Slalom in Kranjska Gora
Holdener verpasst ihren ersten Slalom-Sieg um 23 Hundertstel

Wendy Holdener kann die knappe Führung aus dem 1. Lauf nicht verteidigen. Die Slowakin Petra Vlhova schnappt sich den Sieg. Die Schweizerin fährt auf den 2. Platz.

Gabriel Vilares
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Wendy Holdener fährt beim Slalom von Kranjska Gora aufs Podest. Den Sieg verpasst die Schwyzerin nur knapp.

Wendy Holdener fährt beim Slalom von Kranjska Gora aufs Podest. Den Sieg verpasst die Schwyzerin nur knapp.

Antonio Bat / EPA

Bereits 28 Mal stand Wendy Holdener in ihrer Karriere auf einem Weltcup-Podest. Ein Sieg fehlt der 28-Jährigen in dieser Disziplin aber immer noch. Das wollte sie beim Slalom im slowenischen Kranjska Gora bei ihrer 100. Teilnahme an einem Weltcup-Slalom endlich ändern. Bei Halbzeit lag die Schwyzerin an der Spitze des Klassements. Es war alles angerichtet.

Am Ende stand zwar das 29. Weltcup-Podest (davon 14 Mal Rang 2) in Holdeners Karriere, doch am Sieg schrammte sie erneut vorbei. 23 Hundertstel fehlten am Ende auf die slowakische Slalom-Dominatorin Petra Vlhova. Für die 26-Jährige war es im sechsten Rennen in dieser Disziplin der fünfte Sieg in dieser Saison. Insgesamt der 25. Weltcup-Sieg für die Gesamtweltcup-Siegerin des vergangenen Winters. Die Schwedin Anna Swenn Larsson komplettierte das Podest.

«Habe alles gegeben»

Holdener freute sich zwar über ihren Podestplatz, doch sie realisierte rasch, dass noch mehr möglich gewesen wäre: «Ich habe alles gegeben und hätte es mir gewünscht. Leider wollte die Nummer 1 nicht aufleuchten. Vor dem Ziel hatte ich wohl einen Rutscher zu viel. Dennoch war es cool, als Letzte im Starthäuschen zu stehen. Das möchte ich noch möglichst oft erleben», so das Fazit von Holdener im TV-Interview.

Mit Elena Stoffel (21.) und Nicole Good (23.) waren zwei weitere Schweizerinnen in den Punkten vertreten. Für die 24-jährige Sargarserländerin Good eine Premiere. Sie fuhr erstmals in ihrer Karriere zu Weltcup-Punkten.

Michelle Gisin mit Einfädler

Überhaupt nicht nach Wunsch lief es Michelle Gisin. Die 28-Jährige durfte den Slalom eröffnen und wollte von dieser guten Ausgangslage profitieren. Doch ihr Arbeitstag endete bereits früh. Die Engelbergerin fädelte schon im dritten Tor ein und schied aus. Etwas, was Gisin sonst selten unterläuft. Beim WM-Slalom in Cortina des vergangenen Jahres erreichte sie letztmals das Ziel nicht.

Das nächste Rennen steht für die Technikerinnen bereits am Dienstag beim Nachtslalom im österreichischen Schladming auf dem Programm.

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