» die Teilnahme an der WM in Russland verpasst. Die Gastgeber blieben zugleich offensiv meist harmlos. Norwegen hielt sich wider Erwarten auffällig zurück – dabei waren sie durch die ungünstige Ausgangslage eigentlich zur Initiative gezwungen. Es entwickelte sich eine zumeist trostlose Angelegenheit, die der Bedeutung der Partie nicht gerecht wurde. Mit ihren späten Toren machten Steven Bergwijn (84.) und Memphis Depay (90.+1) alle norwegischen Hoffnungen zunichte.

Die Türkei liess sich in Montenegro auch durch einen Fehlstart nicht vom Weg abbringen. Fatos Beqiraj brachte die Hausherren nach einem türkischen Ballverlust früh in Führung (4.), Kerem Aktürkoğlu egalisierte in der 22. Minute. Der eingewechselte Orkun Kökçü brachte die von Stefan Kuntz trainierten Türken auf die Siegerstrasse (60.).

Playoffs steigen im März

Die Gruppenphase der europäischen WM-Qualifikation gehört damit der Vergangenheit an. Direkt qualifiziert sind nebst den Niederlanden und der Schweiz auch die Teams aus Belgien, Dänemark, Deutschland, England, Frankreich, Kroatien, Serbien und Spanien. Um die übrigen drei Startplätze für das umstrittene Turnier in Katar duellieren sich die Ukraine, Italien, Nordmazedonien, Österreich, Polen, Portugal, Russland, Schottland, Schweden, Tschechien, der Türkei und Wales. Diese zwölf Mannschaften werden Ende Monat in drei Turnierbäume mit je vier Teams gelost, nur der jeweilige Sieger ist startberechtigt. Die Playoffs gehen im kommenden März vonstatten.