Preiserhöhungen
Kosten weitergegeben oder höhere Marge eingeführt? Preisüberwacher soll genauer hinschauen können

Der Preisüberwacher soll mehr Ressourcen bekommen, um ungerechtfertigte Preiserhöhungen zu finden. Das fordert der Konsumentenschutz.

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Das Einkaufen wird auch in der Schweiz teurer. Doch nicht immer sind die Preiserhöhungen laut Konsumentenschutz gerechtfertigt.

Das Einkaufen wird auch in der Schweiz teurer. Doch nicht immer sind die Preiserhöhungen laut Konsumentenschutz gerechtfertigt.

Keystone

Aktuell steigen die Preise in der Schweiz teilweise deutlich an. Begründet wird dies oft mit Lieferengpässen oder dem Ukraine-Krieg. Doch nicht immer seien die Preiserhöhungen tatsächlich gerechtfertigt, teilte die Stiftung für Konsumentenschutz am Sonntag mit. Denn gleichzeitig vergünstigt etwa der starke Franken Importprodukte. Die Konsumentinnen und Konsumenten könnten jedoch kaum abschätzen, ob die höheren Preise für verschiedene Produkte gerechtfertigt seien «oder ob ein Unternehmen die Gelegenheit nutzt, um seine Margen zu erhöhen».

Für Nadine Masshardt, Präsidentin des Konsumentenschutzes ist klar: «Wenn die Preise für viele Produkte steigen, ist die Versuchung für die Unternehmen gross, ebenfalls ihre Preise anzuheben und so die Marge zu verbessern», wird sie in der Mitteilung zitiert. Die Berner SP-Nationalrätin hat daher in der Sommersession einen Vorstoss eingereicht. Darin fordert sie mehr Ressourcen für den Preisüberwacher.

Sie denkt dabei an ein Analyse-Team. Dieses soll «ungerechtfertigte Preiserhöhungen» finden und wenn nötig aktiv werden. «Ungerechtfertigte Preiserhöhungen sind nicht einfach bloss ein Ärgernis», sagt Masshardt. «Sie reduzieren die Kaufkraft der Konsumenten und erhöhen den Inflationsdruck.» Es sei daher wichtig, dass der Bundesrat aktiv werde und mehr Mittel einsetze. (abi)