Super League
FC Basel trotzt den Young Boys einen Punkt ab – St.Gallen verliert das Verfolgerduell gegen Servette

Nach einer turbulenten Woche feiert der FC Basel einen Teilerfolg. Gegen Meister YB holen die Basler dank einer kämpferischen Leistung einen Punkt. Der FC St. Gallen verliert derweil das Heimspiel gegen Servette 0:1. Und Lausanne distanziert nach dem 3:0 in Vaduz die Liechtensteiner.

Sportredaktion Aktualisiert
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23. Runde, 3./4. März 2021

Basel - Young Boys 1:1 (1:1)

Darian Males bringt den FCB herrlich in Führung.

Darian Males bringt den FCB herrlich in Führung.

Georgios Kefalas / KEYSTONE

(rg) Es ist eine gewisse Ratlosigkeit, die den FC Basel derzeit umschwirrt. Wie sieht die Zukunft des einstigen Ligakrösus aus? Wie geht es mit dem suspendierten Valentin Stocker weiter? Bleibt der Klub in Basler Händen? Wie reagiert das Team auf die grossen Diskussionen?

Die Ratlosigkeit ist auch nach dem Schlusspfiff in der Partie gegen die Young Boys den Basler Akteuren ins Gesicht geschrieben. Ein 1:1 hat das Team erreicht und damit mehr als die meisten Fans erwartetet haben. Bei der Art und Weise des Erfolgs bleiben aber viele Fragzeichen an der spielerischen Qualität des Teams bestehen. Kämpferisch überzeugt Basel, nach diesem Unentschieden wäre es aber vermessen von einem Neustart in Basel zu sprechen.

YB, der Dominator der Liga und auch in dieser Partie deutlich feldüberlegen, kann mit dem Remis derweil kaum zufrieden sein. Zumal man sich im ersten Durchgang teilweise in einer Cuppartie wähnt, in der der Unterklassige mit Mann und Maus in der eigenen Hälfte verteidigt. Und wenn es zählt, ist das bessere Team dennoch da. Als Basel entgegen dem Spielverlauf in Führung geht, braucht YB nur fünf Minuten, um die Partie auszugleichen.

Hätte YB das Tempo aus der ersten Halbzeit auch in den zweiten Umgang mitnehmen können, ein Sieg der Berner wäre die logische Folge gewesen. Doch dem Schweizer Meister, der sich in den letzten Wochen in bestechender Form präsentiert hatte, fehlen die Rezepte, die Aktionen sind zu wenig zwingend. Viel zu oft wird eine Flanke geschlagen, die auffällig oft Timm Klose wegverteidigen kann. Und so bleibt das Tor von Sandro Lauper in der 26. Minute das einzige Highlight aus Berner Sicht.

Basel dagegen verteidigt tief, versucht es mit langen Bällen auf die einzige Spitze Cabral. Es wirkt häufig ängstlich und passiv. Wirklich Mut hat nur einer in Rotblau an diesem Abend: Darian Males. Der ehemalige Luzern-Spieler und Leihgabe von Inter Mailand zieht nach zwanzig Minuten aus der zweiten Reihe ab und trifft traumhaft zur überraschenden Führung. In der zweiten Hälfte agieren die Basler ein bisschen mehr und kommen zu Möglichkeiten. Cabral lässt die besten zwei davon liegen.

Und so weiss beim FC Basel niemand, ob man glücklich sein soll. Der neue Captain Pajtim Kasami sagt gegenüber «SRF»: «Es war eine solide Leistung in einer sehr schwierigen Situation. Wir haben uns den Punkt erarbeitet.»

Ob dies die Fans ruhig stimmt? Schon Stunden vor dem Spiel ist auf dem Barfüsserplatz in Basel einiges los. Dort, wo früher die Meistertitel bejubelt wurden, haben FCB-Fans ein Mahnmal errichtet. Dies aus Sorge, dass der Verein bald in ausländischer Hand sein könnte. Zumindest diese Angst ist ein wenig Hoffnung gewichen: David Degen, der nach Basler Geldgeber sucht, soll gemäss Handeszeitung auf gutem Weg sein. Das Blatt nennt folgende Namen: Hedge-Fond-Pionier Rainer Marc Frey, der ehemalige Fifa-Mann Domenico Scala, Ex-CEO der Straumann Group Marco Gadola sowie Ex-Botschafter Thomas Borer.

Telegramm

Tore: 20. Males 1:0. 26. Lauper 1:1.

Vaduz - Lausanne 0:3 (0:1)

Jonathan Bolingi bedankt sich bei Flankengeber Suzuki und jubelt über sein erstes Tor für Lausanne.

Jonathan Bolingi bedankt sich bei Flankengeber Suzuki und jubelt über sein erstes Tor für Lausanne.

Keystone

(sim) Im Rheinpark Stadion sind erst wenige Minuten gespielt, als es zum ersten Mal scheppert. Lausanne-Verteidiger Nikola Boranijasevic schiesst aus grosser Distanz, Vaduz-Goalie Benjamin Büchel streckt sich und lenkt den Ball an den Pfosten. Es ist ein vielversprechender Auftakt in dieses Duell der Aufsteiger. Doch in der Folge sollte es nicht gleich chancenreich weitergehen. Linus Obexer prüft einmal Lausanne-Goalie Mory Diaw mit einem Schuss von der Strafraumgrenze. Und nach einer halben Stunde kann Cameron Puertas nicht von einem indirekten Freistoss profitieren, nachdem Büchel einen Rückpass in die Hände genommen hatte.

Das Glanzlicht der ersten Halbzeit setzt Jonathan Bolingi. Der Kongolese, der erst vor kurzem aus Antwerpen nach Lausanne ausgeliehen worden war, traf mit einem Kopfball nach einer Flanke von Toichi Suzuki, der ebenfalls erst im Januar zu den Waadtländern gestossen war. Zum Zeitpunkt des Treffers spielten die Vaduzer mit einem Mann weniger, nachdem sich Verteidiger Yannick Schmid verletzt, Trainer Giorgio Contini aber noch keine Auswechslung hatte tätigen können.

Nach Wiederanpfiff prüft Tunahan Cicek Diaw wiederum mit einem Distanzversuch, was lange Zeit die beste Chance auf den Ausgleich für den FCV bleiben sollte. Bis in die 82. Minute, als Pius Dorn völlig freistehend im Strafraum der Lausanner zum Abschluss kommt. Diaw reagiert glänzend mit dem Fuss und ebnet seinem Team somit den Weg zum dritten Sieg im dritten Duell gegen die Liechtensteiner. In den Schlussminuten beweisen die Romands dann Kaltblütigkeit bei Kontern. Zuerst feiert mit Marc Fred Tsoungui ein weiterer Spieler seine Torpremiere, und nur wenig später sorgt Lucas Da Cunha für den 3:0-Schlussstand.

Damit schafft sich Lausanne ein Polster von acht Punkten auf die Vaduzer, die es verpasst haben, das Tabellenende erstmals seit Dezember zu verlassen.

Telegramm

Tore: 44. Bolingi 0:1. 95. Tsoungui 0:2. 96. Da Cunha 0:3.

St. Gallen - Servette 0:1 (0:1)

Grejohn Kyei, hier im Zweikampf mit Betim Fazliji, gelingt das einzige Tor der Partie.

Grejohn Kyei, hier im Zweikampf mit Betim Fazliji, gelingt das einzige Tor der Partie.

Marc Schumacher / freshfocus

(ibr) Servette Genf gewinnt das Verfolgerduell gegen den FC St.Gallen mit 1:0. Die Genfer schliessen durch diesen Auswärtssieg in der Tabelle zu den Ostschweizern auf. St.Gallen liegt zwar weiterhin auf Rang drei - jedoch nur noch aufgrund der besseren Tordifferenz.

Mann des Spiels war der robuste Genfer Stürmer Grejohn Kyei. Er erzielte in der 29. Minute das einzige Tor des Abends im Kybunpark. Nach einem Freistoss stieg Kyei im Zweikampf mit dem St.Galler Leonidas Stergiou ein wenig höher. Der 19-Jährige fälschte die Hereingabe von Théo Valls zwar noch ab, doch Kyei köpfelte den Ball dennoch in die entfernte hohe Ecke. Lawrence Ati Zigi im St.Galler Tor war machtlos.

Die Ostschweizer Defensive bekam Kyei, der seinen neunten Saisontreffer erzielte, bis zu seiner Auswechslung nie in den Griff. Zwar agierten die St.Galler im Ballbesitz dominant, Torgefahr entwickelten sie jedoch zu selten. Ganz anders Servette: Das Trio Kyei, Kastriot Imeri und Miroslav Stevanovic harmonierte und kam immer wieder zu aussichtsreichen Gelegenheiten. Meistens nach Gegenstössen.

Auch in der zweiten Halbzeit war St.Gallen spielbestimmend, Genf hingegen spielte gradlinig und stand hinten sicher. Der eingewechselte St.Galler Neuzugang Junior Adamu deutete sein grosses Potenzial zwar an, doch auch der 19-jährige Österreicher reüssierte nicht. Insgesamt fehlte dem Heimteam die Durchschlagskraft im letzten Drittel.

Eine strittige Szene ereignete sich in der 68. Minute, als der Genfer Gaël Ondua nach einem Foul von hinten mit Rot vom Platz geschickt wurde. Schiedsrichter Lukas Fähndrich nahm den Entscheid nach Konsultation der Videobilder wieder zurück. So beendete Genf die Partie mit elf Mann und St.Gallen entging ein fast 20-minütiges Überzahlspiel.

Telegramm

Tor: 29. Kyei 0:1.

22. Runde, 27./28. Februar 2021

Sion - Vaduz 0:2 (0:0)

Gabriel Lüchingers Penaltytor in der 73. Minute war der Dosenöffner für die Vaduzer.

Gabriel Lüchingers Penaltytor in der 73. Minute war der Dosenöffner für die Vaduzer.

Freshfocus

(frh) Fabio Grosso und sein FC Sion standen vor dem Heimspiel gegen den FC Vaduz gehörig unter Druck. Eine Niederlage und das Tabellenschlusslicht zöge punktemässig gleich.

Es lag also Spannung über diesem Kellerduell, in welchem Anto Grgic, seit Wochen der beste Sittener, in der 7. Minute die grosse Chance besitzt, die Nerven seines Trainers zu beruhigen. Doch der Mittelfeldspieler hat bei seinem Dropkick zu viel Rücklage, der Ball geht deutlich über den Querbalken. Grosso tigert derweil nervös in seiner Coaching-Zone auf und ab.

Die Gäste indes kommen, wenn überhaupt, dann nach Standardsituationen zu seltenen Möglichkeiten. In der Luft ist Vaduz wie so häufig in dieser Saison überlegen, doch es fehlt die Genauigkeit. Zweikämpfe und Fouls prägen die Partie, Spielfluss kommt nur selten auf. Gefühlt werden so viele ruhende Bälle geschlagen wie in allen anderen Super-League-Partien an diesem Wochenende zusammengenommen. Abstiegskampf eben.

Im zweiten Umgang drücken dann plötzlich beide Teams aufs Gas, das Tempo wird höher. Erst feuert Obexer ein Geschoss aufs Gehäuse der Sittener, wenig später lenkt der Vaduzer Goalie Büchel einen Schuss von Tosetti phänomenal an den Pfosten und hält seine Mannschaft im Spiel.

Der Führungstreffer fällt im Anschluss auf der Gegenseite: Weil Sion-Akteur Bamert seinen Gegenspieler am Trikot zieht, gibt es Elfmeter. Den verwandelt Lüchinger souverän zum 1:0. Und als wäre ein Penalty nicht genug, gibt es in der Nachspielzeit den nächsten. Wieder heisst der Unglücksrabe Bamert, dieses Mal berührt er den Ball unerlaubterweise mit der Hand. Coulibaly lässt sich die Chance nicht entgehen und stellt auf 2:0. Vaduz gewinnt und rückt dem FC Sion mächtig auf die Pelle.

Telegramm

Tore: 71. Lüchinger (Foulpenalty) 0:1 90.+3 Coulibaly (Handspenalty) 0:2

Bemerkungen: 4. Gelbe Karte für Grgic (Sion), im nächsten Spiel gesperrt

Lausanne – Lugano 2:0 (1:0)

Darf zufrieden sein: Lausanne Trainer Giorgio Contini.

Darf zufrieden sein: Lausanne Trainer Giorgio Contini.

Freshfocus

(keg) So sieht Erleichterung aus! Lausanne jubelte nach dem klaren Sieg gegen Lugano ausgelassen. Und auch Trainer Giorgio Contini darf zufrieden sein. Lausanne liess Lugano keine Chance. Das Pressing war schon kurz nach dem Anpfiff stark in Richtung Lugano-Tor. Bereits nach fünf Minuten knallts am Pfosten von Keeper Noam Baumann.

Immer wieder bringt sich Lausannes Mahou in Szene. Er ist es denn auch, der nach 20 Minuten direkt abschliessen kann und den Ball unten rechts in Baumanns Tor haut. Das Heimteam übernimmt verdient die Führung. Und Lausanne bleibt weiter das dominierende Team. In der 48. Minute dann (fast) das 2:0 wiederum durch Mahou, das aber wegen Offside durch den Videoentscheid wieder gestrichen wurde. So vergeht die erste Halbzeit, ohne dass Lugano nur mit einem einzigen Schussversuch aufs Lausanner Tor in die Kabine geht. Continis Mannschaft ist aufsässig, bleibt dran und lässt die Luganesi nicht durchkommen.

Der Aufwärtstrend der letzten Meisterschaftsspiele von Lausanne-Sport bleibt also bestehen. Lugano war zu Beginn der zweiten Halbzeit also weiter gefordert. Doch schon in der 73. Minute bringen die Westschweizer die Tessiner wieder in eine brenzlige Situation. Suzuki spielt von der Seite aus einen Pass entlang der Linie zur Mitte auf Cameron Puertas, der sich den Ball angelt und zum 2:0 verwertet!

Nun musste Lugano reagieren. Die schwierige Mission, das Spiel aus Sicht von Lugano noch einmal zu drehen, hat begonnen: In der 88. Minute reagiert Lausanne-Trainer Jacobacci und wechselt Stürmer Asumah Abubakar aus. Für ihn kommt Kevin Monzialo. Doch für Lugano geht die Rechnung nicht auf. Lausanne gewinnt zum Schluss gegen die schwachen Luganesi mit 2:0. In der Tabelle wird Lausanne die Tessiner dank des besseren Torverhältnisses überholen.

