Challenge League
Ein Treffer fehlt: Der FC Aarau verspielt den Aufstieg

Der FC Winterthur sichert sich durch ein souveränes 5:0 in Kriens Platz eins, der FC Schaffhausen darf nach einem 2:1 bei Stade Lausanne-Ouchy in die Barrage. Und der FC Aarau steht nach einer 1:2-Heimniederlage gegen Vaduz mit leeren Händen da.

Dan Urner
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Aus der Aufstiegstraum: Der FC Aarau verbleibt in der Challenge League.

Aus der Aufstiegstraum: Der FC Aarau verbleibt in der Challenge League.

Freshfocus

Fassungslosigkeit im Brügglifeld: Der FC Aarau hat die Rückkehr in die höchste Schweizer Spielklasse wider Erwarten verpasst. Die «Aufsteigbaren», so hatten sie die Zeitungen von CH Media unlängst bezeichnet, hätten im abschliessenden Saison-Heimspiel gegen den FC Vaduz bloss einen Punkt benötigt, um der siebenjährigen Super-League-Absenz auf direktem Weg einen Schlussstrich zu verpassen. Doch daraus wurde nichts: Der FCA kassierte gegen die Liechtensteiner eine bittere 1:2-Niederlage, derweil sich der FC Winterthur beim Schlusslicht SC Kriens keine nennenswerten Blösse gab und durch einen diskussionslosen 5:0-Erfolg direkt aufsteigt. Und auch der Umweg über die Barrage bleibt Aarau versperrt, da der FC Schaffhausen nach Rückstand mit 2:1 bei Stade Lausanne-Ouchy gewann und sich infolge des Sieges noch auf den zweiten Schlussrang vorschob.

Den weitgehend dominant auftretenden Aargauern wurde zum Verhängnis, dass sie aus all ihrem Ballbesitz infolge mangelnder Zielstrebigkeit und Effektivität nur unzureichend Profit zu schlagen wussten. Der FC Vaduz machte sich offensiv rar – und präsentierte sich doch hochgradig effizient. Mit der einzigen Chance vor der Pause traf Tunahan Cicek nach rund elf Minuten zur Gäste-Führung. Aarau rannte schier verzweifelt an, kam aber schlicht nicht zum so dringlich erforderlichen Torerfolg. Mickaël Almeida verpasste freistehend den Treffer, auf der Gegenseite kam es postwendend, wie es gemäss altbekannten Fussball-Weissheiten kommen musste: Cicek tauchte erneut vor Simon Enzler auf – und versetzte den Gastgebern mit seinem zweiten Treffer den wohl grösstmöglichen Nackenschlag (75. Minute). Das Penaltytor durch Shkelzen Gashi (83.) brachte die Hoffnung nochmal zurück ins Brügglifeld, nicht aber die Wende. Bloss ein Tor fehlte den Aarauern für den direkten Aufstieg.

Winterthur ohne Mühe

Der FC Winterthur blieb in Kriens cool.

Der FC Winterthur blieb in Kriens cool.

Keystone

Der FC Winterthur erledigte seine Hausaufgaben beim SC Kriens unterdessen tadellos. Roman Buess (26./61.), Sayfallah Ltaief (32.), Roberto Alves (75., Penalty) und Shkeldim Demhasaj (85., Penalty) liessen mit ihren Treffern keinerlei Zweifel aufkommen – und vollendeten beim überforderten Tabellenschlusslicht das unverhoffte Meisterstück der von Alex Frei trainierten Winterthurer.

Ungleich mehr Mühe bekundete der FC Schaffhausen im Auswärtsspiel bei Stade Lausanne-Ouchy, in dem zunächst wenig auf einen Sieg des Teams von Trainer Martin Andermatt hingedeutet hatte. Die Waadtländer waren durch Mergim Qarri (21.) zunächst in Front gegangen, ehe Raúl Bobadilla (53.) und Agustín González (77.) die Wende herbeiführten. Auf wen die Schaffhauser in der Barrage treffen, entscheidet sich am Sonntag, wenn die letzte Runde der Super League über die Bühne geht.

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