Champions League
Sandro Lauper vor CL-Kracher: «Ronaldo ist nicht der Spieler, der viele Wege macht»

Die Young Boys wollen den Fans im Auftaktspiel der Champions League etwas bieten. Coach David Wagner, Sandro Lauper und Michel Aebischer sprechen an der Pressekonferenz über ihre Erfahrungen mit Manchester United und Cristiano Ronaldo.

Gabriel Vilares
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Sandro Lauper (links) im Duell mit Cristiano Ronaldo in der Gruppenphase der Champions League 2018.

Sandro Lauper (links) im Duell mit Cristiano Ronaldo in der Gruppenphase der Champions League 2018.

Keystone

Am Dienstagabend (18.45 Uhr) beginnt für die Young Boys das zweite Champions-League-Abenteuer der Vereinsgeschichte. Zum Auftakt kommt gleich Manchester United mit Cristiano Ronaldo ins Wankdorf. Für den fünffachen Weltfussballer des Jahres ist es eine Rückkehr nach Bern. 2018 gastierte er mit Juventus in der Schweizer Hauptstadt und musste mit einer 1:2-Niederlage abreisen. Klar, dass der 36-jährige portugiesische Superstar und die damalige Partie ein grosses Thema an der Pressekonferenz am Montagnachmittag sind:

«Ronaldo ist nicht der Spieler, der viele Wege macht. Aber er macht schlaue Wege. In der Box ist er schwierig zu verteidigen, er ist sowohl mit dem Fuss als auch mit dem Kopf äusserst gefährlich. Wir müssen als Team verteidigen und jeder dem anderen helfen», so Defensiv-Spieler Sandro Lauper.

Vor dem Meisterschaftsspiel am Samstagabend gegen den FCZ habe man das Comeback von Ronaldo im ManU-Dress verfolgt, seine beiden Tore gesehen und intern analysiert. Es ist wahrscheinlich, dass Sandro Lauper von Beginn weg in der Innenverteidigung auflaufen dürfte. Teamkollege Cédric Zesiger zog sich am Samstag eine Fuss- und eine Knochenprellung im Knie zu und konnte auch am Montag nicht mit dem Team trainieren.

Schon 2018 mit ManU in der Gruppe

Lauper und Michel Aebischer sind beides Spieler, die bereits bei der YB-CL-Premiere 2018 ihre Erfahrungen sammeln konnten. Neben Juve war damals auch Manchester United in der Gruppe. Beide Male musste man als Verlierer vom Platz. Der 24-jährige Aebischer reift weiterhin als Spieler, durfte im WM-Qualispiel mit der Nati gegen den Europameister auflaufen: «Es gibt positive Emotionen. Man kann Schlüsse daraus ziehen, dass es technisch noch bessere Fussballer gibt und alles noch schneller geht. Es war also schon von Vorteil, bereits gegen Top-Spieler wie die Italiener gespielt zu haben.»

Für den zentralen Mittelfeldspieler seien die Berner in ihrer Gruppe klarer Aussenseiter, lässt er an der Medienkonferenz verlauten. Auch YB-Coach David Wagner pflichtet dem bei: «Es ist ganz wichtig, dass wir bei allem Respekt und der Grösse des Klubs davon lösen, nur auf das Resultat zu schauen. Ich kann für morgen nichts versprechen, ausser, dass die Spieler vor einer tollen Kulisse alles geben werden, dass sie kämpfen werden. Das ist das, was ich von uns erwarten und versprechen kann.»

Der 49-jährige Deutsche weiss, wie man die «Red Devils» schlagen kann. 2017 gelang ihm das in der Premier League beim 2:1-Sieg mit Huddersfield: «Es war ein grossartiger Tag. Es haben viele Punkte dazu beigetragen, dass wir am Schluss gewonnen haben. Aber auch da haben wir uns darauf fokussiert, was wir können und haben uns nicht auf das Resultat versteift.»

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