Telegramm

Tore: 21. Mahou 1:0 73. Puertas Castro 2:0

Bemerkungen: keine

Luzern - Young Boys 2:2 (1:0)

Der FC Luzern und YB lieferten sich ein kämpferisches Duell, das keinen Sieger sah.

Der FC Luzern und YB lieferten sich ein kämpferisches Duell, das keinen Sieger sah.

Keystone

(jwe) Das Heimteam wird von den Gästen aus Bern von Anfang an in die Defensive gedrängt. Die Luzerner verteidigen die schnellen YB-Angriffe aber in der Startphase gut und können selber mit schnellen Gegenzügen für etwas Unruhe in der Abwehr der Berner sorgen. In der 23. Minute trifft Filip Ugrinic mit einem schönen Distanzschuss zur FCL-Führung – er kommt nach einem Einwurf von Christian Schwegler an der Strafraumgrenze an den Ball.

Nach der Führung kommt das Gästeteam von Trainer Gerardo Seoane zu einigen guten Chancen. Die YB-Akteure lassen aber die letzte Konsequenz und Präzision vermissen. Das Heimteam geht so mit einer 1:0-Führung in die Pause.

Das Spiel beginnt in der zweiten Halbzeit ausgeglichen, die besseren Aktionen in der Offensive haben die Luzerner. Sorgic hat nach 53. Minuten die beste Möglichkeit auf das 2:0. Bei YB kommen nach einer Stunde Spielzeit drei nahmhafte frische Kräfte für den Angriff aufs Feld: Christian Fassnacht, Jordan Siebatcheu und Marvin Spielmann. Es ist Fassnacht, der dann auch für den Ausgleich verantwortlich ist. Die Luzerner bringen den Ball nicht weg, der Nati-Spieler schiesst aus 16 Metern platziert und flach ins Eck.

Die Gäste drücken den FCL schon vor dem Ausgleich in die Defensive. Die Luzerner sind nach dem Gegentor mit dem Tempo von YB zunehmends überfordert und die Kräfte schwinden. Celestini bringt mit Ibrahima Ndiaye, Lorik Emini und dann auch noch Yvan Alounga ebenfalls Einwechselspieler für die Offensive aufs Feld. Es sind aber die Berner, welche den nächsten Treffer erzielen, respektive FCL-Verteidiger Stefan Knezevic mit dem Eigentor. Goalie Müller wehrt einen Schuss von YB-Akteur Lefort ab, doch der Ball springt Knezevic an den Fuss und kullert von da ins Tor.

In der sechs Minuten langen Nachspielzeit gelingt dem FCL tatsächlich noch der Ausgleich. Frydek mit dem Einwurf auf den Kopf von Goalie Marius Müller, der mit vorne dabei ist und den Ball in die Gefahrenzone bringt. Dort kommt's zum Durcheinander und am Ende schiesst Marvin Schulz das 2:2.

Telegramm

Tore: 23. Ugrinic 1:0 71. Fassnacht 1:1 87. Knezevic (Eigentor) 1:2 90.+6 Schulz 2:2

Bemerkungen: keine

St.Gallen – Basel 3:1 (1:0)

Lukas Görtler (links) brachte die St.Galler mit 1:0 in Führung. Es war der Dosenöffner für das Heimteam.

Lukas Görtler (links) brachte die St.Galler mit 1:0 in Führung. Es war der Dosenöffner für das Heimteam.

Bild: Michel Canonica

(pl) Während bei St.Gallen der 19-jährige Stürmer Junior Adamu debütiert, läuft für Basel erstmals der 18-jährige Mittelfeldspieler Matias Palacios auf. Es ist eine muntere Partie. Beide Mannschaften setzen auf die Offensive und spielen schnell in die Spitzen.

In der sechsten Minute kommen die Ostschweizer durch Neuzugang Junior zu einer ersten guten Chance. Wenig später liegt der Ball im St.Galler Tor, Schiedsrichter Sandro Schärer anerkennt den Treffer jedoch wegen eines Handspiels von Pajtim Kasami nicht.

In Anbetracht der langen Verletztenliste – dem kriselnden Gast aus Basel fehlen 15 Akteure, hinzu kommen die beiden gesperrten Fabian Frei und Eray Cömert – hält sich die Mannschaft von Trainer Ciriaco Sforza wacker. Nach einer Viertelstunde kommt Darian Males zu einer guten Möglichkeit. Nur übernimmt St.Gallen, das zuletzt beim 1:2 in Vaduz einen herben Dämpfer erlitten hat, je länger je mehr das Spieldiktat.

In der 35. Minute gehen die Ostschweizer schliesslich verdient in Führung: Lukas Görtler läuft quer durch den Sechzehnmeterraum und bezwingt Goalie Heinz Lindner im Fallen mit einem herrlichen Schlenzer.

Nach der Pause übernimmt der vierte Offizielle David Huwiler von Schärer die Spielleitung, da sich der Schiedsrichter offenbar unwohl fühlt.

Basel drückt zu Beginn der zweiten Halbzeit auf das Tempo, bleibt aber ungefährlich. St.Gallen, das nur zwei seiner letzten sieben Heimpartien für sich entscheiden konnte, ist torgefährlicher als der Gegner. In der 69. Minute fällt die Vorentscheidung: Nach einem Foul von Gonçalo Cardoso an Jérémy Guillemenot verwertet Kwadwo Duah den Penalty via Pfosten.

In der 76. Minute wird es bitter für Basel: St.Gallens Captain Jordi Quintillà packt erstmals seit langem wieder seinen Zauberfuss aus und verwertet einen Freistoss aus 18 Metern direkt zum 3:0. Das Ehrentor durch Arthur Cabral gelingt Basel erst in der Nachspielzeit.

Es ist für St.Gallen der erste Heimsieg gegen Basel seit September 2017. Damit rücken die Ostschweizer auf Rang drei vor, der Rückstand auf die Mannschaft von Ciriaco Sforza beträgt noch einen Punkt.

Telegramm

Tore: 35. Görtler 1:0. 69. Duah 2:0 (Foulpenalty). 76. Quintillà 3:0. 91. Cabral 3:1

Bemerkungen: keine

Servette - Zürich 3:1 (1:1)

Miroslav Stevanovic trifft akrobatisch zum 2:1 und leitet den Sieg für sein Team ein.

Miroslav Stevanovic trifft akrobatisch zum 2:1 und leitet den Sieg für sein Team ein.

Keystone

(frh) Der FC Zürich fällt derzeit nicht gerade mit begeisterndem Fussball auf. Bezeichnend, dass in der Partie gegen Sion am letzten Wochenende der Platzsturm von Präsidentin-Hündin Chilla die spektakulärste Spielszene war. Für Massimos Rizzos Männer gilt meist: Sie zeigen solides Handwerk, im Spiel nach vorne fehlt jedoch die Würze.

Im Auswärtsspiel bei Servette Genf aber belehrt Fabian Rohner die hiesigen Fussballbeobachter eines Besseren. In der 12. Minute fasst sich der junge Zürcher Verteidiger ein Herz und zieht von weit ausserhalb des Strafraums einfach mal ab. Sein platzierter Schuss segelt wie an der Schnur gezogen unhaltbar für Servette-Goalie Jérémy Frick ins linke obere Eck. Es ist ein 1:0, das man getrost mit dem Wörtchen «Traumtor» umschreiben darf.

Der Puls also ist schon frühzeitig in der Partie erhöht, für eine weitere Gefühlsregung sorgt Miroslav Stovanovic in der 26. Minute. Nach einem Eckball köpft der Servette-Stürmer für das Heimteam zum Ausgleich ein.

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit hätte Kyei das Spiel beinahe zugunsten der Genfer gedreht, doch der Stürmer trifft in der 49. Minute nur den Pfosten. In der 62. Minute ist es dann Stevanovic, der mit seinem zweiten Tor auf 2:1 stellt. Abermals fällt der Treffer nach einem Eckball. Dieses Mal packt der 30-Jährige die ganz feine Klinge aus und spediert den Ball per Fallrückzieher in die rechte untere Ecke. Es ist dies das zweite Prachtstor an diesem Abend.

In der Folge gibt der FCZ das Spiel vollends aus der Hand. Kryeziu reisst Rouiller fünf Zeigerumdrehungen später im Strafraum um, Theo Valls verwandelt den fälligen Elfmeter zum 3:1 für Servette. An diesem Spielstand vermögen die Gäste bis zum Schluss nichts mehr zu ändern. So bleibt das Kunststück von Fabian Rohner letztlich ohne Wert.

Telegramm

Tore: 12. Rohner 0:1 26. Stevanovic 1:1 62. Stevanovic 2:1 67. Valls (Foulpenalty) 3:1

Bemerkungen: keine

Nachtragsspiel der 17. Runde, 24. Februar 2021

Vaduz - Luzern 1:1 (0:1)

Der Luzerner Louis Schaub zelebriert in Vaduz sein Traumtor zum 1:0.

Der Luzerner Louis Schaub zelebriert in Vaduz sein Traumtor zum 1:0.

Walter Bieri/Keystone

(dw) Die Gäste aus Luzern sind in diesem Abstiegszonen-Duell während der ersten 45 Minuten das aktivere Team. Grosse Torchancen bleiben aber im ersten Umgang aus. Als Louis Schaub in der 24. Minute Milan Gajic mit einem Haken düpiert und aus 22 Metern mit dem Aussenrist seines linken Fusses in die hohe Torecke trifft, ist das schlicht eine brillante Einzelaktion des früheren Bundesliga-Profis aus Köln.

Der 1:0-Führung der Innerschweizer haben die Vaduzer ebenfalls zwei Schüsse von ausserhalb des Sechzehners entgegenzusetzen: Tunahan Cicek prüft FCL-Goalie Marius Müller mit einem Aufsetzer (34.) und Gajic (44.) kann mit einem Freistoss den Schlussmann auch nicht überwinden.

Die Vaduzer pressen gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit. Zu wirklich guten Torchancen kommen sie aber bis zur Nachspielzeit nicht. Dann muss Müller eine starke Parade gegen Pius Dorn (91.) auspacken, ehe in der 93. Minute doch noch der späte Ausgleich für die Gastgeber fällt, es ist ein Zusammenspiel zweier Einwechselspieler: Elvin Ibrisimovic passt in die Mitte zu Matteo Di Giusto, der zum 1:1-Endstand einschiesst.

Telegramm

Tore: 24. Schaub (Wehrmann) 0:1. 93. Di Giusto (Ibrisimovic) 1:1.

Young Boys - Servette 2:0 (2:0)

Der Torjäger schlägt gegen seinen Ex-Club zu. Jean-Pierre Nsame trifft zum 2:0.

Der Torjäger schlägt gegen seinen Ex-Club zu. Jean-Pierre Nsame trifft zum 2:0.

(sim) Spielen die Young Boys gegen Servette, tut sich der Meister normalerweise schwer. Im Dezember war es den Genfern gelungen, die lange Serie der Berner Ungeschlagenheit im Wankdorf zu beenden und YB die erste Niederlage in dieser Saison zuzufügen.

Dass am Sonntag eine zweite dazukommen könnte, wurde bereits früh unwahrscheinlich. Steve Rouiller lenkte nach einem Eckball von Michel Aebischer ins eigene Tor ab bevor Jean-Pierre Nsame einschiessen konnte. Es war der Start, den sich die Berner nach dem kräfteraubenden Auftritt am Donnerstag in der Europa League gegen Leverkusen gewünscht hatten. Trainer Gerardo Seoane rotierte auf sieben Positionen, was die Berner aber nicht daran hinderte, bereits früh Druck zu entwickeln.

Nach dem Führungstor kontrollierte YB das Geschehen. Und nachdem David von Ballmoos die beste Chance der Servettien, einen Kopfball Rouillers, mit einem starken Reflex zunichte gemacht hatte, erhöhte Topskorer Nsame mit einem wuchtigen Kopfball noch vor der Pause auf 2:0.

Dass die Berner dieses Skore in der zweiten Halbzeit nicht verdoppeln konnten, liegt am Videoschiedsrichter, der erst einen Treffer von Felix Mambimbi aberkannte, da Verteidiger Mohamed Camara zuvor ein umstrittenes Foulspiel begangen hatte, und wenig später, als sich der junge Freiburger bereits den Ball für einen Penalty gesetzt hatte, intervenierte der VAR und nahm den Entscheid von Schiedsrichter Alain Bieri zurück.

Doch egal ob 2:0 oder 4:0, die Berner liefen nie Gefahr, den Sieg gegen in der zweiten Halbzeit harmlose Grenats aus der Hand zu geben. Nach der Niederlage von St.Gallen und dem Unentschieden von Basel am Samstag liegen die Berner nun bereits 18 Punkte vor dem zweitplatzierten FCB.

Telegramm

Tore: 4. Rouiller (Eigentor) 1:0. 41. Nsame 2:0.

Bemerkungen: 94. Gelb-Rote Karte gegen Camara (wiederholtes Foulspiel)

Zürich - Sion 1:1

Sorgt mit ihrem Platzsturm in der 40. Minute für einen Spielunterbruch: FCZ-Stürmer Blaz Kramer versucht Präsidenten-Hündin Cilla einzufangen.

Sorgt mit ihrem Platzsturm in der 40. Minute für einen Spielunterbruch: FCZ-Stürmer Blaz Kramer versucht Präsidenten-Hündin Cilla einzufangen.

freshfocus

(gav) Die TV-Zuschauer bekommen bei der Partie zwischen dem FCZ und Sion einiges an Unterhaltung in der ersten Halbzeit geboten. Und das nicht nur, weil Präsidenten-Hündin Cilla in der 40. Minute mit ihrem Platzsturm für einen Spielunterbruch sorgt. Ancillo Canepa bringt den entflohenen Vierbeiner wieder unter Kontrolle. Mit dem Remis verpassen es die Zürcher auf Basel aufzuschliessen und die Sittener liegen nun nur noch vier Punkte vor dem Schlusslicht Vaduz.

