Langlauf
Alexander Bolschunow gewinnt in Silvaplana – Dario Cologna trotz Sturz in den Top 15

Dario Cologna wird im Heimrennen in Silvaplana 14. Den Sieg holt sich in eindrücklicher Manier der Russe Alexander Bolschunow. Er geht morgen mit 18 Sekunden Vorsprung auf Johannes Kläbo ins 50 km-Rennen. Bei den Frauen lief Nadine Fähndrich in die Top 20.

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Das Langlauf-Feld nach dem Start in Silvaplana.

Das Langlauf-Feld nach dem Start in Silvaplana.

Keystone

(swe/rst) Zum Auftakt des Weltcupfinal-Wochenendes im Engadin stand am Samstagmittag in Silvaplana das Rennen über 15 Kilometer in der klassischen Technik auf dem Programm. Gleich neun Swiss-Ski-Athleten standen am Start. Am besten lief es erwartungsgemäss Dario Cologna. Zwar stürzte der in der zweiten von vier Runden, als er und ein russischer Läufer sich in die Quere kamen. Der Lokalmatador konnte sich aber wieder herankämpfen, zeigte einen starken Schlussspurt und wurde starker 14. Die weiteren Schweizer klassierten sich hinter den ersten 30.

Bolschunow geht mit 18 Sekunden Vorsprung ins morgige Rennen

Eine Klasse für sich war Gesamtweltcup-Sieger Alexander Bolschunow. Der Russe siegte 18 Sekunden vor den Norwegern Johannes Kläbo und Paal Golberg. Morgen wird mit den Abständen des heutigen Rennens in die Verfolgung über 50 km von Maloja nach S-chanf gestartet. Schwer vorstellbar, dass Bolschunow das Rennen im Alleingang vorneweg laufen wird, zumal auf morgen Gegenwind angesagt ist. Es könnte also durchaus zu einem neuerlichen 50-km-Duell kommen zwischen Bolschunow und Kläbo.

Für Cologna, der bereits 43 Sekunden Rückstand auf den Sieger hat, dürfte es darum gehen, mit seinen Vorderleuten eine Gruppe bilden und allenfalls zu Kläbo und Co. aufschliessen zu können. «Einfach wird es nicht - Kläbo seinerseits wird versuchen, die Lücke zu Bolschunow zu schliessen», so Cologna.

Dreifacher «Engadiner»-Gewinner Furger deutlich zurückgebunden

Die Abstände im 15 km-Rennen waren grösser als erwartet. Der starke Wind zog das Feld in die Länge. Die weiteren Schweizer mit Ueli Schnider (33.), Jonas Baumann (40.), Jason Rüesch (45.), Cedric Steiner (49.) und Beda Klee (52.) haben bereits zwischen einer und zwei Minuten Rückstand. «Wir können morgen nur auf etwas Neuschnee und Gegenwind hoffen», sagte Klee im Ziel. Nur so könne sich ein «Bummelrennen» entwickeln, in dem auch Läufer aus den hinteren Regionen eine Chance erhalten, wieder heranzukommen. Schwer wird es definitiv für den dreifachen «Engadiner»-Gewinner Roman Furger. Er müsste mehr als zweieinhalb Minuten aufholen, um in die Spitzengruppe zu laufen.

Stupak siegt – Fähndrich in den Top 20

Auch bei den Frauen ging der Sieg nach Russland. Yulia Stupak siegte vor Heidi Weng aus Norwegen. Nadine Fähndrich lief mit gut einer Minute Rückstand als beste Schweizerin auf Rang 19. Laurien van der Graaff wurde 48.

Das 30-km-Skatingrennen der Frauen von morgen Sonntag beginnt um 8.15 Uhr, die 50 km der Männer um 10.35 Uhr.