Olympische Spiele
Simon Ammann vor seinen siebten Spielen: «Ich stehe wieder da und bin ergriffen»

1998 nahm Simon Ammann in Nagano als 16-Jähriger erstmals an den Olympischen Winterspielen teil. In wenigen Tagen folgt als 40-Jähriger die siebte Teilnahme.

Gabriel Vilares
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Simon Ammann bestreitet in Peking seine siebten Olympischen Spiele. Damit ist der 40-Jährige Schweizer Rekordhalter.

Simon Ammann bestreitet in Peking seine siebten Olympischen Spiele. Damit ist der 40-Jährige Schweizer Rekordhalter.

Keystone

Simon Ammann wird in den kommenden Tagen seine siebten Olympischen Spiele in Angriff nehmen: Rekord! Weder bei Winter- noch Sommerspielen war ein Schweizer Athlet öfters dabei. Der vierfache Olympia-Sieger ist gemeinsam mit Dario Cologna erfolgreichster Schweizer Winter-Olympionike.

Dabei dachte der 40-jährige Toggenburger, dass er in Pyeongchang vor vier Jahren seinen letzten Olympia-Auftritt haben werde. «Jetzt stehe ich wieder da und bin ergriffen vom Gedanken an die nächste Olympiateilnahme. Diese löst bei mir viel aus», verrät Amman kurz nach seiner Ankunft im Olympischen Dorf in Zhangjiakou in einem Interview mit Swiss Olympic.

Der Skispringer befindet sich seit vergangenem Samstag im Olympischen Dorf. Da viele Athleten erst in den nächsten Tagen eintreffen werden, herrsche noch wenig Leben. Trotzdem ist der erste Eindruck positiv. «Es wurden hier keine Wohnblocks gebaut wie in Pyeongchang und es ist nicht so Uni-Campus-mässig wie in Sotschi. Die Gestaltung der Häuser, die Aufteilung gefällt mir.»

Ammann will in die Top 12

In dieser Saison lief es dem 40-Jährigen bis anhin noch nicht nach Wunsch. Einzig in Oberstdorf bewies Ammann, dass er nach wie vor mit der erweiterten Weltspitze mithalten kann. Mit dem 13. Rang erfüllte er die Olympia-Limite. Dementsprechend zurückhaltend formuliert der vierfache Olympia-Sieger seine Ziele. «Ich will hier meine Saisonbestleistung erreichen». Heisst: ein Platz unter den besten 12. «Höhere Ziele zu formulieren wäre verwegen. Doch die Welt entsteht im Kopf, daran arbeite ich.»

Auf dieser Schanze werden die Skispringer um die Medaillen fliegen.

Auf dieser Schanze werden die Skispringer um die Medaillen fliegen.

Keystone

Am 6. Februar wird um den ersten Medaillensatz auf der Normalschanze gesprungen. Sechs Tage später folgt das Springen auf der Grossschanze. Die grössten Hoffnungen auf einen Schweizer Exploit ruhen auf Killian Peier. Der 26-jährige Waadtländer sprang in dieser Saison zweimal beim Weltcup in Engelberg auf den vierten Rang. Mit Gregor Deschwanden und Dominik Peter werden zwei weitere Schweizer am Start stehen.