Lange muss man im Letzigrund nicht auf Tore warten. Luca Clemenza nützt auf der linken Strafraumseite den Platz, der ihm von den Zürchern geboten wird. Toni Domgjoni liefert nur Begleitschutz und kann den Italiener nicht am Schuss hindern. Der Ball landet massgenau im Kasten. Ex-FCZler Anto Grgic nimmt ein Geschenk in der 31. Minute nicht an. Fidan Aliti nimmt eine Sion-Flanke im Strafraum mit dem Arm mit – Penalty. Grgic schiesst halbhoch in die Mitte. FCZ-Goalie Yanick Brecher pariert den schwach getretenen Elfer. Danach finden die Hausherren immer besser ins Spiel. In der 39. Minute muss Blaz Kramer nur noch die Fussspitze nach einer Flanke von Antonio Marchesano hinhalten, um den Ausgleich zu erzielen. Zwei Minuten davor trifft der Stürmer noch den Pfosten und haut den Nachschuss übers Tor. Damit kann er sein Malheur wiedergutmachen.

Die Vorzeichen für eine spannende zweite Hälfte standen gut. Doch es kommt anders. Es folgen viele Spielunterbrechungen wegen Fouls auf beiden Seiten. Schiedsrichter Lukas Fähndrich muss insgesamt achtmal den gelben Karton zeigen. In der 88. Minute sieht Sitten-Verteidiger Wesley diesen zum zweiten Mal. Doch auch mit einem Mann mehr auf dem Platz kommt der FCZ nicht zu weiteren Grosschancen. Punkteteilung nach einer schwachen zweiten Halbzeit.

Telegramm

Tore: 12. Clemenza 0:1, 39. Kramer 1:1

Bemerkungen: 31. Grgic verschiesst Elfmeter, 37. Pfostenschuss Kramer, 40. Spielunterbruch nach Platzsturm von Präsidenten-Hündin Cilla, 88. Gelb-Rot gegen Wesley.

Lugano – Luzern 2:3 (1:1)

Varol Tasar trifft mit seinen Toren Nummer 2 und 3 für den FC Luzern zum 3:2-Sieg in Lugano.

Varol Tasar trifft mit seinen Toren Nummer 2 und 3 für den FC Luzern zum 3:2-Sieg in Lugano.

Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Lugano, 21. Februar 2021)

(dw) Der FC Luzern steht in Lugano bis zur 81. Minute mit 1:2 in Rückstand, ehe der eingewechselte Varol Tasar den FCL mit zwei Toren zum 3:2-Erfolg führt.

Die Partie im Tessin beginnt für die Luzerner schlecht. Alexander Gerndt schlägt einen präzisen Eckball, den Miroslav Covilo in der 10. Minute zum 1:0 für Lugano ins Netz köpfelt. Marvin Schulz kann nicht eingreifen. Die Führung spielt der Mannschaft von Maurizio Jacobacci in die Karten, die Südtessiner ziehen sich zurück und lauern auf Gegenstösse.

Der FCL aus der Innerschweiz tut sich gegen die massierte Abwehr schwer. Eine klare Chance resultiert in der ersten Halbzeit nicht, ehe Ibrahima Ndiaye kurz vor dem Halbzeitpfiff gegen Numa Lavanchy durchbricht und schiesst. Der Ball fliegt Akos Kecskes an den Arm, welcher der Ungar höher als die Schulter gehalten hatte. Schiedsrichter Alessandro Dudic sieht das Vergehen nicht, doch Stefan Horisberger als Video Assistant Referee (VAR) greift ein. Es kommt zum Handselfmeter, den Schulz zum 1:1-Pausenstand (45.) verwertet.

Kurz nach dem Seitenwechsel hat Louis Schaub eine hochkarätige Chance, um Luzern in Führung zu schiessen. Doch er schiesst die optimale Vorlage von Nidaye knapp am Tor vorbei. Die Luganesi dagegen nützen ihre nächste Gelegenheit, Mattia Bottani trifft zum 2:1 ins Lattenkreuz (65.), weil sein Schuss von Marco Burch unhaltbar abgefälscht wird.

Doch die Luzerner geben nicht auf: Der eingewechselte Varol Tasar schiesst einen Doppelpack und Luzern gewinnt in Lugano überraschend mit 3:2. Sein erster Treffer zum 2:2 ist ein wunderbarer Schlenzer in der 81. Minute. Tasar zirkelt schliesslich in der 88. Minute einen Freistoss aus 18 Metern um die Mauer zum 3:2-Endstand ins Lugano-Tor. Für Luzern ist der Vollerfolg im Abstiegskampf enorm wertvoll.

Tore: 10. Covilo (Corner Gerndt) 1:0. 45. Schulz (Handspenalty) 1:1. 65. Bottani 2:1. 81. Tasar 2:2. 88. Tasar (Freistoss) 2:3.

Basel - Lausanne-Sport 0:0

Eine Schlüsselszene: Fedayi San stellt Eray Cömert wegen einer Tätlichkeit vom Platz.

Eine Schlüsselszene: Fedayi San stellt Eray Cömert wegen einer Tätlichkeit vom Platz.

Marc Schumacher / freshfocus

(sl) Es ist ein regelrechtes Herzschlagfinale, das das Spiel zwischen dem FC Basel und Lausanne-Sport in der Nachspielzeit erfährt. Zuerst scheitert Lausannes Evann Guessand an FCB-Torhüter Heinz Lindner, der aus kürzester Distanz den Schuss pariert. Und kurz vor Abpfiff, mit der letzten Aktion des Spiels, hat Arthur Cabral den Matchball für den FCB auf dem Fuss, den er sich mit einem Sprint über das halbe Feld erarbeitet. Doch vor dem Lausanner Gehäuse wird er noch bedrängt und von seinen Kräften verlassen - der Schuss geht drüber. Das Spiel, es endet mit einer Nullnummer. Ein Unentschieden, für das der angeschlagene FC Basel 70 Minuten leiden musste.

Denn nach 20 Minuten geschieht etwas, das das restliche Spielgeschehen massiv beeinflusst. Eray Cömert lässt sich an der Mittellinie von Hicham Mahou provozieren und fasst ihm kurz, aber entscheidend ins Gesicht. Eine dumme wie unnötige Unbeherrschtheit, die eine Rote Karte zur Folge hat und seine Mitspieler in der Folge zu viel Laufarbeit zwingt. Trotz numerischer Unterzahl steht der FCB defensiv vor der Pause kompakt. Einzig beim Aussenpfostenschuss von Cameron Puertas wird es richtig gefährlich. Auf der Gegenseite vergibt Timm Klose die Führung, als er nach einer Ecke freistehend drüber köpft.

In der zweiten Halbzeit wird das Heimteam defensiv stärker auf die Probe gestellt. Insbesondere Stjepan Kukuruzovic verpasst den Führungstreffer mit zwei Distanzschüssen innert zwei Minuten nur äusserst knapp. Der FCB kann offensiv kaum noch für Entlastung sorgen, besinnt sich auf seine kämpferischen Fähigkeiten und konzentriert sich auf die Abwehrschlacht. In den Schlussminuten erhöht Lausanne nochmals die Kadenz, doch entweder zielen die Gäste zu hoch oder scheitern an Lindner. Und auch die zwei grössten Chancen des Spiels, tief in der Nachspielzeit, bringen nichts Zählbares ein.

Mit dem Unentschieden bleibt der FCB im heimischen Joggeli weiterhin sieglos. Der letzte Vollerfolg gelang dem Team von Ciriaco Sforza anfangs Dezember gegen Sion. Ein Unentschieden gegen den Aufsteiger aus Lausanne beruhigt die angespannten Nerven nach der blamablen Cup-Pleite gegen Winterthur nicht. Doch angesichts der Tatsache, dass der FCB 70 Minuten in Unterzahl agierte, kann das Heimteam mit dem Unentschieden zufrieden sein, vor allem weil es kämpferisch alles in die Waagschale warf.

Telegramm

FC Basel - Lausanne-Sport 0:0

Bemerkungen: 20. Minute: Rote Karte an Eray Cömert wegen einer Tätlichkeit

Vaduz - St. Gallen 2:1 (1:0)

Konsternierte Gesichter beim FCSG: Basil Stillhart (links) und Jordi Quintilla nach dem Schlusspfiff

Konsternierte Gesichter beim FCSG: Basil Stillhart (links) und Jordi Quintilla nach dem Schlusspfiff

Freshfocus

(pl) Der FC St.Gallen hat es verpasst, zum zweitklassierten Basel aufzuschliessen. Nach dem 2:1-Erfolg gegen Luzern war im Nachbarschaftsderby gegen Vaduz vor allem die erste Halbzeit der Ostschweizer ein herber Rückschlag.

Die letztklassierten Liechtensteiner stellten das torgefährlichere und agilere Team. Drei Tage nach dem Spiel gegen Luzern wirkte St.Gallen müde, die Fehlpassquote war hoch, was Vaduz geschickt nutzte. So war die Führung durch Joel Schmied nach gut einer halben Stunde verdient, Vaduz hätte sie in der Folge gut und gerne auch noch ausbauen können. St.Gallen wurde nur noch durch einen Freistoss von Jordi Quintillà gefährlich.

Trainer Peter Zeidler nahm zur Pause einen Dreifachwechsel vor, St.Gallen schaffte es nun, Vaduz mehr unter Druck zu setzen. Doch just in jener Phase erhöhten die Liechtensteiner nach einem Freistoss auf 2:0: Erneut war Schmied der Torschütze. Erst nach dem Anschlusstor durch Alessandro Kräuchi in der 80. Minute erwachten die Ostschweizer so richtig. Es war allerdings zu spät, um die erste Niederlage gegen Vaduz in dieser Saison noch abzuwenden.

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Tore: 29. Schmied 1:0. 64. Schmied 2:0. 80. Kräuchi 2:1.

16. Spieltag, Nachtragsspiele, 17. Februar 2021

St. Gallen – Luzern 2:1 (0:1)

Victor Ruiz verwandelt den Foulpenalty zum 1:1.

Victor Ruiz verwandelt den Foulpenalty zum 1:1.

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In dieses Nachtragsspiel der 16. Runde starten die St. Galler sachlich, mit einem gewissen Sicherheitsdenken. Victor Ruiz hat nach knapp zehn Minuten eine Chance aus der Distanz, aber dann gibt es die kalte Dusche, auch weil das Heimteam nicht zwingend ist: Knipser Dejan Sorgic ist zur Stelle mit seinem neunten Saisontor, nachdem Goalie Lawrence Ati Zigi einen nicht einfach zu haltenden Schuss nach vorne abklatschen lässt. St. Gallen scheint geschockt, findet nur sehr langsam wieder ins Spiel. Zudem fabriziert Boubacar Traorè in der 19. Minute eine mit der gelben Karte geahndete Schwalbe, statt durchzulaufen. Denn dann hätte es Foulpenalty geben müssen!

Es läuft die 55. Minute, als Kwadwo Duah regelwidrig umgerissen wird von Luzerns Verteidiger Martin Frydek, der gleich auch noch wegen der Notbremse eine harte, aber doch vertretbare rote Karte bekommt. Victor Ruiz schiesst – und trifft resolut in die hohe Torecke: 1:1. Die St. Galler bleiben sofort dran, riechen nun Lunte. Die Luzerner bringen den Ball nicht weg, nach einem scharf getretenen Ruiz-Pass durch den Sechzehner steht Duah plötzlich völlig frei und trifft aus kurzer Distanz.

Danach sind die St. Galler weiterhin spielbestimmend. Duah hat nochmals eine Chance, auf der anderen Seite bleibt Varol Tasar hängen. Kurz vor Spielende suchen die Gäste in Unterzahl den Ausgleich, aber er fällt nicht mehr, vielmehr behalten die Ostschweizer den Ball in ihren Reihen, müssten gar noch das dritte Tor erzielen. Das ist aber nicht mehr nötig und sie gewinnen nach zuletzt fünf sieglosen Auftritten dieses kapitale Spiel. Und verschaffen sich mit dieser Willensleistung und dem vierten Tabellenplatz Luft nach hinten.

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Tore: 14. Sorgic 0:1. 58. Ruiz (Foulpenalty) 1:1. 72. Duah 2:1

Bemerkungen: Rote Karte nach Notbremse an Duah gegen Luzerns Frydek.

Lugano – Servette 1:1 (1:0)

Asumah Abubakar jubelt über seinen Treffer zum 1:0 für die Luganesi.

Asumah Abubakar jubelt über seinen Treffer zum 1:0 für die Luganesi.

Keystone

Für beide Teams ging es darum wieder auf die Siegesstrasse zurückzukehren. Sowohl Lugano als auch Servette hatten am Wochenende verloren.

Die Partie im Cornaredo beginnt äusserst verhalten. Der erste Aufreger des Spiels folgt in der achten Minute. Numa Lavanchy leistet sich eine üble Attacke. Der Tessiner sieht dafür jedoch nur die gelbe Karte. Sein Bein war viel zu hoch ausgefahren. Da hat der 27-Jährige Glück.

Lugano ist vorderhand mit Defensivarbeit beschäftigt. Nach 17 Minuten wird Servette eiskalt geduscht. Nach einem schönen Angriff über die rechte Seite, ladet der Ball bei Asumah Abubakar. Der Neuzugang aus Kriens bringt das Heimteam in Führung. Beim Gegentor sieht Servette alles andere als gut aus. Zu wenig energisch verteidigen die Genfer. Keine zwei Minuten später folgt die nächste Topchance. Wiederum durch Abubakar. Doch Servette-Goalie Jérémy Frick klärt mirakulös. Die knappe Lugano-Führung hält bis zum Pausentee an.

Die Partie im zweiten Umgang plätschert vor sich hin. Lugano nistet sich hinten ein und Servette fehlt es an zündenden Ideen. Einzig Koné fällt mit einem Schuss auf, der den Aussenpfosten streift (59.). Kurz vor Ende der Partie dann nochmals einen Aufreger: Roman Macek schlägt den Ellbogen ins Gesicht eines Servettiens. Folgerichtig entscheidet Schiedsrichter Lukas Fähndrich auf Elfmeter. Alex Schalk scheitert jedoch an Noam Baumann. Doch Schalk bekommt kurze Zeit später die Chance, sein Malheur wieder gut zu machen. Der 28-Jährige trifft in der Nachspielzeit zum verdienten Ausgleich. Lugano tat zu wenig in der zweiten Hälfte. Folgerichtig teilen die Teams die Punkte.

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Tore: 18. Abubakar 1:0. 93. Schalk 1:1.

Bemerkungen: 59. Pfostenschuss Koné.

