Volksinitiative
Bio Suisse sagt Nein zur Trinkwasserinitiative

Strengere Regeln für die Bauern finden auch bei Bio Suisse keine Mehrheit. Der Verband hat die Nein-Parole zur Trinkwasserinitiative beschlossen.

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Die Trinkwasserinitiative will, dass der Bund keine Direktzahlungen mehr an Betriebe zahlt, die Pestizide einsetzen. (Symbolbild)

Die Trinkwasserinitiative will, dass der Bund keine Direktzahlungen mehr an Betriebe zahlt, die Pestizide einsetzen. (Symbolbild)

Keystone

(mg) Auch beim Dachverband der Schweizer Bioproduzenten (Bio Suisse) stösst die Trinkwasserinitiative auf wenig Gegenliebe. An der Delegiertenversammlung hat Bio Suisse die Nein-Parole gefasst. Die Delegierten folgten am Mittwoch dem Antrag des Vorstands mit 73 zu 20 Stimmen bei 5 Enthaltungen. Zuvor sprach sich der Verband mit 55 zu 44 Stimmen gegen eine Stimmfreigabe aus.

Die Eidgenössische Volksinitiative fordert, dass der Bund künftig nur noch Direktzahlungen an Betriebe zahlt, welche keine Pestizide einsetzen. In Teilen der Schweiz sei das Trinkwasser bereits heute stark mit Pestiziden belastet und überschreite den Höchstwert für Lebensmittel bis zum 20-Fachen, so die Initianten. Bundesrat und Parlament sprechen sich gegen die Vorlage aus. Gleichzeitig wurde ein indirekter Gegenvorschlag verabschiedet, der in Kraft tritt, wenn das Volk die Initiative ablehnen sollte.

Bereits früher hatte Bio Suisse die Ja-Parole zur Initiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide beschlossen. Dies kommt zusammen mit der Trinkwasserinitiative am 13. Juni an die Urne.