Ski-WM St. Moritz
Nach Unfall an Ski-WM in St. Moritz: Ehemaliger Teamleader der Kunstflugstaffel freigesprochen

Das Militärgericht hat den ehemaligen Flugstaffel-Chef der Schweizer Luftwaffe freigesprochen. Es geht um einen Unfall an der Ski-WM in St. Moritz 2017, als eine PC-7 eine Seilbahnkamera runterriss.

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Ein paar Tage vor der Kollision mit einer Seilbahnkamera im Zielraum der Ski-WM 2017 trainierte die Kunstflugstaffel ebenfalls über St. Moritz.

Ein paar Tage vor der Kollision mit einer Seilbahnkamera im Zielraum der Ski-WM 2017 trainierte die Kunstflugstaffel ebenfalls über St. Moritz.

Keystone

Dem ehemaligen Teamleader der Kunstflugstaffel der Schweizer Luftwaffe wurde fahrlässiger Missbrauch und Verschleuderung von Material, Störung von Betrieben, die der Allgemeinheit dienen, sowie vorsätzliche Nichtbefolgung von Dienstvorschriften vorgeworfen. Am Donnerstag und Freitag musste er sich nun vor dem Militärgericht 2 in Aarau verantworten und wurde freigesprochen, wie die Militärjustiz auf Anfrage von CH Media bestätigte. Der Auditor hatte eine bedingte Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu 140 Franken gefordert.

Hintergrund des Prozesses ist ein Vorfall vom 17. Februar 2017. Damals zertrennte der Flügel eines Flugzeugs der PC-7-Fliegerstaffel der Schweizer Luftwaffe bei einem Trainingsflug an der Ski-WM in St. Moritz das Zugseil einer Seilbahnkamera. Die Kamera vom Schweizer Fernsehen SRF fiel dabei in den Zielraum. Es entstand ein Schaden von mehreren hunderttausend Franken an der Kamerainstallation, dem nahe gelegenen Sessellift und dem Flugzeug. Verletzt wurde niemand.

Das Flugzeug wurde durch die Kollision mit dem Seil am Flügel beschädigt, konnte jedoch ohne Probleme in Samedan landen. Der Pilot blieb unverletzt. Das Verfahren gegen ihn wurde bereits früher eingestellt. (sat/agl)

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