Die Tabelle

20. Spieltag, 13./14. Februar 2021

Lugano – YB 1:3 (0:3)

Jean-Pierre Nsame (YB, links) lässt Luganos Numa Lavanchy abprallen.

Jean-Pierre Nsame (YB, links) lässt Luganos Numa Lavanchy abprallen.

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(br) Sechzehn Runden vor dem Ende der Saison ist den Young Boys der vierte Meistertitel in Folge nach menschlichem Ermessen nicht mehr zu nehmen. Nach der 0:2-Niederlage des FC Basel im Letzigrund gegen den FC Zürich und dem überzeugenden 3:1-Sieg der Berner in Lugano beträgt deren Vorsprung auf Rot-Blau nun sagenhafte 16 Punkte.

Schon zur Pause führten die Gäste nach Toren von Nsame, Elia und Lauper 3:0. Für Letzteren war es im sechsten Spiel seit seinem Comeback nach 20-monatiger Verletzungspause schon das dritte Tor. Zuvor hatte der Aufbauer in 93 Spielen fünf Treffer erzielt.

Die Partie im Tessin war für YB auch eine perfekt verlaufene Hauptprobe für die Europa-League-Partie am Donnerstag im Wankdorf gegen Leverkusen. Die Berner werden in dieser Form dem Bundesligaklub ein würdiger Gegner sein. Leverkusen dagegen spielte zu Hause gegen Mainz nach einer 2:0-Führung nur 2:2.

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Tore: 10. Nsame (Foulpenalty) 0:1. 17. Elia 0:2. 45. Lauper 0:3. 59. Gerndt 1:3.

Bemerkungen: 88. Tor von Nsame wegen Offside annulliert.

Luzern – Vaduz 4:0 (2:0)

(jwe) Der FC Luzern beginnt im Kellerduell gegen Vaduz mit Marvin Schulz für den gesperrten Stefan Knezevic und Marco Burch in der Innenverteidigung. Im linken Mittelfeld gibt Neuzugang Jordy Wehrmann sein Debüt in der Startelf von Fabio Celestini. Das Heimteam startet klar besser in die Partie, macht das Spiel und hat die besseren Torchancen. Vaduz beschränkt sich aufs Verteidigen und lauert auf schnelle Konter. Gefährlich werden die Gäste aber vor allem nach Ecken oder Freistössen.

Kontern kann auch der FCL: Nach einer etwas unkonventionellen Freistoss-Abwehr von Goalie Marius Müller machen Dejan Sorgic und Louis Schaub Druck. Schaub gewinnt den Ball und kann mit Pascal Schürpf auf nur noch einen Verteidiger losziehen. Schürpf schiesst in der 24. Minute zur Führung ein. Der FCL legt in der 31. Minute nach: Filip Ugrinic trifft mit einem schönen Schlenzer – die Vorlage kommt erneut von Schaub. Vaduz kann in der ersten Halbzeit nicht mehr reagieren.

Vaduz kommt verbessert aus der Pause, mit mehr Elan, aber bleibt wenig zwingend. Die beste Torchance wird durch eine Abstimmungsproblem zwischen den FCL-Akteuren Schulz und Müller ermöglicht. Nach einer Stunde Spielzeit ist es das Heimteam, das den Vorsprung erhöht. Nach einem Freistoss des eingewechselten Lorik Emini legt Schürpf im Strafraum auf Dejan Sorgic ab, der sein achtes Saisontor erzielt.

Vaduz glaubt nun nicht mehr an den Sieg, Luzern hat das Spiel im Griff. Der eingewechselte Ibrahima Ndiaye profitiert noch von einem Abpraller nach dem Schuss vom ebenfalls eingewechselten Varol Tasar – 4:0. Dabei bleibt es bis zum Schluss. Wichtiger Sieg für das Team von Fabio Celestini.

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Tore: 24. Schürpf 1:0. 31. Ugrinic 2:0. 60. Sorgic 3:0. 78. Ndiaye 4:0.

Zürich – Basel 2:0 (1:0)

Eray Cömert foult Assan Ceesay im Strafraum. Der folgende Elfmeter bleibt lange der einzige Treffer des Spiels

Eray Cömert foult Assan Ceesay im Strafraum. Der folgende Elfmeter bleibt lange der einzige Treffer des Spiels

Claudio Thoma / freshfocus

(ewa) Es ist lange ein Klassiker, der sich dem kühlen Wetter im Letzigrund angepasst hat. Wenig Emotionen und wenig Biss auf beiden Seiten. Bis zur 25. Minute bleibt die Partie ohne grosse Highlights. Doch dann ist es ein individueller Fehler von Jasper van der Werff, von dem der starke Assan Ceesay profitiert. Weil auch Orges Bunjaku verpasst, das taktische Foul zu ziehen, bleibt Eray Cömert als letzte Option nur noch das Foulspiel im Sechzehner.

Die logische Folge ist der Elfmeter. Antonio Marchesano lässt sich dann nicht zweimal bitten und versenkt den Ball oben rechts vom Punkt. FCB-Goalie Heinz Lindner hat zwar die richtige Ecke, taucht aber unter dem Ball durch. Sechs Minuten später gelingt Edon Zhegrova zwar ein Tor für die Basler. Der Treffer wird aber wegen einer Abseitsstellung aberkannt. Danach passiert im ersten Durchgang nichts mehr.

Und auch die komplette zweite Halbzeit bleibt ohne spektakuläre Szenen. Der FCB drückt zwar über lange Zeit auf ein Tor, kommt aber selten an der Zürcher Abwehr-Wand vorbei. Offensiv zeigt die Mannschaft von Ciriaco Sforza vor allem seine Ideenarmut. Stattdessen eröffnen sich immer wieder Kontermöglichkeiten für den FCZ. So auch dann in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Kramer wird bei der letzten Aktion geschickt und lässt Lindner im 1-gegen-1 keine Chance.

Danach gibt es Verwirrung. Erst wird das Tor wegen Abseits aberkannt. Nach einem zähen Check vom VAR wird der Treffer dann mit dem Schlusspfiff doch noch gegeben. Für den FCB macht dies aber keinen Unterschied, ob er das Derby mit 0:1 oder 0:2 verliert. Es bleibt die dritte Niederlage in Folge gegen den FCZ.

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Tore: 26. Marchesano 1:0 (Foulpenalty). 92. Kramer 2:0

Bemerkungen: 32. Tor von Zhegrova wegen Abseits aberkannt. Debüt von Gonçalo Cardoso. 72. Debüt von Kaly Sene.

Lausanne - Servette 3:1 (2:0)

Die Entscheidung: Cameron Puertas trifft wuchtig zum 3:1 und sorgt für die endgültige Entscheidung.

Die Entscheidung: Cameron Puertas trifft wuchtig zum 3:1 und sorgt für die endgültige Entscheidung.

Freshfocus

(sim) Die Genfer Hoffnung ist von kurzer Dauer. Als Grejohn Kiey kurz nach der Pause einen Querpass im Tor Lausannes unterbringt, klatscht Alain Geiger ermutigend in die Hände. Dieses Anschlusstor für Servette bringt Hoffnung auf einen Punktgewinn und ist der Lohn für eine Leistungssteigerung im Laufe des Spiels.

Denn der Auftakt in dieses erste Leman Derby im Stade de la Tuilière  war den Grenats gründlich misslungen. Nach sieben Minuten reichte Evann Guessand eine einfache Drehung, um sich von seinem Gegenspieler Steve Rouiller zu lösen und den Ball überlegt an Torhüter Jérémy Frick vorbeizuschieben. Nur drei Minuten später brach Per-Egil Flo auf der linken Seite durch und legte den Ball an die Strafraumgrenze zurück, wo Cameron Puertas mit einem Schlenzer auf 2:0 erhöhte.

Der 22-jährige Mittelfeldspieler ist es auch, der nach Kieys Anschlusstor die Genfer Hoffnungen auf eine Wende im Keim erstickt. Lanciert vom agilen Hicham Mahou, dem sich kurz darauf eine exzellente Chance zum vierten Tor bieten sollte, lässt sich Puertas in der 69. Minute zwar etwas abdrängen, überwindet Frick aber mit einem wuchtigen Schuss in die nahe Ecke.

Nachdem Servette also nach zuletzt vier Punkten aus zwei Spielen wieder einmal verliert, ist es für die Lausanner im sechsten Spiel der erste Sieg in diesem Jahr, was den Waadtländern zumindest kurzzeitig etwas Luft im Abstiegskampf gibt.

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Tore: 7. Guessand 1:0. 10. Puertas 2:0. 69. Puertas 3:1.

Sion - St. Gallen 1:1 (1:0)

Harte, hitzige Zweikämpfe prägen das Spiel zwischen St.Gallen und Sion.

Harte, hitzige Zweikämpfe prägen das Spiel zwischen St.Gallen und Sion.

Bild: Laurent Gillieron/KEYSTONE

(cbr) In diese letzte Etappe ihrer kleinen Tour de Romandie starten die Ostschweizer denkbar schlecht. Bei Minustemperaturen geraten sie bereits nach vier Minuten und einem verwandelten Handspenalty von Anto Grgic in Rückstand. Danach sind die St.Galler gegen Sion endlich wach, und dank Kwadwo Duah gibt es für sie in der 14. Minute die Ausgleichschance schlechthin, nachdem er im Sechzehner von Jean Ruiz gefoult worden ist: Doch Jordi Quintillà scheitert kläglich vom Elfmeterpunkt. Immer wieder erhitzen sich die Gemüter, das Spiel ist, wie so oft zwischen diesen beiden Teams, von sehr vielen Nickligkeiten und Emotionen geprägt. Zählbares ereignet sich bis zur Pause aber nicht mehr.

Jérémy Guillemenot bezwingt Goalie Timothy Fayulu mit einem Aufsetzer in die weite Torecke. Das Geschehen bleibt bis zum Ende abwechslungsreich wie hitzig, auch wenn wenig Nennenswertes mehr passiert und es beim 1:1 bleibt. In der Schlussminute muss St.Gallens Goalie Lawrence Ati Zigi noch einmal mit einer Showeinlage retten, als er zu weit vor dem Tor steht.

Mit dem Unentschieden verharren die Ostschweizer im Tabellenmittelfeld nach 19 Spielen, und die Sittener stecken weiterhin im Abstiegskampf fest.

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Tore: 4. Grgic (Penalty) 1:0. 51. Guillemenot 1:1.

15./16. Spieltag, 10. Februar 2021

Luzern - Lugano 1:1 (0:1)

Die Luzerner bejubeln den Ausgleich.

Die Luzerner bejubeln den Ausgleich.

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(jwe) In der ersten Minute braucht es eine starke Parade von FCL-Goalie Marius Müller, damit Lugano auf dem leicht schneebedeckten Rasen in der Swissporarena nicht in Führung geht. Numa Lavanchy bereitet die Chance für Christopher Lungoyi vor, der aus kurzer Distanz an Müller scheitert. Danach findet der FC Luzern besser ins Spiel und hat um die 10. Minute herum eine Doppelchance durch Ibrahima Ndiaye und Martin Frydek. In der 24. Minute zieht Lugano-Stürmer Asumah Abubakar alleine auf das Luzerner Tor, Marco Burch mit dem Foul im Strafraum – Penalty. Olivier Custodio verwandelt gegen Müller, Lugano führt etwas entgegen dem Spielverlauf.

Der Schneefall lässt nicht nach, der Rasen wird weisser und weisser. Torchancen gibt es kaum mehr – Lugano nimmt die Führung mit in die Pause. Luzern muss in der zweiten Halbzeit reagieren, wollen sie nicht ohne Punkte dastehen nach diesem Spiel.

Luzern kann reagieren: In der 53. Minute schiesst Dejan Sorgic den Ausgleich, er profitiert nach einem Schuss von Filip Ugrinic vom Abpraller bei Lugano-Goalie Noam Baumann. FCL-Trainer Fabio Celestini bringt dann nach 60. Minuten den Neuzugang Jordy Wehrmann und Pascal Schürpf – das Heimteam drückt weiter. Zweimal jubeln die Luzerner über den vermeintlichen Führungstreffer, zweimal hat Schiedsrichter Fedayi San etwas dagegen. Zuerst entscheidet er auf Foul von Schürpf bei dessen Kopfballtor, später steht Ndiaye bei seinem Treffer im Offside.

Der FCL ist in der zweiten Halbzeit die klar bessere Mannschaft, der Siegtreffer will aber nicht gelingen. Es bleibt bis zum Ende der Partie beim 1:1 – Punkteteilung.

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Tore: 25. Custodio 0:1. 53. Sorgic 1:1.

Servette - St. Gallen 2:2 (1:1)

St.Gallens Goalie Lawrence Ati Zigi pariert den Elfmeter von Grejohn Kyei.

St.Gallens Goalie Lawrence Ati Zigi pariert den Elfmeter von Grejohn Kyei.

Bild: Martial Trezzini/KEYSTONE

(cbr) Es entwickelt sich ein munteres Spiel im Stade de Genève. Es ist aber entgegen der Vorzeichen der FC St.Gallen, der in beide Halbzeiten gut startet. In der ersten trifft Basil Stillhart in der siebten Minute mit einem satten Flachschuss, in der zweiten ist es Jérémy Guillemenot in der 48.Minute, der nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Servette durch Grejohn Kyei die Grünweissen abermals in Führung bringt.

Der FC St.Gallen hat aber auch einige heikle Momente zu überstehen bis dahin. Servette verschiesst beim Stand von 1:1 einen von Euclides Cabral verursachten Handspenalty - Goalie Larence Ati Zigi hält stark. Kurze Zeit später treffen die Genfer zudem nur den Innenpfosten.

In der 60.Minute findet Servette abermals zurück ins Spiel mit dem Treffer zum 2:2: Betim Fazliji unterläuft nach einem Corner ein Eigentor. Die Spannung bleibt bis zum Schluss, am Resultat ändert sich aber nichts mehr. Stillhart scheitert mit seinem Schuss kurz vor Spielende knapp, auf der Gegenseite ist es in der 89.Minute Zigi, der den einen Punkt mit einer starken Parade rettet. In der Nachspielzeit trifft Lukas Görtler mit seinem Kopfball nur die Latte.

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Tore: 7. Stillhart 0:1. 20. Kyei 1:1. 48. Guillemenot 1:2. 60. Fazliji (Eigentor) 2:2. - Bemerkung: Zigi hält Handspenalty (24.)

