PRODUKTESCHUTZ
Besserer internationaler Schutz von Bündnerfleisch und Zuger Kirsch

Wer seine Schweizer Produkte im Ausland schützen will, muss heute in jedem Land einen Antrag stellen. Zu kompliziert, findet das Parlament. Die Schweiz soll sich deshalb international abstimmen.

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Besserer Schutz und einfacheres Verfahren: Ein Beitritt zur Genfer Akte würde den Schweizer Produzenten Abhilfe verschaffen. (Symbolbild)

Besserer Schutz und einfacheres Verfahren: Ein Beitritt zur Genfer Akte würde den Schweizer Produzenten Abhilfe verschaffen. (Symbolbild)

Keystone

(rwa) Tête-de-Moine, Zuger Kirsch oder Schweizer Uhren: Das Prinzip der geschützten geografischen Angaben hat sich nachhaltig für die Wertschöpfungsketten von Qualitätsprodukten bewährt. Angesichts zunehmender Marktliberalisierung wird das im internationalen Kontext noch wichtiger.

Dieser Auffassung ist zumindest der Bundesrat. Er schlägt vor, dass die Schweiz der sogenannten Genfer Akte beitritt. Die Idee dahinter: Schweizer Produzenten sollen geografische Angaben mit einem einfachen Verfahren in allen Mitgliedsstaaten der Genfer Akte gleichzeitig zum Schutz anmelden können. Heute müssen sie in jedem Land einen separaten Antrag stellen.

Das Anliegen war auch im Parlament unbestritten. Nach dem Ständerat hat am Mittwoch auch der Nationalrat dem Beitritt zur Genfer Akte zugestimmt.