Tierseuche
Geflügelkrankheit eingedämmt: Bund hebt Massnahmen auf

Ende Januar ist in einem zürcherischen Geflügelbetrieb eine hochansteckende Krankheit ausgebrochen. Weil diese sich nicht weiter ausgebreitet hat, hebt der Bund die verordneten Massnahmen wieder auf.

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Strassentauben haben die Newcastle-Krankheit in den betroffenen Hof eingeschleppt. (Symbolbild)

Strassentauben haben die Newcastle-Krankheit in den betroffenen Hof eingeschleppt. (Symbolbild)

Keystone

In einem Geflügelbetrieb im Kanton Zürich wurde Ende Januar die hochansteckende Newcastle-Krankheit bei Legehennen festgestellt. Auf Anordnung des Zürcher Veterinäramts und des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) mussten kranke Tiere vorsorglich geschlachtet und der Betrieb gesperrt werden.

Zudem wurde eine Schutzzone von drei Kilometern und eine Überwachungszone von zehn Kilometern rund um den betroffenen Hof eingerichtet. Nun heben die Behörden die Massnahmen ab Dienstag wieder auf, wie das BLV mitteilte. Die hochansteckende Krankheit habe sich nicht weiter ausgebreitet. «Dies bestätigen die Laborresultate von in den Zonen entnommenen Proben», heisst es weiter.

Krankheit von Strassentauben eingeschleppt

Per Dienstag ist die Aufstallungspflicht in der Schutzzone aufgehoben und Geflügel darf wieder ohne Auflagen transportiert werden. Geflügelmärkte und -ausstellungen sind ebenfalls wieder erlaubt. Bis der betroffene Hof aber wieder belegt werden darf, dauert es gemäss der Mitteilung noch einige Zeit.

Laboruntersuchungen hätten gezeigt, dass die Krankheit von Strassentauben eingeschleppt worden war. Das BLV empfiehlt deshalb, den Kontakt zwischen Geflügel und Wildvögeln möglichst zu verhindern. «Wildvögel sollten keinen Zugang zum Futter des Geflügels oder anderen Tieren auf dem Betrieb haben.» Darüber hinaus könnten über Vogelkot auch andere Krankheiten wie Salmonellen übertragen werden. (dpo)