Young Boys - Lausanne 1:0 (1:0)

Das Siegtor: Jordan Siebatcheu (Nummer 17) lässt dem Lausanner Goalie Thomas Castella keine Chance.

Das Siegtor: Jordan Siebatcheu (Nummer 17) lässt dem Lausanner Goalie Thomas Castella keine Chance.

Keystone

(br) Drei Tage nach dem 4:2-Sieg über Lausanne-Sport haben die Young Boys denselben Gegner an gleicher Stelle mit 1:0 noch einmal besiegt. Der vom Coronavirus beeinflusste Spielplan hatte für diese Kuriosität gesorgt.
Nachdem die Berner am Sonntag noch widerstandslos die drei Punkte hatten einfahren dürfen, mussten sie dieses Mal mehr dafür tun. Am Ende aber war der Sieg gleichwohl im Trockenen, der neunte Heimerfolg in Serie gegen diesen Gegner bewerkstelligt und der Vorsprung in der Super League auf den zweitklassierten FC Basel auf 13 Punkte angewachsen.


Obwohl sich Jean-Pierre Nsame bei YB nach zwei verbüssten Spielsperren gegen Lausanne mit drei Toren zurückgemeldet hatte, musste der Kameruner wieder Jordan Siebatcheu Platz machen. Gut möglich, dass Gerardo Seoane bereits das Europa-League-Spiel vom kommenden Donnerstag gegen Bayer Leverkusen im Auge hatte. Dann wird Nsame nach dem Platzverweis gegen Cluj nicht spielberechtigt sein, sodass der YB-Trainer dem Sturmduo Siebatcheu/Meschack Elia Gelegenheit gab, sich einzuspielen.

Dass Siebatcheu seinem Landsmann in nicht viel nachsteht, hat er schon einige Mal bewiesen. Ja, der 24-Jährige ist in der Super League sogar jener Spieler, der gemessen an seiner Einsatzzeit am wenigsten lang braucht, um ein Tor zu schiessen. Auch am Mittwoch benötigte er lediglich 16 Minuten, um ins Netz zu treffen.


Es sollte gar der Siegtreffer sein. Denn das Geschehen vom Sonntag, als YB das Skore bis zur 33. Minute auf 4:0 geschraubt hatte, wiederholte sich nicht. Die Gäste verteidigten diesmal weit cleverer und besassen gar nach einer halben Stunde durch den 19-jährigen Franzosen Evann Guessand die Topchance zum 1:1. Danach aber lief das stets überlegene und hoch konzentrierte YB nicht mehr Gefahr, Punkte abzugeben.

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Tor: 16. Siebatcheu 1:0

19. Spieltag, 6./7. Februar 2021

YB – Lausanne 4:2 (4:0)

Der Mann des Spiels: Jean-Pierre Nsame (links) erzielt nach abgesessener Rotsperre gegen Lausanne (hier mit Moritz Jenz) drei Treffer.

Der Mann des Spiels: Jean-Pierre Nsame (links) erzielt nach abgesessener Rotsperre gegen Lausanne (hier mit Moritz Jenz) drei Treffer.

Keystone

(fsc) Glücklich ist, wer dem Hattrick-Torschützen vom letzten Spiel eine Ruhepause auf der Bank gönnen kann und dadurch keinen Substanzverlust erleidet. Für Jordan Siebatcheu (3 Tore gegen den FC Zürich) stürmte nach abgesessener Rotsperre wieder Jean-Pierre Name. Und der Super-League-Spieler des letzten Jahres brauchte nicht lange Anlaufzeit. Bereits in der 11. Minute veredelte Nsame die Vorarbeit der beiden YB-Regisseure Michel Aebischer und Sandro Lauper zum 1:0.

Lausanne war danach völlig von der Rolle. Allein schon das zaghafte Defensivverhalten verhinderte, dass der Aufsteiger überhaupt Zugriff bekommt. Die Berner liefen zur Kür auf. Christian Fassnacht nach glänzender Vorarbeit von Jordan Lefort erhöhte in der 19. Minute auf 2:0. Wenig später agiert Lausanne-Abwehrchef Monteiro zu schläfrig und foult Nsame (23.) im Strafraum - Penalty. Der Torschützenkönig der letzten Saison trifft souverän zum 3:0. Und in der 33. Minute erhöht Nsame nach einem Paradepass von Lauper mit seinem zehnten Saisontreffer auf 4:0.

Lausanne-Trainer Giorgio Contini reagiert früh. Wechselt bereits in der 41. Minute drei Spieler und ändert das System - von Vierer- auf Dreierabwehrkette. Tatsächlich kommt Lausanne besser ins Spiel. Sicher auch dadurch bedingt, weil YB auf Verwaltungsmodus schaltet. Aber die Waadtländer deuten immerhin an, dass sie nicht nur über ein unerfahrenes, bisweilen sogar naives, sondern auch über ein talentiertes Ensemble verfügen. Der norwegische Aussenverteidiger Flo (58.) per Kopf nach einer Purtas-Ecke und der eingewechselte Ouattara (78.) bei seinem Super-League-Debüt verkürzen auf 2:4. Mehr liegt für Lausanne nicht mehr drin, obwohl Meister YB nach der Pause äusserst liederlich verteidigt.

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Torschützen: 11. Nsame 1:0. 19. Aebischer 2:0. 24. Nsame (Foulpenalty) 3:0. 33. Nsame 4:0. 58. Flo 4:1. 78. Ouattara 4:2.

Bemerkungen: keine.

Servette – Luzern 4:2 (2:1)

Konnten am Sonntag gleich vier Mal jubeln: Die Spieler von Servette Genf.

Konnten am Sonntag gleich vier Mal jubeln: Die Spieler von Servette Genf.

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(dw) Beim zweiten Aufeinandertreffen dieser beiden Teams innerhalb von drei Tagen behält diesmal Servette die Oberhand. Die Genfer gehen zwar früh 0:1 in Rückstand, können die Partie aber drehen und bezwingen Luzern schliesslich 4:2.

Am Donnerstag hatte der FC Luzern zu Hause sein erstes Pflichtspiel im Kalenderjahr 2021 gegen die Servettiens 3:0 gewonnen. In Genf gingen die Innerschweizer bei der Wiederholung der Affiche bereits in der 8. Minute 1:0 in Führung. Louis Schaub erzielte sein drittes Saisontor auf Assist von Filip Ugrinic. Doch nur drei Minuten später gelang Boubacar Fofana nach einem tollen vertikalen Zuspiel von Théo Valls den 1:1-Ausgleich (11.).

Die vollständige Wende schaffte Servette bereits in der 18. Minute nach einer Hereingabe des früheren französischen Internationalen Gaël Clichy, die dessen Landsmann Grejohn Kyei zum 2:1 verwertete. Der kräftige Stürmer hatte sich beinahe ohne Gegenwehr gegen Marco Bürki durchgesetzt. Anschliessend stellte der FCL sein Spielsystem um: Statt mit einer Fünfer- spielte das Team von Fabio Celestini mit einer Viererkette. Die Massnahme griff, die Luzerner kamen wieder besser ins Spiel.

Dejan Sorgic verwertete eine Flanke von Schaub zum vermeintlichen 2:2 (28.), doch weil der Mittelstürmer den Ball mit dem Arm ins Tor lenkte, pfiff Schiedsrichter Alain Bieri Sorgic zu Recht zurück und ahndete dessen Handspiel. Dafür machten in der zweiten Halbzeit die Servettiens alles klar; Zuerst köpfelte Captain Steve Rouiller einen Freistoss des überragenden Théo Valls zum 3:1 (54.) ein, dann profitierte Boris Cespedes beim 4:1 (67.) von einer Bilderbuchvorlage über Valls und Miroslav Stevanovic. Damit war die Partie gelaufen.

Der Luzerner Marvin Schulz verkürzte in der 75. Minute das Skore mit einem Weitschuss zum 4:2-Endstand. In der 90. Minute traf der Deutsche ebenfalls mit einem Fernschuss nur den Pfosten.

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Torschützen:  8. Schaub (Ugrinic) 0:1. 11. Fofana (Valls) 1:1. 18. Kyei (Clichy) 2:1. 54. Rouiller (Freistoss Valls) 3:1. 67. Cespedes (Stevanovic, Valls) 4:1. 75. Schulz 4:2.

Basel – Sion 2:2 (2:0)

Kapitän Valentin Stocker war der Beste beim FCB und lieferte den Assist zum 1:0.

Kapitän Valentin Stocker war der Beste beim FCB und lieferte den Assist zum 1:0.

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(ewa) Es ist ein behäbiger Beginn im St. Jakob-Park. Der FC Basel spielt kontrolliert, erarbeitet sich einige gute Gelegenheiten und hält vor allem hinten dicht. In der 32. Minute ist es dann mal wieder eine Ecke, die für den ersten Treffer sorgt. Valentin Stocker findet mit seiner Flanke Arthur Cabral, der mit dem Kopf seinen elften Saisontreffer erzielt.

Der zweite Treffer lässt dann nur fünf Minuten auf sich warten. Pajtim Kasami erzielt mit einer Direktabnahme nach Hereingabe von Raoul Petretta seinen vierten Treffer im dritten Spiel gegen seinen Ex-Verein und untermauert seinen Status als Sion-Schreck. Mit der 2:0 Führung geht es in die Pause.

Danach dauert es bis Minute 53, bis die Gäste aus dem Wallis das erste Mal im Spiel auf das Tor der Basler schiessen. Und der zappelt direkt im Netz. Wesley zieht von rechts ein paar Schritte nach innen und schlenzt dem Ball mit dem linken Fuss in den Winkel. Heinz Lindner im FCB-Kasten hat keine Chance den Ball abzuwehren.

Nur vier Minuten später klingelt es dann wieder im Lindner-Tor. Gaëtan Karlen schiesst einen Ball in die Mitte, wo Roberts Uldrikis steht und seinen Fuss nur reinhalten muss. Obwohl Basel die letzten Minuten in Überzahl spielt, weil sich Luca Clemenza in der 83. Minute die zweite gelbe Karte abholt, kann der FCB im fünften Heimspiel in Folge keinen Sieg einfahren.

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Torschützen: 32. Cabral 1:0 (Stocker). 37. Kasami 2:0 (Petretta). 53. Wesley 2:1 (Clemenza). 57. Uldrikis 2:2 (Karlen).

Bemerkungen: Gelb-rote Karte: 82. Clemenza (Unsportlichkeit)

Vaduz - Zürich 3:2 (0:1)

Die Vaduzer düpieren die Zürcher innert 10 Tagen zum zweiten Mal. Das Heimteam gewinnt mit 3:2.

Die Vaduzer düpieren die Zürcher innert 10 Tagen zum zweiten Mal. Das Heimteam gewinnt mit 3:2.

Keystone

(gav) Vor 10 Tagen gabs diese Partie bereits im Letzigrund. Damals verlor der FCZ nach einer schwachen Leistung mit 0:1. Die Devise für die Zürcher war klar.

Die erste Halbzeit bietet hart geführte Zweikämpfe und Emotionen, aber wenig hochkarätige Torchancen. Die Gäste sind leicht überlegen und schlagen kurz vor der Halbzeit zu. FCZ-Stürmer Assan Ceesay spielt den Ball von der linken Seite scharf und flach an den Fünfmeterraum. Von hinten braust Antonio Marchesano an und schiebt den Ball ins Tor.

Das Heimteam zeigt sich nach dem Pausentee angriffig. Gabriel Lüchinger möchte sich im Strafraum durchdribbeln. Becir Omeragic lässt das Bein stehen und der Vaduzer nimmt die Einladung an. Den fälligen Elfmeter verwandelt Milan Gajic souverän. Nur zehn Minuten nach dem Ausgleich drehen die Vaduzer die Partie. Cédric Gasser vernascht auf der linken Seite Adrian Winter und flankt in die Mitte. Der Ball findet den Kopf von Joel Schmied und von dort den Weg ins Tor. In der 78. Minute trifft Matteo Di Giusto herrlich zum 3:1. Dem ehemaligen FCZ-Junior wird viel Platz gelassen. Dieser nützt das aus und haut den Ball aus 20 Metern in die Maschen. Der FCZ kann kurz vor Schluss durch ein sehenswertes Tor von Fidan Aliti noch verkürzen, zu mehr reicht es aber nicht.

Die Aufsteiger holen aus den letzten vier Partien acht Punkte und schliessen bis auf einen Punkt zum Tabellenvorletzten Luzern auf. Die Innerschweizer haben jedoch drei Partien weniger auf dem Konto.

Telegramm

Torschützen: 43. Marchesano 0:1 (Ceesay). 54. Gajic 1:1 (Penalty). 64. Schmied (Gasser) 2:1. 78. Di Giusto 3:1. 83. Aliti 3:2.

Bemerkungen: Keine

Die Tabelle

18. Spieltag, 3./4. Februar 2021

Lausanne - Basel 1:3 (0:1)

Der FCB jubelt in Lausanne über den vierten Auswärtssieg in Serie.

Der FCB jubelt in Lausanne über den vierten Auswärtssieg in Serie.

KEYSTONE

(sl) Im Pauseninterview platzt Valentin Stocker beinahe vor Wut. Eine Katastrophe sei die erste Halbzeit gewesen. Die deutlichen Worte des Captains sind begründet und kommen dennoch überraschend. Denn der FCB überzeugt vor der Pause zwar nicht, führt aber dank einem Kopfballtor von Eray Cömert in der 16. Minute mit 1:0. Das Basler Geburtstagskind wird nach einem Eckball von Stocker von der Lausanner Abwehr sträflich allein gelassen. Cömerts Treffer ist die erste und gleichzeitig auch die einzig wirklich gefährliche Chance der Gäste in den gesamten ersten 45 Minuten. Lausanne zeigt sich hingegen engagierter und offensiv ideenreicher, verpasst aber in der Startphase gleich zwei Mal durch Evann Guessand die frühe Führung. Es ist eine Ineffizienz, die an diesem Abend in Lausanne den Unterschied ausmacht.

