Lindvik fliegt zu Gold
Simon Ammann nach seinen siebten Olympischen Spielen: «Traurig sein gehört bei so einem Event dazu»

Der Olympiasieg auf der Grossschanze geht nach Norwegen. Marius Lindvik fliegt zu Gold, für den Japaner Ryoyu Kobayashi bleibt nur Silber. Simon Ammann erhoffte sich derweil mehr als nur Rang 25.

Simon Wespi
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War eine Klasse für sich: Marius Lindvik krönt sich mit Olympia-Gold.

War eine Klasse für sich: Marius Lindvik krönt sich mit Olympia-Gold.

Keystone

Er überflügelte die Konkurrenz im Finaldurchgang deutlich. Marius Lindvik sprang auf der Grossschanze zu Olympia-Gold. Der Norweger, der nach dem ersten Durchgang noch an zweiter Stelle klassiert war, setzte erst nach 140 Meter zur Landung an. Damit überholte der junge Norweger Ryoyu Kobayashi. Der Japaner muss nach Gold auf der Normalschanze nun mit Silber vorliebnehmen. Bronze sicherte sich Karl Geiger. Der Deutsche verdrängte im Finaldurchgang gleich mehrere Athleten und konnte so das wohl nicht mehr budgetierte Edelmetall abholen.

Ernüchterung im Schweizer Lager

Aus Schweizer Sicht lief der Wettkampf in China enttäuschend. Simon Ammann, der vierfache Olympia-Sieger, zeigte zwar einen soliden ersten Sprung, im Finaldurchgang kam er jedoch nicht auf die gewünschte Weite. «Wenn ich die zwei Sprünge anschaue, habe ich viel richtig gemacht. Aber im Skispringen ist es so, wenn verschiedene Puzzles noch nicht ganz zusammenpassen, dann reicht es nicht weiter nach vorne», analysierte Ammann bei SRF das Gezeigte.

Simon Ammann kann nach Schlussrang 25 nicht zufrieden sein.

Simon Ammann kann nach Schlussrang 25 nicht zufrieden sein.

Keystone

Bei seinen siebten Olympischen Spielen muss sich der 40-jährige Toggenburger mit Rang 25 begnügen. «Wenn ich später traurig sein sollte, ist dies ok, das gehört dazu bei so einem Event.» Auch Teamleader Killian Peier kam nicht wie gewünscht auf Touren. Der 26-jährige Waadtländer wurde lediglich 27. Nach Platz 17 auf der Normalschanze, zeigte sich Gregor Deschwanden auch auf der Grossschanze für das beste Schweizer Ergebnis verantwortlich. Der 30-jährige Luzerner sprang jedoch lediglich auf Schlussrang 22.

Nicht in den Finaldurchgang schaffte es Dominik Peter. Der 20-jährige Zürcher beendete den Wettkampf auf Platz 35. Auf das Schweizer Quartett wartet nun am Montag zum Abschluss der Team-Wettbewerb.