Planungssicherheit
Swiss Football League verschiebt den Saisonstart – und fordert die Aufhebung der Fan-Beschränkung in Stadien

Die Swiss Football League (SFL) verschiebt nach den Aussagen des Bundesrats den Saisonstart um eine Woche. Der SFL fordert zudem volle Auslastung der Stadien ab August.

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Claudius Schaefer, CEO der Swiss Football League (SFL), fordert Planungssicherheit für die Klubs.

Claudius Schaefer, CEO der Swiss Football League (SFL), fordert Planungssicherheit für die Klubs.

Keystone

(gav) Vergangene Woche hatte der Bundesrat seine Corona-Strategie für die kommenden Wochen definiert. Das 3-Phasen-Modell beinhaltet eine Schutzphase, Stabilisierungsphase und die Normalisierungsphase. In der letzten Phase sollen voraussichtlich ab August (abhängig von der Pandemie-Entwicklung) die Kapazitätsbeschränkungen vollständig aufgehoben werden.

Somit sollte dann ab der dritten Phase in den Schweizer Fussballstadien wieder Normalität herrschen und die volle Auslastung möglich sein. Auf Grundlage dieser Information hat das Komitee der Swiss Football League (SFL) entschieden, den Saisonstart um eine Woche auf den Zeitraum vom 23. bis 25. Juli 2021 zu verschieben. Das teilt die SFL am Montagnachmittag in einer Mitteilung mit.

«Es fand eine Abwägung zwischen sportlichen und wirtschaftlichen Interessen statt», erklärt Claudius Schäfer, CEO der SFL. «Einerseits sind die an den Qualifikationsspielen für die europäischen Wettbewerbe teilnehmenden Klubs bereits auf Spielpraxis angewiesen, andererseits erhöht jede Woche die Chance für die Klubs, mehr Fans zulassen zu können.»

Forderung nach Planungssicherheit

Laut aktuellen Bestimmungen des Bundes darf im Freien vor maximal 100 Zuschauern gespielt werden. Mit der aktuellen Beschränkung zeigt sich die SFL nicht zufrieden: «Die Öffnung der Stadien ist aus wirtschaftlicher Sicht überlebensnotwendig. Die Klubs benötigen aus finanziellen und strategischen Gründen dringend die grösstmögliche Planungssicherheit, weil in den kommenden Wochen der Verkauf der Saisonkarten für die Saison 2021/22 beginnt», ergänzt Schäfer. «Die heutige Kapazitätsbeschränkung auf 100 Zuschauerinnen und Zuschauer erachten wir als unverhältnismässig tief.»

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