Auch nach der Pause erzielt der FCB mit dem ersten Schuss gleich einen Treffer. Dieses Mal ist es ein Elfmeter, der für die Erhöhung der Führung sorgt. Nachdem ein Kopfball von Arthur Cabral den Arm von Mickaël Nanizayamo trifft, lässt Schiedsrichter Alessandro Dudic zuerst zwar weiterspielen, revidiert aber diese Entscheidung nach Begutachtung der Fernsehbilder. Cabral lässt sich die Chance nicht entgehen. Das 2:0-Polster beruhigt die Nerven der Basler offensichtlich. Defensiv lassen sie die jungen und kecken Lausanner Angreifer nicht zur Geltung kommen, und offensiv verlassen sie sich auch ihre Effizienz. Nach 69 Minuten entkommt Cabral der Heimabwehr und schnürt den Doppelpack. Es ist die Entscheidung. Dass es nicht ein rundum gelungener Abend ist, liegt einzig daran, dass die Null am Ende nicht steht. Denn fünf Minuten vor Spielende bezwingt Josias Lukembila FCB-Torhüter Heinz Lindner mit einem strammen Nachschuss. Am vierten Auswärtserfolg in Serie ändert dies jedoch nichts.

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Tore: 16. Cömert 0:1 (Stocker). 52. Cabral 0:2 (Handspenalty). 69. Cabral 0:3 (Kasami). 85. Lukembila 1:3 (Guessand).

Bemerkungen: Keine

Luzern - Servette 3:0 (1:0)

(dw) Luzern-Captain Christian Schwegler sprach in der Pause von einer «Initialzündung»: Marius Müller hatte für die Innerschweizer in der 5. Minute einen scharf und platziert getretenen Foulpenalty von Grejohn Kyei abgewehrt. Für den Elfmeterpfiff hatte Simon Grether gesorgt, der Théo Valls im Strafraum regelwidrig am Arm gezerrt hatte.

Der geahndete Strafstoss war nicht der einzige Schreckmoment für den FCL. In der 18. Minute blieb Innenverteidiger Lucas Alves nach einem Zweikampf mit Kyei schreiend auf dem Rasen liegen. Der Brasilianer hatte dabei eine tiefe Rissquetschwunde über dem rechten Knie erlitten, musste mit dem Sanitätsfahrzeug vom Feld gefahren werden. Erste medizinische Abklärungen ergaben, dass Alves wahrscheinlich von einem Kreuzbandriss verschont geblieben ist.

Das Spiel machten in der ersten Halbzeit die Servettiens. In der Nachspielzeit vor der Pause gelang den Luzernern aber ein Gegenstoss: Louis Schaub bediente FCL-Torjäger Dejan Sorgic, der mit seinem sechsten Saisontor das 1:0 (45.) erzielte. Nach dem Seitenwechsel schiesst Marvin Schulz nach einem Fehler von Timothé Cognat das 2:0 (56.). Und in der 72. Minute doppelt Schulz mit dem Foulpenalty zum 3:0-Endstand nach. Der VAR hatte eingegriffen nach einem Foul von Diallo an Schürpf.

Servettes Kastriot Imeri wurde in der 78. Minute nach einem Foul an Christian Schwegler mit gelb-roter Karte vom Feld verwiesen. Er hatte sich eine Unsportlichkeit geleistet (er applaudierte Schiedsrichter Stefan Horisberger). Imeri war nur 2 Minuten und 19 Sekunden auf dem Platz.

Der FCL entpuppte sich in seinem ersten Spiel im Jahr 2021 für einmal als effiziente Mannschaft und verdiente sich den Sieg nach einer Team-Quarantäne.

Telegramm

Tore: 45. (+3) Sorgic (Schaub) 1:0. 56. Schulz (Frydek) 2:0. 72. Schulz (Foulpenalty) 3:0.

Bemerkungen: 21. Lucas Alves scheidet mit Rissquetschwunde am Knie aus. 78. Gelb-rote Karte gegen Imeri (Foul und Unsportlichkeit).

Lugano - Vaduz 1:1 (1:1)

Lugano-Stürmer Abubakar kam dem Siegtor für Lugano am nächsten.

Lugano-Stürmer Abubakar kam dem Siegtor für Lugano am nächsten.

Freshfocus

(sim) Gäbe es so etwas wie den optimalen Start in eine Partie, das, was der FC Vaduz am Mittwochabend im Cornaredo in Lugano erlebte, käme diesem wohl ziemlich nahe: Es läuft die zweite Minute. Die Liechtensteiner haben sich ein erstes Mal nach vorne gewagt, Gabriel Lüchinger wirft weit ein, setzt gleich nach und bringt den Klärungsversuch der Luganesi zurück in den Strafraum. Yannick Schmid leitet den Ball mit dem Absatz weiter, ehe Joel Schmied freistehend einschieben kann.

Lugano braucht in der Folge einen Moment, um sich von diesem Rückschlag zu erholen. In der 23. Minute bringen die Tessiner jedoch auch eine schöne Kombination zu einem erfolgreichen Ende. Alexander Gerndt verwertet die Flanke von Christopher Lungoyi zum Ausgleich.

Es sollten die einzigen Treffer bleiben. In einer Partie, die engagiert geführt wurde und in der die Equipe von Maurizio Jacobacci immer mehr die Kontrolle inne hatte. Zählbares wussten die Tessiner damit indes nicht anzufangen, trotz 64 Prozent Ballbesitz, trotz 11 Torschüssen. Weil der Aufsteiger Lugano seines stärksten Mittels beraubte. Die Vaduzer standen derart tief und zogen sich im Laufe der Partie immer weiter zurück, dass das Heimteam seine Konterstärke nicht ausspielen konnte.

Am nächsten kamen die Luganesi einem Treffer in der 68. Minute. Der Schuss des Portugiesen Abubakar prallte aber vom Pfosten zurück ins Feld. Nach dem Platzverweis gegen Sandi Lovric (80.) waren die Angriffsbemühungen Luganos aber endgültig gebremst. Damit warten die einst heimstarken Tessiner schon seit vier Spielen auf einen Sieg im eigenen Stadion. Vaduz punktete derweil zum dritten Mal in Folge.

Telegramm

Torschützen: 2. Schmied 0:1. 23. Gerndt 1:1.

Bemerkungen: 68. Pfostenschuss Abubakar. 80. Gelb-Rote Karte gegen Lovric (wiederholtes Foulspiel).

Sion - St. Gallen 3:2

Sions Dreifachtorschütze Anto Grgic

Sions Dreifachtorschütze Anto Grgic

Bild: Pascal Muller/Freshfocus
(dg)

Sion hat es Anto Grgic zu verdanken, dass es gegen St. Gallen doch noch zum Sieg kam. Der frühere Bundesligaspieler erzielte alle drei Treffer für die Walliser. Das entscheidende Tor zum 3:2 fiel in der Nachspielzeit. Der FC St. Gallen verlor zum dritten Mal in Serie.

St. Gallen ging wie schon bei der Niederlage gegen den Zürich früh in Führung. Nach einer guten Vorlage von Leonidas Stergiou traf Jérémy Guillemenot in der vierten Minute mit einer Direktabnahme zum 1:0. Aber Sion reagierte: In der 14. Minute flankte Geoffrey Serey Die, Grgic traf per Kopf zum 1:1. Nach einer guten Stunde foulte St. Gallens Neuzugang Cabral den Landsmann Wesley, Sions Leihgabe von Juventus Turin, im Strafraum. Grgic liess Lawrence Ati Zigi vom Elfmeterpunkt keine Chance.

Grgic war schon in der 71. Minute zum dritten Mal erfolgreich, aber Schiedsrichter Adrien Jaccottet annullierte den Treffer. Fast im Gegenzug traf dafür der eingewechselte Leo Lacroix ins eigene Tor: 2:2.

Aber in der Nachspielzeit setzte sich Grgic nochmals in Szene und erzielte den Treffer zum schliesslich verdienten Sieg für Sion. Nur Sekunden vor dem Tor zum 3:2 hatte Cabral auf der Linie retten müssen.

Telegramm

Torschützen: 4. Guillemenot 0:1. 14. Grgic 1:1. 61. Grgic (Foulpenalty) 2:1. 76. Lacroix (Eigentor) 2:2. 95. Grgic 3:2.

Bemerkung: 71. Tor von Grgic annulliert.

Zürich - Young Boys 1:4 (0:3)

Dreifachtorschütze Jordan Siebatcheu erzielt für die Young Boys das 3:0 gegen den FC Zürich.

Dreifachtorschütze Jordan Siebatcheu erzielt für die Young Boys das 3:0 gegen den FC Zürich.

Freshfocus

(br) Die Young Boys drehen an der Spitze der Super League einsam ihre Kreise. Falls der eine oder andere von den mindestens acht Punkte zurückliegenden «Verfolgern» die leise Hoffnung gehegt hatte, der drittklassierte FC Zürich könnte den Bernern ein Bein stellen und einen Hauch von Spannung in die Meisterschaft zurückbringen, hat er diese schon bald einmal geknickt gesehen. 3:0 führte Gelbschwarz schon zur Pause, am Ende stand ein 4:1. Hatte die YB-Gegnerschaft bis in die jüngste Vergangenheit noch immer mal wieder auf einen Ausrutscher auf fremdem Terrain liebäugeln dürfen, so hat der Ligakrösus die Auswärtsschwäche längst ad acta gelegt. Er ist in dieser Saison auch im neunten Spiel in der Fremde ungeschlagen geblieben. Die Bilanz: Sechs Siege, drei Unentschieden.

Und noch etwas hat der Meister, der sich auf dem Weg zum vierten Titel in Serie befindet, der Konkurrenz zu verstehen gegeben: Wir können auch ohne Jean-Pierre Nsame Tore schiessen. Vermisst wurde der gesperrt fehlende Kameruner einzig, als kurz nach der Pause sein Landsmann Nicolas Ngamaleu nach einem Foul von Nathan am starken Meschack Elia mit dem Penalty an Yanick Brecher scheiterte. Zuvor hatten aber Sandro Lauper und Jordan Siebatcheu bereits drei Mal für die Gäste getroffen. Ersterer skorte mit seinem siebten Super-League-Goal im 96. Spiel erstmals in zwei Partien hintereinander, Letzterer schnürte schon zum dritten Mal einen Doppelpack und legte dann sogar mit einem dritten Tor noch nach. «Es war eine gute Teamleistung», sagte YB-Goalie David von Ballmoos. «Aber es ärgert mich, dass ich im 100. Ligaspiel nicht zu null gespielt habe.» Nur gut, bekommen es die Young Boys noch in diesem Monat in der Europa League zwei Mal mit Bayer Leverkusen zu tun und werden dabei so richtig gefordert; in der Schweiz scheint kein Team dazu in der Lage zu sein.

Der FCZ ist und bleibt eine Wundertüte

Schon gar nicht der FCZ, wenn er sich so präsentiert, wie im am Mittwoch Letzigrund. Dieser ist und bleibt eine Wundertüte. Nach dem 4:1 in Basel, dem 0:1 zu Hause gegen Vaduz und dem 3:2 in St. Gallen enttäuschte er auf der ganzen Linie, wie eine Woche zuvor gegen den Tabellenletzten aus Liechtenstein. Obwohl die hoch gelobte Leaderfigur Blerim Dzemaili erneut in der Startaufstellung stand und auch Verteidiger Becir Omeragic ins Team zurückkehrte, war der FCZ, man muss es in dieser Deutlichkeit sagen, grottenschlecht. «Wir begannen gut, aber nach dem 0:1 war es bereits vorbei», sagte der FCZ-ler Marco Schönbächler. Enttäuschend war insbesondere, dass die Zürcher nicht einmal versuchten, ihre Defizite mit Einsatz und Aggressivität wettzumachen. Am miesen Eindruck konnte auch das schöne Ehrentor von Toni Domgjoni nichts ändern, die Zürcher erlitten gegen YB die neunte Pflichtspielniederlage in Serie.

Telegramm

Torschützen: 27. Lauper 0:1. 43./45./63. Siebatcheu 0:2, 0:3 und 0:4. 76. Domgjoni 1:4.

Bemerkungen: 13. Tor von Tosin nach Handspiel annulliert. 48. Brecher wehrt Foulpenalty von Ngamaleu ab.

17. Spieltag, 30./31. Januar 2021

Young Boys – Sion 2:1 (2:1)

Nicolas Moumi Ngamaleu (YB) jubelt nach seinem Tor zum 1:0 mit Salto

Nicolas Moumi Ngamaleu (YB) jubelt nach seinem Tor zum 1:0 mit Salto

freshfocus

(keg) Tabellenführer YB zeigte, wer der Chef im Wankdorf war. Ganz klar, die Gelb-Schwarzen. Highlights kamen von YB, Sion kam nicht gegen die bärenstarke Berner Abwehr durch. Da war es für die Walliser fast ein Glück, dass das Team von Fabio Grosso nicht noch mehr Tore kassierte. Denn YB ging mit seinen Torchancen manchmal fast fahrlässig um.

Nach einer persönlichen Torflaute von fast einem Jahr (Tor des Jahres 2020) kam schon in der vierten Minute der Befreiungsschlag für YB. Ngamaleu traf nach einem Gewusel im Strafraum. Er machte vor Freude einen, zwei, drei Vorwärtssalto und ballte die Fast. 1:0 für die Gastgeber. Der Takt war klar. Es ging vor allem in eine Richtung. Aufs Tor von Sion!

Die Walliser taten sich weiter schwer gegen den Tabellenführer. Auffallend YB-Mittelfeldspieler, Sandro Lauper, der nach seiner langen Verletzungspause (Kreuzbandriss) wieder in der Startelf stand, machte ein starkes Spiel.

Dann plötzlich in der 26. Minute wurden die Berner eiskalt erwischt! Ein Freistoss von Anto Gigic, Sion Verteidiger Ayoub Abdellaoui lenkt ein zum 1:1. Die fast einzige Sion-Torchance im ganzen Spiel wurde genutzt und der Ball im Standard versenkt.

Ein Unentschieden liessen die Berner nicht auf sich sitzen. Nur acht Minuten später ist es ausgerechnet Sandro Lauper, der den Ball mit Abpraller am Fuss Sion-Mittelfeldspieler Jean Ruiz ins Tor bretterte. 2:1 für die Gelb-Schwarzen zur Pause. Torschütze Sandro Lauper sagte im Interview nach dem Spiel: «Ich bin sehr glücklich. Besser hätte ich es mir nicht vorstellen können. Es ist erst mein zweites Tor überhaupt für YB».

In der zweiten Halbzeit kam es zu keinem weiteren Tor. YB durfte den Heimsieg für sich beanspruchen. Der Meister liegt nun neu acht Punkte vor dem zweitklassierten FCB.

