Nationalrat
Neuer Anlauf: Kommission will Abzüge für Kinderbetreuung auf bis zu 25'000 Franken erhöhen

Die Wirtschaftskommission des Nationalrates hat einem Entwurf zugestimmt, der die Abzüge für externe Kinderbetreuung auf bis zu 25'000 Franken erhöhen will.

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Wer seine Kinder extern betreuen lässt, soll künftig bis zu 25'000 Franken von den Steuern abziehn können. (Symbolbild)

Wer seine Kinder extern betreuen lässt, soll künftig bis zu 25'000 Franken von den Steuern abziehn können. (Symbolbild)

Keystone

(agl) Damit geht die Kommission auf eine parlamentarische Initiative aus dem Nationalrat ein, welche genau diese Erhöhung gefordert hat. Neben der WAK des Nationalrates hatte auch die Schwesterkommission im Ständerat dem Anliegen zugestimmt. Mit dem Entwurf soll die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die Integration gut ausgebildeter Frauen in den Arbeitsmarkt gefördert werden, wie es in einer Mitteilung der Parlamentsdienste vom Dienstag heisst. Durch die Erhöhung würden dem Bund vorübergehend Steuereinnahmen von geschätzt 10 Millionen Franken pro Jahr entgehen. Der Nationalrat wird die Vorlage in der Sommersession 2021 behandeln.

Einen Antrag, auch den allgemeinen Kinderabzug von heute 6000 auf 8250 Franken zu erhöhen, lehnte die Kommission derweil mit 13 zu 10 Stimmen ab, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Damit wäre das Vorhaben überladen und mit erheblichen Steuerausfällen verbunden, argumentierte die Mehrheit. Zudem fehle ein Effekt auf die Gleichstellung von Mann und Frau. Eine Kommissionsminderheit hielt derweil Ausfälle bei der direkten Bundessteuer von rund 180 Millionen pro Jahr verkraftbar. Zudem sollten auch Eltern entlastet werden, die ihre Kinder nicht extern betreuen lassen.