Giro d'Italia
Gino Mäder gewinnt sensationell bei Bergankunft

Lange ist es her, als die Schweiz beim Giro d'Italia einen Etappensieg feiern durfte. Gino Mäder lässt in der 6. Etappe alle stehen und kommt solo bei der Bergankunft ins Ziel.

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Gino Mäder feiert bei der Bergankunft und der 6. Giro-Etappe in Ascoli Piceno einen Solo-Sieg.

Gino Mäder feiert bei der Bergankunft und der 6. Giro-Etappe in Ascoli Piceno einen Solo-Sieg.

Keystone

Die Schweiz darf nach 2017 wieder einen Etappensieg am Giro d'Italia feiern. Silvan Dillier, der vor vier Jahren triumphieren konnte, wird nun von Gino Mäder abgelöst. Der 24-jährige Berner gewinnt die 6. Etappe beim Giro und realisiert den grössten Erfolg seiner Karriere. Auf dem 1100 Meter hohen Colle San Giacomo in Ascoli Piceno kommt Mäder solo ins Ziel.

Gut 100 Kilometer vor Rennende kann Mäder mit weiteren Fahrern eine grössere Fluchtgruppe bilden. Die entscheidende Attacke des Oberaargauers folgt früh am Schlussanstieg. Der Fahrer vom Team Bahrain Victorious nimmt dem zweitplatzierten Kolumbianer Egan Bernal 12 Sekunden ab. Der Ire Daniel Martin folgt auf dem dritten Platz. Einen Tag zuvor verlor das Team des Schweizer Siegers noch seinen Captain Mikel Landa, der mit einem Streckenposten kollidiert war und das Schlüsselbein brach. Nun diese Reaktion.

Neuer Führender der Gesamtwertung ist der Ungar Attila Valter, der elf Sekunden vor dem Belgier Remco Evenepol und 16 Sekunden vor Bernal liegt. Bester Schweizer im Gesamtklassement ist Gino Mäder auf dem 22. Platz. Er verliert 2:17 Minuten auf den Träger des Rosa Trikots. (gav)