Telegramm

Torschützen: 4. Ngamaleu 1:0. 26. Abdellaoui 1:1. 34. Lauper 2:1.

Bemerkungen: YB ohne Nsame (gesperrt), Camara, Petignat, Spielmann, Sierro und Martins (verletzt). Sion ohne Serey Die (gesperrt), Andersson, Kabashi, Araz, Iapichino, Martic und Ndoye (alle verletzt). 46. Lattenschuss Moumi Ngamaleu. 89. Lattenschuss Zesiger. Verwarnungen: 22. Zock (Foul), 71. Abdellaoui (Foul). 

Basel - Lugano 2:2 (0:1)

Umkämpftes Duell zwischen Lugano mit Asumah Abubakar (links) und dem FC Basel mit Andrea Padula.

Umkämpftes Duell zwischen Lugano mit Asumah Abubakar (links) und dem FC Basel mit Andrea Padula.

Bild: Marc Schumacher/Freshfocus

(rg) Was für eine turbulente Schlussphase in diesem Spitzenspiel zwischen den YB-Verfolgern Basel und Lugano! Zweimal sahen die Gäste aus dem Tessin als sicherer Sieger aus, zweimal schlug der FCB nochmals zurück und holte sich immerhin noch einen Punkt.

Zwar dominierte der FCB die erste Phase des Spiels deutlich, drängten die Tessiner in die eigene Platzhälfte zurück. Etwas zählbares schaute aber nicht hinaus. Ganz anders sah dies Sache beim neuen Lugano-Stürmer Asumah Abubakar aus. Der Neuzugang, im Winter vom SC Kriens in die Super League gewechselt, spielte in der 36. Minute Timm Klose schwindelig und schob ein zur 1:0-Führung. Es ist eine Führung, die lange Bestand hatte. Basel rannte zwar weiter an, hatte deutlich mehr Ballbesitz, kreierte aber lange zu wenig.

Als sich nach über 80 Spielminute wohl schon einige Fernsehzuschauer mit einem Sieg für die Luganesi arrangiert hatte, kam er doch noch: Der verdiente Ausgleich für den FC Basel. Der eingewechselte Cabral schoss aus kürzester Distanz ein. Doch wieder schlugen die Tessiner zurück: Numa Lavanchy legte den Ball nach einer tollen Vorarbeit in die Mitte, wo Christopher Lungoyi erneut die Führung wiederherstellte: 2:1. Der Jubel ist gross, die Freude der Tessiner währte aber nur kurz. Nach weiteren zwei Zeigerumdrehungen lag der der Ball wieder im Tor: Jasper van der Werff schob den Ball zu seinem ersten Saison-Tor in die Maschen und sorgte für die Punkteteilung.

Telegramm

Torschützen: 36. Abubakar 0:1. 84. Cabral 1:1. 87. Lungoyi 1:2. 89. Van der Werff 2:2.

Servette –Lausanne 1:1 (0:1)

Die entscheidende Parade Jérémy Frick hält den Penalty von Stjepan Kukuruzovic.

Die entscheidende Parade Jérémy Frick hält den Penalty von Stjepan Kukuruzovic.

Bild: Pascal Muller/Freshfocus

(rg) Eine turbulente Schlussphase gibt es auch im Lac-Léman-Derby zwischen Servette und Lausanne. Zwar drückten die Genfer lange auf den Führungstreffer, dann der Schock: Penalty für Lausanne. LS-Captain Stejpan Kukuruzovic scheitert aber an Servette-Goalie Frick.

Und so bleibt es bei der Punkteteilung, über die sich die Lausanner trotz der Möglichkeit auf den Lucky Punch nicht beklagen können. Das Heimteam dominierte die Partie weitestgehendes, hatte auch deutlich mehr den Ball. Doch in den entscheidenden Situationen agierten die Genfer zu ungeschickt. So geschehen in der 21. Minute. Servette-Talent Kastriot Imeri vertändelte im Aufbauspiel den Ball, Lausanne-Stürmer Evann Guessand nutzte die Chance eiskalt: Die 1:0-Führung. Lange rannten die Genfer in der Folge an, kamen aber nur selten in aussichtsreiche Abschlussposition. Für ein hartes Einsteigen sah dann der Lausanner Monteiro in der 66. Minute aber die gelb-rote Karte. Dezimiert beschränkten sich die Waadtländer vollends nur noch auf das Verteidigen, der Ausgleich folgte dennoch. Nach einem Pfostenschuss von Stevanovic musste Schalk nur noch ausgleichen. In der Folge rannten die Genfer an in Richtung Sieg – mussten am Ende mit der Punkteteilung aber dennoch zufrieden sein. Dank Torhüter Jérémy Frick und seiner Parade gegen Kukuruzovic.

Telegramm

Torschützen: 36. Guessand 0:1. 75. Schalk 1:1.

Bemerkungen: 95. Frick hält Foulpenalty von Kukuruzovic.

St. Gallen – Zürich 2:3 (2:3)

Blerim Dzemaili (Zürich) im Kampf mit Lukas Görtler (St.Gallen).

Blerim Dzemaili (Zürich) im Kampf mit Lukas Görtler (St.Gallen).

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(pl) Massgeblich beteiligt an St.Gallens 2:0-Führung nach zehn Minuten ist Basil Stillhart. Zuerst lanciert der Mittelfeldspieler mit einem perfekten Pass in die Tiefe Kwadwo Duah, der in der zweiten Minute bereits das 1:0 erzielt. Zum 2:0 trifft Stillhart dann selber, als er nach einem Freistoss den Ball wunderbar volley abnimmt und dem Torhüter Yanick Brecher keine Abwehrchance lässt. Es ist eine verdiente Führung. Zürich wirkt unsortiert und überfordert vom Tempo der Gastgeber.

In der 14. Minute wird dem FC Zürich nach einem Foul von St.Gallens Betim Fazliji ein Penalty zugesprochen, den Antonio Marchesano souverän verwertet. Danach büsst St.Gallen an Schwung ein, Zürich fängt sich. Die Partie ist weiter sehr unterhaltsam, weil beide Teams vorwärts spielen. In der 38. Minute unterläuft St.Gallens sonst so zuverlässigem Torhüter Lawrence Ati Zigi ein Fehler, den Marchesano zum 2:2 nützt.

Kurz vor der Pause ist Zürich definitiv zurück im Spiel, die Mannschaft von Massimo Rizzo geht durch Salim Khelifi 3:2 in Führung. St.Gallen wird für sein Nachlassen in allen Reihen bestraft. Nach der Pause bekommt der Gastgeber die Zürcher wieder besser in den Griff, schafft es aber nicht mehr, entscheidend zu reagieren.

Telegramm

Torschützen: 2. Duah, 10. Stillhart, 16. (P)/38. Marchesano, 45. Khelifi

Bemerkungen: 

16. Spieltag, 27./28. Januar 2021

Sion – Basel 2:3 (0:2)

Wie schon im Hinspiel trifft Pajtim Kasami gegen seinen Ex-Klub.

Wie schon im Hinspiel trifft Pajtim Kasami gegen seinen Ex-Klub.

Freshfocus

(ewa) Die ersten Minuten und Chancen der Partie gehören dem FC Sion. Bereits nach drei Minuten setzt Wakatsuki das erste Warnzeichen für das Heimteam. Den ersten Treffer erzielt aber denoch der FC Basel. Aus dem Nichts köpft Timm Klose eine Ecke von Valentin Stocker in die Maschen. Es war die erste Torgelegenheit für den FCB. Und auch der zweite Treffer gelingt in der 25. Minute nach einer Ecke. Die von Edon Zhegrova geschlagene Ecke bringt Ex-Sittener Pajtim Kasami mit einem sehenswerten Flugkopfball im Tor unter. In der Folge verpasst der FCB, das dritte Tor nachzulegen, sodass die Partie mit einem 0:2 aus Sion-Sicht in die Pause geht.

Lange scheint es im zweiten Durchgang so, als ob der FCB sicher die drei Punkte nach Hause holt. Bis zur 77. Minute. Gaëtan Karlen bringt einen wuchtigen Flachschuss aus gut 20 Metern im Tor unter. Es war der Startschuss für eine kuriose Schlussphase. Keine drei Minuten nach Karlens Tor, bringt Ricky van Wolfswinkel den Ball nach Vorarbeit von Julian von Moos zu seinem ersten Treffer der Saison im Tor unter. Wenig später, in der 83. Minute, wieder ein Treffer. Wieder Karlen. Diesmal wird er per Kopf von Jared Khasa in Szene gesetzt und lässt Heinz Lindner im Basler Tor keine Chance. Danach passiert nichts mehr und der FC Basel zittert sich nach vier Minuten Nachspielzeit zum ersten Dreier des Jahres. Am Ende aber trotzdem verdient.

Telegramm

Torschützen: 15. Timm Klose. 25. Pajtim Kasami. 77.+83. Gaëtan Karlen. 80. Ricky van Wolfswinkel

Bemerkungen: 24. Lattenschuss Pajtim Kasami. 56. Pfostenschuss Ricky van Wolfswinkel. 88. Lattenschuss Ricky van Wolfswinkel

FC Zürich – Vaduz 0:1 (0:0)

Die Entscheidung: Yannick Schmid (Nummer 15) trifft per Kopf zum 1:0.

Die Entscheidung: Yannick Schmid (Nummer 15) trifft per Kopf zum 1:0.

Freshfocus

(mbr) Die Herrlichkeit nach dem 4:1-Sieg in Basel hat beim FC Zürich nicht lange angehalten. Schon vier Tage später ist er vom FC Vaduz auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Der erst zweite Sieg des Tabellenletzten, der erste auswärts, war alles andere als gestohlen. Mit etwas mehr Abschlussglück hätten die Liechtensteiner statt nur 1:0 auch höher gewinnen können. Nachdem Yannick Schmid vor der Pause mit einem Kopfball nur die Latte getroffen hatte und Sandro Wieser nach einem eindeutigen Foul von Aiyegun Tosin ein Penalty verweigert worden war, winkte nach einer guten Stunde Schmid dann doch noch das Glück, als er einen Corner von Milan Gajic Gaijc einköpfelte.

Als kurz vor Schluss den Gästen die Felle gleichwohl davon zu schwimmen drohten, war der VAR dafür verantwortlich, dass Schiedsrichter Adrien Jaccottet das vermeintliche Ausgleichstor von Adrian Winter annullierte. Vorausgegangen war ein Ellbogenschlag von Blaz Kramer ins Gesicht von Schmid. Der Slowene wurde mit Gelb-rot vom Platz gestellt.

Ohne den am Knie verletzten Blerim Dzemaili, dem Helden von Basel, spielte der FCZ so schwach wie wohl noch nie unter Trainer Massimo Rizzo. Die von vielen bereits als sichere Absteiger gehandelten Vaduzer gaben indes nach dem 0:0 gegen YB ein nächstes kräftiges Lebenszeichen.

Telegramm

Torschütze: 61. Yannick Schmid 0:1.

28. Lattenkopfball Yannick Schmid. 98. Pfostenschuss Cicek. 89. Platzverweis (gelb-rot) Blaz Kramer.

Blaz Kramer (FCZ, links) arbeitet auch in dieser Szene mit dem Ellbogen.

Blaz Kramer (FCZ, links) arbeitet auch in dieser Szene mit dem Ellbogen.

Keystone

Young Boys - Lausanne-Sport verschoben

Es läuft gerade nicht so gut in der Super League. Nicht nur, weil die Teams das Tor kaum treffen, sondern vor allem auch, weil so viele Partien verlegt werden müssen. Warum ist das so? Weshalb ist die Super League so viel häufiger von Absagen betroffen als das Au«sl»and? Weshalb werden nirgendwo so viele Partien abgesagt?

Am gestrigen Abend waren in Europas ersten und den wichtigsten zweiten Ligen sowie in Cupwettbewerben 65 Spiele angesetzt – das Spiel in Bern war das einzige, das wegen Corona ausfiel. Der Verdacht, dass es bei einigen Super-League-Klubs Versäumnisse gibt und mehr «Embolos» unterwegs sind als in Deutschland und anderen Ländern, drängt sich auf.

Aber klar ist eben auch, dass in der Schweiz die Kantonsärzte weniger lange fackeln, um Mannschaften aus dem Verkehr zu ziehen. Die Liga beisst bei ihnen mit dem Anliegen auf Granit, Teams trotz einzelner Corona-Fälle zuzulassen. In Österreich muss zwar bei positiven Fällen die Mannschaft auch in Quarantäne, die negativ getesteten Spieler können aber weiter trainieren und spielen.

15. Spieltag, 23./24. Januar 2021

Vaduz - Young Boys 0:0 (0:0)

Kurz vor dem Halbzeitpfiff wurden sie zu Hauptdarstellern: Nsame (rechts) greift dem Vaduzer Verteidiger Schmid ins Gesicht.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff wurden sie zu Hauptdarstellern: Nsame (rechts) greift dem Vaduzer Verteidiger Schmid ins Gesicht.

Keystone

(frh) Die Formkurven beider Teams könnten gegensätzlicher nicht sein. Während YB Sieg an Sieg aneinanderreiht und der nächsten Meisterschaft entgegen schwebt, hat Vaduz bereits sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz und ist auf bestem Weg in Richtung direktem Wiederabstieg.

Die erst kürzlich mit Edelmetall beschenkten Berner (Jean-Pierre Nsame wurde an den Swiss Football Awards als bester Spieler geehrt, Gerardo Seoane als bester Trainer) bestimmen im Rheinpark in Vaduz von Anfang an Tempo und Rhythmus der Partie. Wie beim Handball passen die Gäste die Kugel von links nach rechts und versuchen, die Lücke in der Vaduzer Abwehr zu finden. Vorerst bleibt die Suche erfolglos.

Aber auch die Liechtensteiner kommen dann und wann vielversprechend vors Tor. Einmal wird ein Schuss von Gajic geblockt, immer wieder sorgt Stürmer Djokic mit seinen Vorstössen für Probleme. Die grossen Chancen aber bleiben zunächst auf beiden Seiten aus.

In der 39. Minute dann der Schock für YB. Nsame lässt sich gegen Schmid zu einer Tätlichkeit hinreissen und greift dem Vaduzer ins Gesicht. Nach dem Videostudium schickt Schiedsrichter Fähndrich den Berner Topstürmer frühzeitig unter die Dusche. Eine erhebliche Schwächung für YB, das mit den zäh verteidigenden Hausherren ohnehin seine liebe Mühe hat.

