Ukraine-Krieg
Schweizer Bischöfe verurteilen den Krieg und schreiben Brief nach Moskau

Die Schweizer Bischofskonferenz zeigt sich äusserst besorgt über die Situation in der Ukraine. Präsident Felix Gmür wandte sich in einem Schreiben an seinen Amtsbruder, den Patriarchen von Moskau.

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Die Schweizer Bischöfe verurteilen die Kriegshandlungen in der Ukraine.

Die Schweizer Bischöfe verurteilen die Kriegshandlungen in der Ukraine.

Keystone

In einem eingeschriebenen Brief an Patriarch Kyrill fordert Bischof Gmür seinen Amtsbruder dazu auf, sich bei Wladimir Putin dafür einzusetzen, dass dieser die Militäroperation in der Ukraine umgehend einstellt. An der Vollversammlung der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) war der Ukraine-Krieg ein Schwerpunkt, wie einer Mitteilung vom Donnerstag zu entnehmen ist.

«Wir verurteilen die Kriegshandlungen in der Ukraine», schreiben die Bischöfe und rufen zum Frieden zwischen Russland und der Ukraine auf. Sie appellieren zudem an die Bevölkerung, dass der Krieg nicht dazu führen dürfe, das russische Volk «pauschal zu verurteilen oder zu stigmatisieren». Weiter rufen sie dazu auf, die Welle der Solidarität mit den Kriegsopfern nicht abebben zu lassen.

Die Haltung der russischen Geistlichen hat bereits für Kritik gesorgt. So hat jüngst die Universität Freiburg die Titularprofessur von Metropolit Hilarion bis auf weiteres suspendiert. Trotz Aufforderung wollte dieser den Krieg in der Ukraine nicht öffentlich verurteilen. Durch sein Schweigen mache sich Hilarion «die Position seines Patriarchen zu eigen», schieb Dekan Mariano Delgado in einer Stellungnahme. Dieser habe in einer Predigt den Krieg als «metaphysischen Kampf» gerechtfertigt. (agl)

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