Strassenlärm
Lausanne führt Lärmradar im Strassenverkehr ein

Nach erfolgreichen Tests im letzten Herbst beschafft die Lausanner Stadtverwaltung ein Lärmradar. Dieses soll den Auto- und Motorradfahrern aufzeigen, wenn sie zu laut sind.

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Das Radar sagt «Merci», wenn der Lärmpegel unter dem Wert von 83 Dezibel liegt. Dieses Bild stammt von einem Test in Genf.

Das Radar sagt «Merci», wenn der Lärmpegel unter dem Wert von 83 Dezibel liegt. Dieses Bild stammt von einem Test in Genf.

Keystone

(agl) Ab dem kommenden März soll das bewegliche Lärmradar an verschiedenen strategischen Orten auf dem Gemeindegebiet platziert werden, wie die Stadtverwaltung am Mittwoch mitteilt. Es funktioniert nicht wie ein klassischer Blitzer, sondern wie die Tempoanzeigen, bei denen ein «Smiley» anzeigt, ob man die vorgegebene Geschwindigkeit einhält. Wird ein Grenzwert von 83 Dezibel überschritten, zeigt die Anzeige «Bruit» (Lärm) an.

Die Tests hätte die Notwendigkeit aufgezeigt, gegen Strassenlärm zu kämpfen, heisst es in der Mitteilung weiter. Im Stadtzentrum fahre durchschnittlich alle fünf Minuten ein Fahrzeug mit einem Geräuschpegel von über 83 Dezibel, was für den Menschen ein Gesundheitsrisiko darstelle. Das Radar soll nun die weiteren Lärmschutzmassnahmen ergänzen, zu denen auch eine Geschwindigkeitsbegrenzug auf 30 Stundenkilometer in der Nacht gehört.

Auch die Stadt Genf und die Solothurner Gemeinde Metzerlen-Mariastein haben bereits Tests mit der elektronischen Lärmanzeige durchgeführt. Während diese auf städtischem Gebiet erfolgreich war, waren die Ergebnisse nach dem Pilotversuch auf dem Land ernüchternd.