In Hälfte zwei beisst sich der Leader weiter die Zähne an der diszipliniert agierenden Vaduz-Abwehr aus. Seoane reagiert, wechselt offensiv, die zündenden Ideen aber bleiben aus. Mehr noch: Ohne Nsame findet der Meister im Angriff kaum noch statt. Wenn es vor einem Tor mal gefährlich wird, dann ist der FC Vaduz involviert. Einem Torerfolg am nächsten kommt Gajic: In der 81. Minute landet sein Freistoss am Aussenpfosten. Danach passiert nichts mehr. Es bleibt beim torlosen Unentschieden, mit dem die Young Boys nach diesem Spielverlauf sicherlich besser leben können.

FC St.Gallen - Lugano 0:1 (0:0)

Enttäuschte St.Galler nach dem Abpfiff der Heimpartie gegen Lugano.

Enttäuschte St.Galler nach dem Abpfiff der Heimpartie gegen Lugano.

Bild: Keystone

(dwa) Der FC St.Gallen bleibt gegen Lugano in dieser Saison tor- und sieglos. Beim 0:1 gegen die Tessiner sorgt ein umstrittener Penalty für die Entscheidung. Ansonsten wiederholen sich zahlreiche Muster vom Duell Mitte Dezember. Und es verfestigt sich die Erkenntnis, dass den Ostschweizern im Angriff jegliche Durchschlagskraft fehlt.

Wenn St.Gallen gegen Lugano antritt, ist das ist in den allermeisten Fällen nichts für Fussball-Gourmets. Den Ostschweizern fehlt seit dem Abgang ihrer treffsicheren Angreifer Itten und Demirovic offensiv weiterhin jegliche Durchschlagskraft. Die Tessiner ihrerseits mauern und setzen bloss auf Konter. Dass es im heutigen Duell trotzdem einige Chancen auf beiden Seiten und sogar noch ein Tor gibt, macht das Spiel kaum besser.

Für die Entscheidung sorgen im Kybunpark zwei Szenen in der zweiten Halbzeit. Zunächst sieht der St.Galler Boubacar Faye Traorè nach einem Foulspiel die zweite gelbe Karte und wird des Feldes verwiesen. Kurze Zeit später schaltet sich der VAR nach einer Intervention des eingewechselten Tim Staubli im Strafraum ein. Schiedsrichter Fedayi San konsultiert die TV-Bilder und entscheidet auf Penalty. Der frühere St.Galler Mijat Maric bezwingt St.Gallen-Goalie Zigi sicher zum 1:0-Siegestreffer. St.Gallen-Trainer Peter Zeidler bezeichnet es nach Spielschluss als «sehr ärgerlich», dass der VAR die entscheidende Szene als klare Fehlentscheidung taxierte und eingriff.

Telegramm

Torschütze:  85. Maric 0:1 (Foulelfmeter)
Bemerkungen: 72. Gelbrote Karte für Traorè (St.Gallen)

FC Basel - FC Zürich 1:4 (0:0)

Edon Zhegrova ist nach der deutlichen Pleite gegen den FC Zürich bedient.

Edon Zhegrova ist nach der deutlichen Pleite gegen den FC Zürich bedient.

Marc Schumacher / freshfocus

Im Klassiker gehört dem FCZ nach sieben Minuten die erste nennenswerte Chance. Blaz Kramer wird steil lanciert, umkurvt Heinz Lindner, setzt seinen Schuss aus spitzem Winkel aber nur an den Aussenpfosten. Danach flacht das Spiel ab. Der FC Basel lässt mehrheitlich den Ball laufen, doch die Chancen gehören den Gästen. Nach 19 Minuten schiesst Antonio Marchesano drüber. Ab der 30. Minute ändert sich das Spiel komplett, plötzlich gibt es Chancen hüben wie drüben. Innert zwei Minuten pariert FCZ-Torhüter Yannick Brecher glänzend gegen Schüsse von Arthur Cabral und Pajtim Kasami. Auf der Gegenseite hat erneut der wirblige Marchesano die Führung auf dem Fuss. Frei vor dem Tor setzt er aber eine Direktabnahme zu hoch an.

Die zweite Halbzeit beginnen die Gäste gefährlicher. Kurz nach Wiederanpfiff köpft Kramer einen Freistoss freistehend neben das FCB-Gehäuse. Die Basler brauchen lange, um den Tritt zu finden. Nach 64 Minuten fordert der eingewechselte Edon Zhegrova Brecher, doch der Zürcher Schlussmann obsiegt erneut. Zhegrovas Chancen läutet 15 turbulente Minuten ein: Nach 67 Minuten entwischt Kramer der Basler Innenverteidigung und lenkt eine Flanke Marchesanos ins Tor ab. Nur sechs Minuten danach doppelt Lasse Sobiech nach einem ruhenden Ball von FCZ-Rückkehrer Blerim Dzemaili, der in der Startelf steht und ein überzeugendes Comeback feiert, nach. Doch dieses Mal gelingt dem FCB eine Reaktion. Nur zwei Zeigerumdrehungen später bringt Cabral mit einem sehenswerten Volley die Hoffnung zurück. Eine Hoffnung, die aber nur kurz anhält. Denn in der 80. Minute präsentiert sich die Basler Abwehr erneut zu schläfrig. Nathan verwertet eine Flanke im Anschluss an eine Ecke. Damit ist das Spiel gelaufen, doch das Endresultat steht noch nicht fest. Denn in der Nachspielzeit verwertet der omnipräsente Marchesano auch noch einen Foulpenalty. Es ist der Abschluss eines rundum missglückten Jahresauftaktes des FC Basel.

Telegramm

Torschützen: 67. Cömert (Eigentor) 0:1 73. Sobiech 0:2 75. Cabral 1:2 80. Frei (Eigentor) 90.+4 Marchesano 1:4

Bemerkungen: keine.

Lausanne - Sion 0:1

Torschütze Karlen (verdeckt) wird nach seinem Führungstreffer von den Kollegen geherzt.

Torschütze Karlen (verdeckt) wird nach seinem Führungstreffer von den Kollegen geherzt.

freshfocus

Wenn Sion in diesen Tagen und Wochen auf dem Feld steht, entwickeln sich daraus nur selten wirklich ansehnliche Spiele. Das ist auch beim 1:0-Auswärtssieg in Lausanne nicht anders, doch das hat anfänglich nur bedingt etwas mit den beiden Mannschaften zu tun. Auf dem Rasen im Stade de la Tuilière liegt Schnee, das Geläuf ist glitschig, der Ball für die Spieler nur schwer kontrollierbar, wirklicher Spielfluss mag besonders in Hälfte eins nicht aufkommen. Nur gut für die Gäste aus Sion, dass sie ihren Führungstreffer nicht aus dem Spiel heraus erzielen müssen, und ihnen stattdessen ein Eckball genügt:

Anto Grgic – seit Wochen Dreh- und Angelpunkt im Sittener Ensemble – bringt den Ball flach in den Strafraum, wo Gaetan Karlen heranrauscht und am ersten Pfosten abschliesst.

Lausanne, geschwächt durch den langwierigen Ausfall seines Topstürmers Aldin Turkes, versucht sein Bestes, Turkes-Ersatz Guessand kommt das ein oder andere Mal aussichtsreich vors Tor, doch auch ihm will nicht wirklich Handfestes gelingen.

Im zweiten Umgang schmilzt dann der Schnee allmählich, das Spiel wird schneller, Lausanne vergibt weitere Chancen, Sion trifft durch Abdellaoui noch einmal die Latte (58.). Kurz vor Schluss haben die Sittener Glück, dass sie nach einem Foul im eigenen Strafraum keinen Penaltypfiff gegen sich bekommen. Es bleibt bei Karlens Treffer.

Und damit darf Sion-Coach Fabio Grosso, der das Spielgeschehen weitgehend mit gequälter Mimik verfolgt, aufatmen. Sein Chef Christian Constantin erhöhte den Druck unlängst und forderte öffentlich Resultate. Gewiss, die Walliser bieten selten Spektakel, doch letztlich lesen sich die Zahlen nicht allzu schlecht: Seit nunmehr fünf Spielen ist die Mannschaft ungeschlagen, durch den Sieg gegen Lausanne klettert man vorübergehend an Luzern vorbei auf Rang 8.

Telegramm

Torschützen: 26. Karlen 0:1

Bemerkungen: keine.

Nachtragsspiele 20. Januar 2021

Lugano - Young Boys 0:2

Christian Fassnacht bejubelt das 1:0 für YB.

Christian Fassnacht bejubelt das 1:0 für YB.

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Mit einem 2:1-Auswärtssieg in St. Gallen hatten sich die Young Boys in die kurze Winterpause verabschiedet, mit einem Dreier auf fremdem Terrain gegen den FC Lugano sind sie nun auch ins neue Jahr gestartet. Aus den einst so auswärtsschwachen Bernern ist längst eine Macht in der Fremde geworden. Ihr 2:0-Sieg sorgt dafür, dass sie nach 14 Runden, nach der endlich einmal alle Teams gleich viele Partien ausgetragen haben, mit acht Punkten Vorsprung auf Basel und St. Gallen sowie elf auf Lugano die Tabelle anführen und auf gutem Weg sind, zum vierten Mal in Folge Schweizer Meister zu werden.

Jene, die sich zuvor das Handball-WM-Spiel der Schweizer gegen Island angeschaut hatten und vom Triumph noch etwas aufgewühlt waren, bekamen beim Spiel in der Südschweiz die Gelegenheit, den Puls wieder runterzufahren oder sich sogar ein kleines Nickerchen zu gönnen. Die Nachtragspartie der 6. Runde im Cornaredo war zwar die Begegnung zwischen dem Tabellendritten Lugano und dem Leader YB, doch von Klasse war eine ganze Halbzeit lang nichts zu sehen. Fast nichts: Adrian Guerrero besass die Möglichkeit zur Tessiner Führung, scheiterte aber an Goalie David von Ballmoos.

Als dann aber die Offensive der Gäste zehn Minuten nach der Pause erwachte und mit dem ersten Torschuss das 1:0 durch Christian Fassnacht erzielte, kam etwas Leben in die Bude. Nachdem Mattia Bottani kläglich mit einem Fehlschuss das 1:1 vergeben hatte, beendete auch YB-Goalgetter Jean-Pierre Nsame seinen Winterschlaf. Zuerst traf er mit einem Kopfball die Lattenoberkante, dann nützte er eine Viertelstunde vor Schluss ein Zuspiel von Meschack Elia zum 2:0. Kurz zuvor war bei den Luganesi der vom SC Kriens verpflichtete Stürmer Asumah Abubakar eingewechselt worden, doch auch mit dem Portugiesen bissen sich die Gastgeber nun die Zähne an der stabilen Berner Abwehr aus. Diese hat nach 14 Partien lediglich zehn Gegentore kassiert.

Telegramm

Torschützen: 55. Fassnacht 0:1. 75. Nsame 0:2.

Bemerkungen: 63. Kopfball Nsame an die Lattenoberkante.

St. Gallen - Vaduz 2:0 (0:0)

Nach einer Stunde spitzelt Kwadwo Duah den Ball an Vaduz-Goalie Benjamin Buechel vorbei zum 1:0.

Nach einer Stunde spitzelt Kwadwo Duah den Ball an Vaduz-Goalie Benjamin Buechel vorbei zum 1:0.

Claudio Thoma / freshfocus

Das Nachtragsspiel auf dem tiefen Boden im Kybunpark bietet kaum Höhepunkte. Die Liechtensteiner machen im eigenen Strafraum dicht, kommen nur zu einem einzigen Schussversuch in der ersten Halbzeit. Die St.Galler ihrerseits bestimmen zwar das Geschehen - bringen in der ersten Halbzeit vor dem Tor bis auf zwei Halbchancen durch Victor Ruiz aber ebenfalls wenig zustande.

Nach einer Stunde erst können die Ostschweizer ihre Überlegenheit in Tore ummünzen. Nach einem Missverständnis in der Vaduzer Abwehr setzt Ruiz nach und bedient Kwadwo Duah vor dem Tor. Das 2:0 zehn Minuten später ist ein Zufallsprodukt. Basil Stillhart wird von Ruiz stark per Absatzkick bedient, trifft den Ball volley nicht richtig - so dass der Ball für Benjamin Büchel zum unhaltbaren Lobball wird. Verdient ist der St.Galler Sieg aber allemal: Über 60 Prozent Ballbesitz und ein Schussverhältnis von 19 zu 2 sprechen eine deutliche Sprache. Es ist das erste mal in dieser Saison, dass die Ostschweizer ein Spiel mit mehr als einem Tor Unterschied gewinnen.

Für die Vaduzer gibt es am Tabellenende je länger je weniger Hoffnung.
St.Gallen hingegen erobert sich mit dem Sieg den dritten Platz von Lugano zurück.

Telegramm:

Torschützen: 62. Duah 1:0. 70. Stillhart 2:0.

Bemerkungen: keine.

Nachtragsspiel, 17. Januar 2021:

Sion - Lugano 1:1

Fabio Dapréla erzielt den späten Ausgleich für Lugano.

Fabio Dapréla erzielt den späten Ausgleich für Lugano.

Laurent Gillieron / KEYSTONE

Die Super League ist zurück: Am Sonntag standen sich der FC Sion und der FC Lugano im ersten Spiel nach der Winterpause gegenüber. Die Nachholpartie der 10. Runde bot lange wenig Unterhaltung und entschädigte schliesslich mit einer ereignisreichen Schlussphase, in der die Luganesi in letzter Sekunde das 1:1 erzielten. Nach einer Ecke stocherte Lugano-Verteidiger Fabio Daprelà den Ball zum verdienten Ausgleich ins Tor. Zuvor hatte Anto Grgic die Sittener mittels Foulelfmeter in Führung gebracht (75.).

Beide Teams setzten mit dem Remis eine Serie fort. Für den FC Lugano war es das vierte Unentschieden in Folge, für den FC Sion das vierte Spiel hintereinander ohne Niederlage. Während die Tessiner auf den dritten Tabellenplatz vorrücken, verbleiben die Walliser auf Barrage-Rang 9.

Telegramm:

Torschützen: 75. Grgic 1:0 (Penalty). 90. Daprelà 1:1.

Bemerkungen: keine.