Pandemie
Spezial-Booster: Moderna beantragt Zulassung in der Schweiz

Rechtzeitig mit dem Anstieg der Coronazahlen reicht Moderna nun sein Gesuch für den Herbst-Booster ein. Der angepasste Impfstoff verspricht eine höhere Wirksamkeit gegen die Omikron-Variante.

Drucken
Den bisherigen Impfstoff brauchte es auch, um einen effektiven Schutz gegen Omikron zu entwickeln. Die Kombination hatte Erfolg.

Den bisherigen Impfstoff brauchte es auch, um einen effektiven Schutz gegen Omikron zu entwickeln. Die Kombination hatte Erfolg.

Keystone

Der Krieg in der Ukraine hat die Corona-Pandemie zwischenzeitlich aus den Schlagzeilen verdrängt. Mit den steigenden Fallzahlen wird nun aber klar: Das Virus ist nicht weg. Hinter den Kulissen bereiten sich die Behörden bereits auf eine nächste Welle im Herbst vor. Jetzt kommt auch Bewegung in die Frage der Impfung. Moderna hat einen Antrag auf Zulassungserweiterung ihres Spezial-Boosters gestellt, wie die Heilmittelbehörde Swissmedic am Freitag bekannt gab.

Moderna hat den bisherigen Impfstoff angepasst, um eine höhere Wirksamkeit gegen die Omikron-Variante des Coronavirus zu erzielen, wie es weiter heisst. Konkret versuchte es das Unternehmen mit einer Kombination: ein Teil bisheriger Impfstoff, ausgerichtet auf das Spike-Protein des Ursprungsvirus, und ein Teil mit Impfstoff ausgerichtet auf das Omikron-Spike-Protein. Auch in Studien zeigte das angepasste Vakzin einen besseren Schutz.

Vierter Piks wohl nur für Vulnerable

Swissmedic prüft das Gesuch wie bisher «rollend». Gesuchstellerinnen müssen kein vollständiges Dossier vorlegen. Stattdessen reichen sie erste verfügbare Datenpakete ein und unterbreiten einen Plan mit Terminen für die Nachreichung weiterer Datenpakete, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Was sich bereits abzeichnet: Das Gros der Bevölkerung müsste sich nicht im Herbst boostern lassen. Die Impfkommission arbeitet derzeit an einer Impfempfehlung. Ihr Präsident liess bereits im Mai durchblicken, dass ein vierter Piks im Herbst nur für Vulnerable kommen dürfte. «Das mögliche Szenario für den Herbst ist eine Impfempfehlung für Personen über 65 oder mit chronischen Krankheiten.» (rwa)