Rassismus
Granit Xhaka und Co. werden auf Social Media beleidigt: Der Nati-Captain antwortet: «Es wird sich nie ändern!!!»

Die Schweizer Nationalmannschaft verliert in Tschechien 1:2. Daraufhin werden die Nati-Cracks, insbesondere die Secondos auf den Sozialen Medien rassistisch beleidigt. Captain Granit Xhaka und Nati-Direktor Pierluigi Tami melden sich zu Wort.

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Die Schweizer Nationalmannschaft verliert das erste Spiel der Nations League in Prag gegen Tschechien mit 1:2. Die Niederlage stösst einigen Fans sauer auf. Nicht das erste Mal, werden die Secondos der Nationalmannschaft hart angegangen. Ein Fan teilt am Donnerstagabend in einem Kommentar beim «Blick» aus:

Ach was waren das noch Zeiten, als die Nationalspieler noch Suter, Egli, Wehrli, Sulser, usw. geheissen haben. Heute Okafor, Sow, Xhaka, Shaqiri... Wer als Schweizer soll sich damit noch identifizieren? Ich nicht. Nein wir arbeiten als Maurer, Krankenpfleger, Detailhandel oder sonst was. Weit haben wir es gebracht mit der Immigrationspolitik. Und nein ich bin kein SVP-ler oder Rechter.

Noch am Abend reagierte Captain Granit Xhaka auf die Nachricht und antwortete kurz und knapp: Es wird sich nie ändern!!!

Der Post des Fan stiess auch bei den Verantwortlichen des Schweizer Fussballverbandes SFV sauer auf. Am Freitagvormittag nimmt Nati-Direktor Pierluigi Tami Stellung. Er schreibt: Unser Captain Granit Xhaka hat letzte Nacht auf einen Leserkommentar reagiert. Solche Leserkommentare sind niederträchtig und verletzend, stimmen uns traurig und tun weh.

Weiter schreibt Tami: Jeder einzelne Nati-Spieler ist unglaublich stolz für sein Land zu spielen und trainiert hart dafür. Respekt und Toleranz sind gelebte Grundwerte im SFV, die wir auch von allen Zuschauern und Fans verlangen.

Dem SFV ist bewusst, dass es sich bei diesen Kommentaren um eine Minderheit handelt. Der Verband bedankt sich bei allen Fans und schreibt: Wir sind stolz auf unsere «Fankurve Schweiz», die uns in jeder Situation unterstützt. Auf und neben dem Feld.

Immer wieder kommt es vor, dass sich «angebliche Fans», sich auf den Sozialen Medien freie Luft verschaffen. Es gilt zu hoffen, das Xhaka und Co dies schnell wegstecken. Bereits am Sonntag steht das Auswärtsspiel in Lissabon gegen Portugal auf dem Programm. (swe)